Binäre Optionen – Fachwissen beim Umgang mit Derivaten unabdingbar

Die Anlageform Binärer Optionen ist mehr als umstrittenEs hört sich alles so einfach und unglaublich verlockend an – wie schön wäre es, durch den Handel mit binären Optionen über Nacht zu großem Reichtum zu kommen. Und tatsächlich gehören binäre Optionen zu den sehr leicht verständlichen, innovativen Finanzprodukten, ganz im Gegensatz zu Swaps, Zertifikaten und anderen komplizierten neuartigen Anlageformen. Wir sind dem auf den Grund gegangen

Die aggressive Werbung, die von vielen Online Brokern für binäre Optionen gemacht wird, verstärkt den Eindruck, dass Anleger hier gar nicht viel falsch machen können. Angeblich ist es möglich, dass sogar Anfänger im Handumdrehen riesige Summen verdienen können. Doch leider sieht die Wirklichkeit anders aus: Binäre Optionen sind im höchsten Maße spekulativ und bergen ein immenses Verlustpotential. Aus diesem Grund sollten Sie nur derartige Geschäfte tätigen, wenn Sie ein fundiertes Wissen über die Konditionen und die Gewinn- und Verlustchancen dieser Handelsform besitzen.

Eine Wette auf künftige Entwicklungen

Binäre Optionen, die auch als CFDs (Contracts for Difference) bezeichnet werden, funktionieren nach einem denkbar simplen Prinzip: Der Anleger wettet auf den Eintritt eines bestimmten Ereignisses. Wenn diese Einschätzung zutrifft, bekommt er einen zuvor festgelegten Betrag. Liegt er daneben, verliert er seinen Einsatz in voller Höhe. Dabei kann auf die Entwicklung von verschiedenen Finanzwerten (Assets) gesetzt werden, besonders weit verbreitet sind die Kursveränderungen von bestimmten Aktien, Währungen und Rohstoffen. Binäre Optionen können sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse abgeschlossen werden.

Informationsvorsprung: Voraussetzung für zuverlässigen Gewinn?

Aus der Konstruktion der binären Optionen ergibt sich unmittelbar, dass ein Gewinn nur mit Sicherheit erzielbar ist, wenn der Anleger mehr weiß als der übrige Markt. Ein Insider könnte zum Beispiel seine Kenntnis von einer bevorstehenden, bislang geheim gehaltenen Firmenübernahme nutzen, um auf den Anstieg des Aktienkurses der beteiligten Unternehmen zu setzen. Abgesehen davon, dass diese Insider-Geschäfte verboten sind, ist auch nicht zu erwarten, dass Laien derartige Kenntnisse besitzen.

Aus diesem Grund sind Geschäfte mit binären Optionen rein spekulativ, die Wahrscheinlichkeit, dass das Asset sich anders entwickelt als geplant, muss als sehr groß eingeschätzt werden. Nichtsdestotrotz gibt es für entschlossene Anleger die Möglichkeit mit Brokern zu arbeiten, die man etwa über das Vergleichsportal brokervergleich.net akquirieren kann.

Vorsicht vor der Hebelwirkung

Besonders weitreichende Gefahren sind mit dem Hebel von CFD-Geschäften verbunden. In der Regel müssen Anleger nur einen geringen Bruchteil der gehandelten Position als Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen. Oftmals liegt dieser Prozentsatz unter zehn Prozent. Kommt es dann zum Verlust, muss allerdings die gesamte Position glattgestellt und entsprechend viel Geld beim Broker eingezahlt werden. Je niedriger die Margin ist, desto größer stellt sich das Risiko für Anleger dar, weil sie dazu verleitet werden, mit riesigen Summen zu spekulieren. Nicht umsonst titelte die Welt in einem Artikel zu CFD’s mit „Spielzeuge für Börsenzocker“.

Unser Magazin meint: Bei CFDs handelt es sich um eine Wette und damit inhaltlich um ein Glücksspiel. Wer Gefallen an dieser Art von Zeitvertreib hat, sollte dabei nur sehr geringe Summen riskieren. Nichtsdestotrotz: der Bundestag hatte sich 2008 auf Antrag der Grünen ausgiebig mit CFD-Geschäften auseinander gesetzt und sie als „transparent und verständlich“ deklariert.


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