Arthrose – wenn Belastbarkeit an ihre Grenzen stößt

Gelenkerkrankungen wie Arthrose werden immer haeufigerArthrose gehört zu den am häufigsten diagnostizierten Gelenkkrankheiten auf der ganzen Welt. Es gibt kaum einen Menschen, der im Laufe seines Lebens nicht in irgendeiner Form von Arthrose und Gelenkverschleiß betroffen ist. Doch woher kommt dieser schmerzhafte Verschleiß in den Gelenken und was können Sie dagegen unternehmen?

Eine Abnutzung der Gelenke ist normal


Der Verschleiß der Knorpel in den Gelenken ist beim Menschen normal und wird durch das individuelle Leben eines Jeden bestimmt. Es gibt aber auch Abnutzungserscheinungen des Gelenks, die über das bekannte Maß hinausgehen und mit der Zeit sogar Knochen, Bänder und Muskeln in Mitleidenschaft ziehen. Wenn das passiert, sprechen Ärzte jeder Adresse von einer Arthrose. Diese Gelenkerkrankung betrifft in den meisten Fällen folgende Körperpartien:

  • Wirbelsäule
  • Hüftgelenke
  • Knie- und Fußgelenke
  • Handgelenke

Eine Arthrose können Sie nicht vermeiden. Der Abnutzung dse Gelenks ist jeder unweigerlich unterworfen. Jeder Mensch ist im Alltag bestimmten Belastungen ausgesetzt und ob Ihr Körper darauf eines Tages mit einer Arthrose reagiert, ist nicht vorherzusehen. Ärzte konnten bislang keine wissenschaftliche Erklärung für diese Gelenkerkrankung finden, suchen vergebens nach einer zielführenden Adresse bzw. einem Indikator und haben daher Risikofaktoren benannt, die eine Arthrose begünstigen können. Dazu gehört die erbliche Veranlagung genauso wie Verletzungen oder langjährige Überlastungen des Gelenks, zum Beispiel durch:

  • Leistungssport
  • Übergewicht oder
  • körperliche Arbeit

Die Arthrose ist keine reine Gelenk Erkrankung des Alters, denn auch junge Menschen sind immer häufiger vom Gelenkverschleiß betroffen.

Arthrose verlangsamen und Schmerzen lindern


Anzeichen für eine beginnende Arthrose gibt es viele. Haben Sie öfters steife Gelenke? Schmerzen Ihre Gelenke, wenn Sie aufstehen, sich hinsetzen oder losgehen, und lässt dieser Schmerz im Laufe der Bewegung nach? Für eine Arthrose ist es zudem typisch, dass Sie tage- oder wochenlang schmerzfrei sind und eines Morgens plötzlich nur unter starken Schmerzen aus dem Bett kommen. Gerötete Gelenke können ein weiteres Symptom für Arthrose sein, für eine konkrete Diagnose sind Sie allerdings nur bei Ihrem Arzt an der richtigen Adresse.

Da Arthrose nicht heilbar ist, beschränken sich die Therapieformen bei dieser Gelenkerkrankung auf Verlangsamung und Linderung der Beschwerden. Dies geschieht individuell, denn jeder Betroffene erlebt seine Arthrose anders. Bekannte Therapien sind der Einsatz von Medikamenten bei Schmerzen, die Entlastung der betroffenen Gelenke durch Reduzierung des Körpergewichts, die Nutzung von Hilfsmitteln wie einem Gehstock, oder Einlagen in den Schuhen, um Fehlstellungen auszugleichen. Hinzu kommen:

  • fitnessfördernde Gymnastik,
  • Ernährungsumstellungen oder
  • Wärme- und Kältebehandlungen, die viele Arthrose-Patienten als sehr angenehm empfinden.

Wenn nichts mehr hilft, müssen die betroffenen Gelenke bei einer Operation durch künstliche Gelenke ersetzt werden, um die Lebensqualität des Erkrankten wieder herzustellen.

Trotz Arthrose schmerzfrei leben


Eine Arthrose können Sie nicht verhindern, aber Sie können Ihr vorbeugen, in dem Sie aktiv sind, sich regelmäßig bewegen, auf eine gesunde Ernährung achten und eine Überbelastung Ihrer Gelenke im Alltag vermeiden. Betroffene berichten von guten Erfahrungen mit denselben Maßnahmen und leben zum Teil lange Zeit schmerzfrei und ohne Medikamente. Arthrose mag derzeit nicht heilbar sein, aber sie ist durchaus beeinflussbar. Nutzen Sie gerne auch unsere Kommentarfunktion, um ihre eigenen Erfahrungen zu schildern!


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Anonymous kommentierte am 6. April 2016 at 9:20

    Hallo,
    ich habe Depressionen, Arthrose in den Fingern beider Hände sowie in beiden Knien und ein beidseitiges HWS Syndrom.
    Ich habe für ein Knie und die Depression einen Gbd. von 30
    Ich Arbeite seit über 20 Jahren an einem Arbeitsplatz, wo ein ständiges stehen, heben von schweren Lasten und Überkopfarbeit Voraussetzung ist. Diese Arbeit kann ich beim besten Willen nicht mehr machen. Wie kann ich meinen Arbeitgeber davon überzeugen, auch wenn ich nicht ständig zum Arzt gegangen bin und krank gemacht habe. Eigentlich ist es ihm ja schon bekannt.
    Vor ca. 5 Jahren hatte ich eine Umstellungsosteotomie am rechten Bein. Wegen längerer Krankheit wurde mir daraufhin gekündigt, worauf ich den Kündigungsschutzprozess gewann. Trotz des Betriebsärztlichen Gutachtens, in dem es heist, ich könne diese Arbeit nicht mehr dauerhaft machen, wurde ich wieder an meinen alten Platz gestellt wo ich wie üblich mein bestes gab. Und irgendwie ging das auch, denn ich hoffte immer auf einen anderen Arbeitsplatz.
    Dann bekam ich 2014 die Schmerzen im Nacken und Arm auf der rechten Seite, worauf ein HWS Syndrom diagnostiziert wurde.
    Als dann im Juli 2014 ein neuer Chef kam, gab es endlich eine andere Tätigkeit für mich, die bis dahin angeblich nicht vorhanden war. In den letzten 1 ¾ Jahren lebte ich auf, kam ohne Antidepressiva und mit nur wenigen Schmerzmitteln aus. So dachte ich, könne ich möglicherweise bis zur Rente durchhalten.
    Doch nun haben wir wieder einen anderen Abteilungsleiter, der unter dem ersten schon Stellvertreter war, und schon ist alles wieder beim alten.
    Inzwischen hat sich die Arthrose in den Fingern so weit entwickelt, dass ich kaum noch greifen kann. Nun habe ich auch noch ein HWS Syndrom auf der linken Seite, weil ich mit dem rechten Arm keine schweren Dinge mehr hoch heben kann wird die linke Seite auch mehr beansprucht.
    Hinzu kommt der Druck, der LKW ist nicht hoch genug beladen, du bist zu langsam usw. und das schlechte Gewissen, die anderen müssen für dich mitarbeiten. Ich bin geradezu am verzweifeln. Ich nehme ständig Schmerzmittel und dennoch habe ich das Gefühl mir platzt der Schädel, wenn endlich Feierabend ist.
    Es kommen auch immer häufiger schlaflose Nächte hinzu. Egal wann ich wach werde, mein erster Gedanke ist bei der Arbeit und ein damit verbundenes Angstgefühllässt mich kaum noch einschlafen.
    Was kann ich tun um dieser Situation zu entgehen. Ein Antrag auf Gleichstellung wurde bereits damals abgelehnt, weil mein Arbeitsplatz nicht gefährdet sei und das ist er möglicherweise auch heute nicht.
    Dennoch sitzt meine Angst auf Grund der letzten Klage tief. Und große Firmen haben große Anwälte.
    Ich denke vielmehr, es wird gewünscht das ich freiwillig Kündige, weil ich den Anforderungen nicht mehr stand halten kann. So könnte man für mich eine billigere Kraft einsetzen. Aber eine Alternative gibt es für mich kaum. Für Rente bin ich noch zu gesund. Was bitte kann ein anderer Arbeitgeber von mir erwarten, ich kann ja nicht mal mehr einen Wischlappen auswinden. Es wird keinen anderen Arbeitgeber geben. Mus ich denn wirklich so weitermachen, bis ich zum Pflegefall werde. Ständige Schmerzmittel, was wird das nächste sein, der Magen, die Leber?
    Hat nicht auch der Arbeitgeber eine gewisse Sorgfaltspflicht??
    Einen Erhöhung des Gbd. ist sicher auch nicht möglich, weil ich ja kaum zum Arzt gehe. Wozu auch, Arthrose ist nicht heilbar und immer nur zu hören „die Arbeit nicht mehr machen zu können“ hilft mir auch nicht weiter. Schließlich müssen die Rechnungen gezahlt werden. Zumindest bis eine neue OP unumgänglich ist. Aber auch das würde nicht viel bringen, wenn ich danach wieder am Platz stehe und weiter meine Gelenke mit schweren Paketen belaste.
    Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Bin gerade 54 J. und habe noch ein paar Jahre bis zur Rente.

    • Allien 88 kommentierte am 1. Dezember 2018 at 0:06

      @Anonymous kommentierte am 6. April 2016 at 9:20

      Dein Arbeitsplatz ist gefährdet, nicht von seiten des Arbeitsgebers, er ist gefährdet weil Dein Gesundheitszustand die Gefährdung ist. Kontaktiere doch mal einen Sozialhilfeverband wie z.B. den VDK.

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