Alternative Heilmethoden – Heilung fernab der Pharmalobby

Entgegen der Pharmalobby sind alternative Heilmethoden wesentlich verträglicherDer Medikamentenschrank vieler Menschen protzt vor pharmazeutischen Erzeugnissen, dabei gehen viele Menschen erhebliche Risiken ein. Die Mittel sind nicht hinreichend getestet bzw. nicht für eine Kombination mehrerer Medikamente ausgelegt. Daher interessieren sich besonders ältere Menschen zunehmend für alternative Heilmethoden. Doch ist deren Wirkumg ebenfalls umstritten. Grund genug das Thema etwas tiefgreifender zu behandeln.

Medikamente en masse

Viele Senioren haben einen gut bestückten Medikamentenschrank, Mittel für Bluthochdruck, Diabetes, einen zu hohen Cholesterinspiegel oder Augenerkrankungen müssen täglich eingenommen werden. Dabei ist dieser Medikamenten-Cocktail nicht ohne Risiko, denn viele Tabletten und Pillen werden vor der Markteinführung an 30- bis 40-Jährigen getestet, Forschungsergebnisse für über 60-jährige Menschen existieren kaum. Mittlerweile stehen viele Mittel auf der Priscus-Liste, Ziel des Projektes ist es, chronische Erkrankungen nicht mehr einzeln, sondern im Gesamten zu betrachten. Auf diese Weise würde sich die Medikamentengabe reduzieren, Wechselwirkungen und Anreicherungen im Körper verringert. Doch mit der ganzheitlichen Sichtweise tut sich die Schulmedizin bekanntlich schwer. Kein Wunder also, dass sich immer mehr Senioren alternativen Heilmethoden zuwenden.

Alternative Heilmethoden gewinnen an Popularität

Das Alter ist geprägt von vielen typischen Erkrankungen, etwa des Herz-Kreislauf- oder Atemsystems, hinzu kommen Demenz, Diabetes und Veränderungen an den Sinnesorganen. Das Gehör wird schlechter, die Augenlinsen können sich eintrüben, COPD, Arthrose und Rheuma sind weitere alterstypische Krankheiten. Besonders gefährlich ist das metabolische Syndrom, das das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt deutlich erhöht. Älterwerden ist mit Einschränkungen verbunden, in der Mobilität, der geistigen Beweglichkeit und einer generellen Degeneration vieler körperlicher Systeme. Oftmals liegt das sogenannte biologische Alter über dem gefühlten Alter. Wer sich mit 60 noch topfit fühlen will, muss also etwas tun. Einer neuen Studie zufolge nutzen drei von vier Menschen über 50 Jahren Methoden der alternativen Heilkunde, dieser Wert liegt deutlich über dem Durchschnitt. Doch erstaunlich sind diese Zahlen keineswegs. Verschiedene Methoden können Älteren tatsächlich helfen, wieder mehr Lebensqualität zurückzugewinnen und vor allem körperliche Beschwerden abzumildern. Bekannt ist etwa der leistungssteigernde Ginseng oder das stimmungsaufhellende Johanniskraut. Doch die Pflanzenapotheke hält zahlreiche weitere effektive Mittel bereit. Auch das ausführliche Gespräch mit dem Heilpraktiker gehört zum Heilungsprozess. Wenn beim Hausarzt nur fünf Minuten für einen Besuch übrig sind, bleibt das Vertrauensverhältnis oft auf der Strecke, viele Krankheiten unentdeckt, das Wohlbefinden im Alltag leidet.

Dritte Lebensphase leichter bewältigen

Chinesische Medizin gilt als alternative Heilmethode schlechthinDer neue Lebensabschnitt nach dem Beruf ist durch eine Reihe verschiedener tief greifender Veränderungen geprägt. Mit dem Einstieg in die Rente kann eine schwere Identitätskrise ausgelöst werden, wenn die Kinder aus dem Haus, der Lebenspartner und die Freunde nicht mehr da sind, macht sich das in der Stimmung bemerkbar. Viele ältere Menschen werden depressiv, die Altersdepression gehört mittlerweile zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Alter. Der Sinn des Lebens wird infrage gestellt, der nahende Tod macht große Angst. Um die Lebensenergie, in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) als Qi bezeichnet, wieder zum Fließen zu bringen, eignen sich verschiedene alternative Verfahren sehr gut. Blockaden und Störungen des Qi sollen der chinesischen Gesundheitslehre zufolge verschiedene Beschwerden auslösen. Neben klassischen und gut wirksamen Verfahren wie Yoga, autogenem Training und der progressiven Muskelentspannung, die zu den erweiterten Verfahren gezählt werden, eignen sich auch die Pflanzenheilkunde, die Hydro- und Balneotherapie gut für Senioren, sie sind sanft, haben kaum Nebenwirkungen und können auch bei körperlichen Beschwerden wirken. Im Rahmen der Wassertherapien kommen beispielsweise die heilenden Inhaltsstoffe des Wassers wie Schwefel, Schlamm oder Salz zum Einsatz, Kneippgüsse, Bäder mit entspannenden Substanzen reduzieren Muskel- und Gelenkbeschwerden und aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers. Besonders jene Methoden, die auf einer ganzheitlichen Sichtweise basieren, sind Erfolg versprechend. Sich innerlich und äußerlich neu einrichten, die Lebensführung verändern und sich besser anpassen können, gehören zu den Zielen der Alternativmedizin, die richtiger wohl als Komplementärmedizin verstanden werden sollte. Denn nur, wer schulmedizinische Verfahren und Kräuter, Salben und Entspannungsverfahren miteinander kombiniert, kann besser leben. Frei nach dem Motto: Happy Aging.

Bildnachweise: ‚Gebräu‘ wurde vom unter dem Pseudonym ‘Jules’ tätigen Fotografen erstellt und ‚Guanyin (Dahlem / Berlin)‘ von Dalbera . Alle Bilder unterliegen der CC-Lizenz (BY 2.0) | http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Alternative Heilmethoden finden zu Recht immer mehr Anklang in der Bevölkerung und in der Ärtzeschaft. Ihr Artikel spiegelt diese Tatsache gut wider. Für verschiedene Erkrankungen ist so auch mittlerweile zum Beispiel die Wärmetherapie in hochrangigen medizinischen Fachzeitschriften nicht ohne Grund gut belegt. U.a. berichtet sogar die Techniker Krankenkasse über die Möglickeiten der Thermotherapie. In einer Übersicht wurden drei Effekte der Wärme aufgeführt (Chandler et al. 2002): Hitze stimuliert die Thermorezeptoren in der Haut und im tieferen Gewebe. Dies kann die Schmerzen durch Schließen des Angusssystems im Rückenmark reduzieren. Hitze reduziert Muskelkrämpfe durch Minimierung der Erregbarkeit und Verringerung der Spannung in den Muskel-Trigger-Punkten. Durch das Erwärmen von Gelenken wird die Viskosität der Gelenkflüssigkeit vermindert, was eine schmerzhafte Steifheit während der Bewegung verringert und die Beweglichkeit erhöht. Nachgewiesen wurde die Wirkung von Infrarot-Strahlung zur Behandlung von Patienten mit Rückenschmerzen (Ansari et al. 2014, Gale et al. 2006). In einer vergleichenden Studie konnten Rückenschmerzen durch eine Wärmebehandlung sogar effektiver gelindert werden, als durch Schmerzmittel wie Ibuprofen (Nadler et al. 2002). Eine Wärmebehandlung erwies sich als vorteilhaft bei der Behandlung von milder Arthritis und nicht-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen (Berliner 1999). Bei Patienten mit Schmerzen im Handgelenk (Michlovitz et al. 2004) oder in den Knien (Petrofsky et al. 2016) konnte diese durch Wärmebehandlung gelindert werden. Selbst bei Patienten mit chronischem Erschöpfungssyndrom (CFS) konnten die Beschwerden mit Ferninfrarot-Strahlung gelindert werden (Masuda et al. 2007). Die klassischen Formen der Wärmebehandlung mit Umschlägen oder Bädern sind in der Handhabung sehr umständlich. Zudem sorgen sie nur für eine kurzfristige unregelmäßige Erwärmung der schmerzenden Körperregion (Vetter 2005). Dagegen zeichnet sich die Amethyst Matte durch eine einfache Anwendung aus, die jederzeit und ohne weitere Vorbereitungen durchgeführt werden kann.

    (Quellenangabe und weitere Informationen zum Thema Thermotherapie finden Sie auf unserer Webseite.)

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