Arbeiten trotz Rente? Mini- und Nebenjobs bei Senioren immer verbreiteter

Wer trotz Rente arbeitet gehört inzwischen zur MehrheitNeue Statistiken belegen: Eine zunehmende Anzahl an Senioren geht einem Nebenjob nach, obwohl sie bereits Rente beziehen. In den vergangenen Monaten nahmen sich bereits viele Medien diesem Thema an. Oft sind zu geringe Rentenzahlungen der Grund für einen Minijob. Arbeit trotz Rente wird zu einem Alltagsthema und dessen Realität immer bewusster.

Erwerbstätigkeit im Rentenalter steigt an: häufig aus finanziellen Gründen


Wenn auch Ihre Rente nicht für einen ansprechenden Lebensstandard reicht, bleibt Ihnen nur ein 400 Euro Job. Viele andere Menschen in Ihrem Alter befinden sich in derselben Situation. Früher reichte die gesetzliche Rente für einen ruhigen Lebensabend, heute ist dies jedoch häufig nicht mehr der Fall. Arbeiten trotz Rente scheint die Devise zu lauten. Dies lässt sie über die Kalkulation der Rentenpunkte direkt ermitteln.

Aufgrund des demografischen Wandels und der daraus resultierenden finanziellen Schwierigkeiten der Rentenversicherung wurden die Renten mehrfach gekürzt. Niedrige Renten, die gerade so zum Leben genügen, sind vielfach die Folge. Aber das ist nicht der alleinige Grund für Senioren, einen Minijob aufzunehmen: Vielleicht sind Sie einfach noch rüstig und wollen unter Menschen. Auch deswegen arbeiten zahlreiche Senioren, das dafür eingenommene Geld sehen sie dann als willkommenen Zuverdienst.

Arbeitsmarktslage für einen Nebenjob ist gut


Haben Sie sich grundsätzlich für einen Nebenjob entschieden, müssen Sie sich auf die Suche nach einer geeigneten Arbeit begeben. In den Stellenanzeigen der lokalen Zeitungen werden Sie fündig. Auch im Internet gibt es zahlreiche Plattformen, auf denen Sie nach einem 400 Euro Job recherchieren können. Ihre Arbeitsagentur vor Ort wird Ihnen ebenfalls behilflich sein. Arbeitsagenturen bearbeiten nicht nur Anträge auf Arbeitslosengeld, Sie betreuen kostenlos alle Arbeitssuchenden, auch wenn diese keine staatliche Unterstützung beantragen wollen. Ihre Chancen auf einen Nebenjob stehen gut: Trotz der Banken- und danach der Euro-Krise ist der Arbeitsmarkt in Deutschland bemerkenswert stabil.

Unternehmen suchen vielerorts händeringend nach Menschen, die einen 400 Euro Job annehmen. Ein solcher Minijob erfreut sich bei Firmen hoher Beliebtheit, da sie bei diesem flexibel sind. Die Arbeitsbereiche sind vielfältig. So können Sie unter anderem als Putzkraft, bei einem Sicherheitsservice, im Supermarkt oder als Zeitungsausträger einen Nebenjob erhalten. Das sind nur wenige Beispiele. Arbeiten trotz Rente ist dabei längst keine Seltenheit mehr und gilt vielerorts als bekanntes Phänomen.

Das sollten Senioren beim Jobben im Alter beachten


Allerdings gibt es wie überall auch schwarze Schafe. Das können Sie aber leicht erkennen. So händigen Ihnen seriöse Unternehmen einen Arbeitsvertrag aus. Verweigern sie dies, sollten Sie sich nach einem anderen 400 Euro Job umsehen. In einem Vertrag müssen vor allem Art und Umfang der Tätigkeit sowie der Lohn für den Minijob festgehalten sein. Sie dürfen zudem nicht vergessen, dass Sie einen 400 Euro Job beim Finanzamt angeben müssen. Haben Sie eine geringe Rente, werden Sie dafür aber keine Steuern zahlen müssen. Sozialversicherungsabgaben müssen Sie bei einem Minijob grundsätzlich nicht entrichten.


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Lommler, der Lupo Kleiderschrank kommentierte am 16. Januar 2019 at 17:13

    Ich finde Ihre Ausführungen durchaus als nachvollziehbar. Nicht berücksichtigt haben Sie allerdings die Erwerbsminderrungsrrentne und auch die Erwerbsunfähigkeits Betroffenen werden außer acht gelassen. Wer länger als 45 Jahre gearbeitet hat, und dann aus gesundheitlichen Gründen ausscheiden muss, ist heute bei unseren Verantwortlichen dann auch plötzlich bei den Prekären, obwohl er glaubte,durch Einsatz und entsprechende Qualifikation zur Mittelklasse zu gehören. Die privaten Brüche inder persönlichen Vita sind ganz erheblich, und wer glaubte, alles richtig zu machen, was die Politik vorgab, war am Ende betrogen. Man findet sich am Ende eines sehr langen und anstrengenden Lebens dort wieder, wo man glaubte, nie enden zu können. Ich würde heute gerne mal ein Leben darstellen, dass mit Kriegswaise, viel Einsatz, viel lernen, soweit das möglich war, im ländlichen Bereich, und den Schwierigkeiten bei der Erziehung, der Vater fehlte halt, darstellen zu können. Wir haben in den Nachkriegsjahren viel vermissen müssen, da der Vater nicht präsent sein konnte, oder schon gefallen war. Interessiert hat das bis heute noch niemanden, und ich hoffe, dass dies auch so bleibt. Sollten sich Menschen hier wiederfinden, so würde ich mich freuen, Anworten auf meine eimail zu erhalten. Auf diese Seite bin ich nur gelangt, da ich eine „Minijob“ Stelle suche, und das aus finaziellen Gründen, da meine letzte Stelle, in der ich als 400€ eine größere Immobilieneinheit „verwaltet“ hatte, weiß nicht, ob das überhaupt geht. Ich b in nach fast 50 Jahren aus dem Erwerbsleben herausbefördert worden, obwohl ich das nicht wollte.
    Und da kann ich nur noch sagen, was sollst. Für mich ist halt nur klar, ich werde nach Ehrenbrief und Schüssel der Gemeinde mich nicht mehr interessieren, was heute in unserer Politik noch vorgeht. In den mir verbliebenen Jahren hoffe ich auch auf nichts mehr aus dem öffentlichen Raum.Ich werde mich also nur noch „bedeckt“ halten, wie man das einmal nannte.
    Eines möchte ich allerdings noch anführen, am Ende von WK II waren viele, erstmal Hinterbliebene Frauen traumatisiert. Das kannte man damsls noch nicht. Aber die Zeit geht weiter, und an die kleinen Kinder hat niemant gedacht. Aber, ich würde gerne weiter erzhählen, um auch die Menschen . die sich bisher dafür garnicht interessiert haben, einn „Kick“ wie man das ehute wohl nennt, zu geben, und einfach darüber nachzudenken. Das waren die Eltern oder Großeltern die man in den 60Igern oder /70 Jahren schon nicht mehr erleben durfte. Denkt doch mal drüber nach, wer die heutigen Verhältnisse, ich wollte schreiben, unterstützt und möglich gemacht hat, aber das passt einfach nicht.
    Ich werde mich behmühen, noch viel mehr aus meiner Erinnerung zu erzählen, die nicht wahr sein muss, da diese mehr als 50 Jahre zurückliegt. Und da ich immer, aber auch immer, ganz ehrlich mit meinen Erinnerungen umgehe,kann ich nur auch resünieren, die Tippfehler die Sie finden sind alleine Ihnen.

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