Hausnotrufsysteme – mit Sicherheit mehr Sicherheit?

Mit Nutzung des Hausnotruf lässt sich rasant Hilfe organisierenDas System ist denkbar einfach: man trägt ein kleines Gerät am Handgelenk, welches einen Sender integriert hat. Kommt man in eine bedrohliche Lage, sei es ein Kreislaufzusammenbruch oder ein schlimmer Sturz, ist per Hausnotruf sofort Kontakt zu einer Notrufstelle hergestellt. Ist so eine Absicherung bezahlbar? Und gibt es bessere Alternativen?

Warum ein Hausnotruf?

Die allgemeine Angst vor gesundheitlichen Problemen bei Senioren ist groß. Besonders der Verlust der Selbstständigkeit und die Minderung der Mobilität machen Menschen im hohen Alter laut Umfragen am meisten zu schaffen. Zudem befürchten 28 Prozent der Frauen über 60 Jahre, sowie 24 Prozent der Männer, „allein alt werden“ zu müssen. Damit verbunden ist natürlich die Angst, in Extremsituationen seinem Schicksal hilflos ausgeliefert zu sein. Und da in den goldenen Jahren die eigenen vier Wände der wohl häufigste Aufenthaltsort sind, kommt es hier meist zu akuten Problemsituationen.

Abhilfe soll dabei die Idee des Hausnotruf schaffen. Hierbei kann im Notfall medizinische, therapeutische oder pflegerische Hilfe auf Knopfdruck angefordert werden. Genauer lässt sich über ein elektronischen Armband Kontakt zu einer Notrufzentrale aufgenommen werden, der die Kontaktdaten des Hausnotruf-Nutzers vorliegen. Somit genügt eine kurze Schilderung des Problems, um dem Notrufdienst zu ermitteln welche Art von Hilfe (Angehörige, Hausarzt, Rettungsdienst) benötigt wird. Bis selbige dann eintrifft, bleibt man in Kontakt zur Notrufstelle, was vielen Menschen das Gefühl nimmt, mit dem Problem „allein gelassen“ zu werden.

Hausnotrufsysteme – Kosten kontra Alternativen

Nicht zu vernachlässigen sind jedoch die Kosten für einen solchen Hausnotruf. Neben einer monatlichen Grundgebühr sind einmalige Installationskosten und Aktivierungsgebühren, sowie die Gerätekosten oftmals zusätzlich zu leisten. Die geschlossenen Verträge sind nicht immer monatlich kündbar und können auch sonst Fallstricke im Kleingedruckten enthalten.
Daher argumentieren viele: ein schnurloses Haustelefon oder ein Seniorenhandy tun es auch. Selbige Geräte sind allerdings auf Funktionalität des jeweiligen Netzes angewiesen, wohingegen der Hausnotruf eine Erreichbarkeit in der Regel garantiert. Weiterführend hat man bei der Nutzung eines Telefons die Problematik, die Hilfestelle erst einmal erreichen zu müssen. In nicht wenigen Krankenhäusern oder Pflegedienste verharrt man als Anrufer mitunter einige Momente in der Warteschleife – bei einem Kreislaufzusammenbruch zählt jedoch jede Sekunde, die der Betroffene fähig ist Kommunikationsmittel zu nutzen.

Sicherheitsdienlich oder einschränkend?

Grundsätzlich sind Hausnotrufsysteme eine sicherheitsdienliche Ergänzung. Interessieren Sie sich für derartige Sicherheitsmechanismen, sollten Sie unbedingt mehrere Anbieter für Hausnotruf konsultieren und Ihre Entscheidung überschlafen. Manche Menschen sind nach Abschluss über das Gefühl von Sicherheit erfreut, registrieren aber schnell, dass sie das Sicherheitsarmband aber in Ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt. Außerdem fühlen sie sich durch die Apparaturen der Hausnotrufsysteme immerzu an Bedrohungen erinnert und beginnen sich so im Affekt immer mehr einzuigeln. Daher muss jeder Mensch für sich entscheiden, ob dieses Notrufsystem das richtige für ihn ist.

Hausnotruf-Anbieter finden


Das Foto / Bildmaterial ‘ambulance’ stammt vom Fotografen Till Krech, CC-Lizenz (BY 2.0) | http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Anonymous kommentierte am 12. März 2017 at 16:22

    Bitte beseitigen Sie Ihre Rechtschreibfehler

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