Der Amazon Kindle und andere Tablet-PCs – neumodischer Irrsinn oder durchaus hilfreich?

Das gute alte Buch hat unter den jungen Menschen immer mehr ausgedient. Ersetzt werden die Schmöker durch die modernen E-Book-Reader wie den Amazon Kindle. Ebenso bevorzugt die Jugend von heute Tablet-PCs wie das Amazon Kindle Fire oder das iPad, um den Bedarf nach moderner und klassischer Literatur zu decken. Doch auch für Senioren haben die E-Book-Reader und Tablets durchaus Vorzüge parat.

Bequeme Handhabung und größere Schrift

Auch wenn manch ein Vertreter der Generation 50+ Geräte wie den Kindle als neumodischen Kram abtut, haben die modernen Geräte durchaus auch für Senioren einen großen Nutzen. Beispielsweise lässt sich mit den E-Book-Readern die Schriftgröße der Bücher verändern, so dass bei Menschen mit schwächeren Augen beispielsweise keine Lupe notwendig ist, während sich die Buchstaben auf dem Tablet mit einem einfachen Fingerklick vergrößern lassen. Zudem können die handlichen Geräte im kleinen Format ein treuer Begleiter an jedem Platz sein. Denn die Alternative zum Buch lässt sich bequem tragen und verstauen – was bei manch einem dicken Bestseller nicht der Fall ist. Darüber hinaus sorgen auch weitere zahlreiche kleinere Vorteile für den bevorzugten Einsatz der neumodischen Geräte auch bei der älteren Generation. So kann beispielsweise auf das Lesezeichen aus Papier verzichtet werden und ein Fleck auf dem Buch der Moderne lässt sich leichter entfernen als auf der gedruckten Variante.

Technische Überforderung und das Ende des Buches als Gefahren

Auch der Einsatz von Tablets oder E-Book-Readern als Alternative zum gedruckten Werk hat zwei Seiten der Medaille vorzuweisen. Neben den zahlreichen Vorzügen sind auch einige Kritikpunkte durchaus angebracht. So wirkt manch ein Zeitgenosse der Generation der Menschen, die älter als 50 Jahre sind, beim Einsatz dieser Geräte und des damit meist verbundenen Internets schnell überfordert. Auch wenn die meisten der Tablets einfach konzipiert sind, so können ältere Zeitgenossen mit fehlendem technischen Verständnis durchaus schnell an ihre Grenzen beim Einsatz der Geräte stoßen und die Lust am Entdecken der Literatur auf neumodische Weise verlieren. Zudem kritisieren Nostalgiker mit Blick auf den zunehmenden Einsatz der neuen Technik das drohende Aussterben des klassischen gedruckten Buches. Auch wenn die Anzahl der verkauften gedruckten Werke sicherlich rapide abnimmt, so scheint ein komplettes Aus für das gute alte Buch doch eher unwahrscheinlich. Denn trotz der modernen Technik gibt es auch für viele junge Menschen nichts Schöneres, als an kalten Winterabenden vor einem offenen Kaminfeuer in einem dicken Buch der großen Weltliteratur bei einer warmen Tasse Tee zu schmökern.


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
3,75 von 5 Punkten, basierend auf 4 abgegebenen Stimmen.


Bewerten Sie diesen Artikel - Hinterlassen Sie gerne auch ein Kommentar!
Loading...

Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Elke kommentierte am 28. Februar 2015 at 19:39

    „Tablets oder E-Book-Readern als Alternative zum gedruckten Werk „.. googlen und skypen, alles ganz toll – aber was wird daraus wenn Senioren (und ich schließ mich da nicht aus) umziehen (müssen)? WLAN im Alten-u Pflegeheim..? so sehen Zukunftsträume aus. Momentan kenne ich es nur, daß Bewohner sich freuen, wenn sie einen Fernseher auf dem Zimmer haben dürfen.

Kommentar schreiben

(auch anonym möglich)

Hier haben Sie die Möglichkeit den Beitrag (wenn Sie mögen anonym) zu kommentieren und Ihre Erfahrungen und Meinungen zu schildern. Wir freuen uns über jeden Kommentar! Bitte beachten Sie jedoch, dass wir politische Hetze gegenüber Minderheiten und Aufrufe zu Gewalt nicht veröffentlichen werden.

Seniorenbedarf.info