Ernährung von Senioren: DGE kritisiert gängige Essgewohnheiten

Essgewohnheiten von Senioren vom DGB kritisiertNicht einmal im gehobenen Alter ist es vielen Menschen endlich deutlich geworden: gesunde Ernährung und das allgemeine Wohlbefinden sind unmittelbar miteinander verknüpft. Wer fettige und ungesunde Speisen isst, belastet seinen Körper und hat sowohl kurzfristig als auch langfristig mit diversen Krankheitserscheinungen zu rechnen. Daher sollte man so früh wie möglich auf eine ausgewogene Ernährung achten.

DGE warnt: zu viel Fleisch, zu hoher BMI

Aus einer Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. vom Anfang diesen Jahres geht hervor: die Ernährung der Deutschen ist im hohen Alter keineswegs als gesünder einzustufen. Bei den rund 2,3 Mio. pflegebedürftigen Menschen seien die gleichen Gewohnheiten zu verzeichnen, wie beim Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung.

Fleisch bzw. Fleischwaren werden im Übermaß konsumiert, Fisch und vor allem pflanzliche Lebensmittel wandern viel zu selten auf den Esstisch. Calcium, Vitamin D, Vitamin E, Folat und Ballaststoffe sind ebenfalls in zu geringen Anteilen in der Alltagsnahrung enthalten.

Rund ein Drittel der Studienteilnehmer sind als adipös einzustufen, der durchschnittliche BMI lag bei 28, was einem vergleichsweise hohen Wert entspricht. Die Ernährungsgewohnheiten seien allgemein als überaus verbesserungswürdig einzustufen.

Blick nach Amerika

Blickt man über den großen Teich lässt sich in der Esskultur ein neuer Trend feststellen. BIO-Märke verzeichnen Rekordzahlen, Gütesiegel werden dort immer wichtiger und Gerichte aus biologisch zertifiziertem Anbau werden immer beliebter, wie der US-amerikanische Anbieter Whole Foods Market eindrucksvoll zeigt. Selbst ALDI versucht sich mit einem neuem Geschäftsmodellen im Bio-Segment. Die Nachfrage nach gesunder und nachhaltiger Ernährung ist im absoluten Aufwärtstrend.

Während das klassische Vorurteil von Fast Food und anderen fettigen Gerichte immer weniger zuzutreffen scheint und schlechte Ernährung in amerikanischen Großstädten immer mehr verpönt wird, sind die Ernährungssünden in deutschen Metropolen immer noch unabgeschwächt zu beobachten. Zu wenig Obst und Gemüse, zu wenig Wassergenuss und der Verkehr von süßem und fettigem Essen spiegeln die Gewohnheiten der 16- bis 79-jährigen ernüchternd wieder.

Trinken außerordentlich wichtig!

Um der inneren Austrocknung vorzubeugen und in Organen und Zellen den Stoffwechsel sicherzustellen, empfiehlt die DGE folgende Flüssigkeitszufuhr: Mindestens 25 Mililiter pro Kilogramm, besser 30 ml pro kg und bei sportlicher Betätigung 35 ml pro kg.

DGE stellt Ernährungsregeln auf

Um mehr Abwechslung in die Nahrungsaufnahme zu bringen, rät der DGE zum Verzehr von Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Getreideflocken. Auch Kartoffeln gehören zu den unbedenklicheren Nahrungsmitteln. Eine wichtige Ergänzung stellen aber auch tierische Lebensmittel wie Milch und Fisch dar. Zur Aufnahme von Fetten rät der DGE verstärkt pflanzliche Fette zu konsumieren und beim Fleischverzehr möglichst fettärmere Kost zu bevorzugen: Schweinefleisch ist um einiges fettreicher als etwa Geflügelfleisch. Auch die Inhaltsstoffe von Fertiggerichten sollten genau unter die Lupe genomen werden.


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