Elektrisches Fahrrad – sich energisch Mobilität verschaffen

Besonders im steigenden Alter kann ein Elektrofahrrad neue Möglichkeiten in puncto Mobilität bedeutenStundenlange Touren durch malerische Herbstwälder, eine unkomplizierte Möglichkeit, schnell noch ein paar Besorgungen zu machen oder ein optimales Gefährt, um auch im gehobenen Alter noch zu sportlichen Höchstleistungen aufzulaufen: das Fahrrad. Für viele jedoch wird es immer schwerer ins Pedal zu treten. Dabei kann eine neue Fahrrad-Technologie nun Abhilfe schaffen: das Elektrofahrrad.

Gegebene Vor- und Nachteile des altbewährten Fahrrads

In Deutschland gibt es fast 70 Millionen Fahrräder. Davon werden etwa 30 Millionen regelmäßig bewegt, weshalb Deutschland mehr und mehr den Ruf einer „Radfahrernation“ innehat. Doch wo auf der einen Seite die Klimafreundlichkeit, der Gesundheitsaspekt und die Kostenersparnis beim Fahrradfahren hervorstechen, sehen Kritiker eine erhöhte Unfallgefahr (vor allem in Städten). Zudem sei die Nutzung des Drahtesels meist schweißtreibend und somit für Berufstätigte als Fortbewegungsmittel unhaltbar. Außerdem wäre die Belastungskapazität und Transportierfähigkeit beschränkt und somit nicht für Lastentransport wie beim Einkauf geeignet.

Elektrisch betriebene Fahrräder?


Im Jahre 1989 entwickelte der Elektro-Pionier Michael Kutter die ersten Prototypen des sogenannten E-Bikes, einem elektrisch betriebenen, leichtmotorisierten Fahrrad. Ideen dazu reichen schon länger zurück, doch Kutter kombinierte gezielt das Fahrrad mit Elektrizität. Inzwischen hat sich eine ganze Industrie auf die Herstellung und den Vertrieb von Elektrofahrrädern spezialisiert, schließlich kombinieren diese Komfort mit Mobilität. Unterschieden wird beim elektrischen Fahrrad grundsätzlich in:

  • Elektrische Fahrräder, die mit limitierter Tretunterstützung arbeiten
  • Elektrische Fahrräder, die keine Limitierung in der Tretunterstützung aufweisen
  • Elektrische Fahrräder, die über einen Zusatzantrieb verfügen
  • Elektrische Fahrräder, die sich gar nicht mehr selbst treten lassen

Jene Elektrofahrräder, die eine Tretunterstützung nutzen, werden auch Pedelec genannt. Dies steht für Pedal Electric Cycle, also ein Fahrrad, das erstlinig pedalbetrieben ist und dennoch über ein elektrisches Rad verfügt. Ist die elektrische Tretunterstützung limitiert, d. h. die Geschwindigkeit ab 25 km/h selbst regulieren, gelten die Pedelecs im Sinne der Straßenverkehrsordnung als Fahrräder.

Gibt es diese Regulierung nicht, oder verfügen die Fahrräder über einen generellen Zusatzantrieb, müssen Sie als Kleinkraftrad versichert und versteuert werden. Und dann wird sogar ein entsprechender Führerschein Pflicht.

Informationen zum Pedelec auf einen Blick:

  • Keine Helmpflicht
  • Bis 25km kein spezieller Führerschein und keine Versicherung benötigt
  • Aufladen an häuslicher Steckdose möglich, Ladezeiten dabei variieren
  • 40 – 80 km Reichweite
  • Gewicht etwas höher als bei normalen Fahrädern

Einführungskurs durchaus sinnvoll


Mit dem e-Bike können Menschen im Alter weite Strecken zurücklegenSo hilfreich die Technologie des elektronischen Fahrrads auch ist: eine Einführung unter Aufsicht von geschultem Personal ist nicht zu vernachlässigen, besonders bei vorliegenden Alterserkrankungen. Beispielsweise gilt es, die Kombination aus eigenem Treten der Pedalen und der Unterstützung durch den Elektromotor abzustimmen. Zu schnell kann es sonst vor allem in Kurven zu Unfällen kommen, die bei immerhin 25 km/h mit gefährlichen Verletzungen einhergehen können. Die Bedenken gegenüber der goldenen Generation bei der KFZ-Führung machen also auch bei dieser Lösung nicht halt.

Doch ist das Führen des Elektrofahrrad für Senioren erst einmal geläufig, können auch längere Fahrradtouren trotz älter werdenden Knochen noch problemlos gemeistert und auch Einkäufe mit einem gesattelten Einkaufskorb optimal transportiert werden.


Bildmaterial: wurde erstellt von den Fotografen Rainer Sturm und Günter Havlena (pixelio.de)


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