Essay: Der Medienwalze positiv begegnen? Schon die Erkenntnis reicht!

Die modernen Medien machen die Gegenwart noch rasanter - doch es bleibt die Entscheidung des EinzelnenMan mag manchmal schon zweifeln. Die „neue Zeit“ – auch bekannt als Gegenwart – bringt allerlei Innovation. War ja schon immer so. Doch fühlt man sich mitunter umlullt von Informationen und Zeitberichterstattung, aber eben auch Werbung, die nüchtern betrachtet wertlos in die eigenen Gedanken Einzug halten. Dieses Essay also ein verzweifelter Schrei nach Informationsdiät? Nein, dies ist nur eine Momentaufnahme, die das Nachdenken etwas kultivieren soll.

Denn das Leben besteht – junge Leser werden dies vielleicht bezweifeln – eben nicht nur aus Schlagzeilen, Skandalen und Bits and Bytes. Es frohlocken mit jedem Tag grelle Naturfarben, lachende Kindergesichter und freund- und partnerschaftliche Wärme. Nur die dafür vorgesehene Zeit, die muss man sich selbst gönnen.

Zeit als wertvollstes Gut

Zeit, der bedrohlichen Finanzkrise und dem eigenen existentiellen Niedergang mal nicht so ängstlich zu begegnen. Zeit, die überall lauernden Krankheiten nicht über zu bewerten und als mündiger, westeuropäischer Bürger als Teil der allgegenwärtigen Endlichkeit zu betrachten. Und vor allem Zeit, den zwischenmenschlichen Stressfaktoren die kalte Schulter zu zeigen und seine Mitmenschen freundlich darauf zu verweisen, dass es insgesamt vielleicht doch gar nicht so schlecht bestellt ist um unsere Existenz.

Es gibt ironische Menschen, die behaupten die Besorgnis sei ein deutsches Phänomen. Und tatsächlich sind Mitmenschen aus Ländern der vermeintlichen dritten Welt wissenschaftlich bewiesen glücklicher, als der Durchschnittseinwohner der finanzindustriellen bundesrepublikanischen Großmacht. Wer fast überall von Niedrigzinsangeboten, Finanzierungsralleys und Es-Geht-Besser-Reklame umgeben ist, kann z. B. Geld nicht unbefangen bewerten.

Mediale Überflutung ertränkt Positivismus

Das Syndrom setzt sich in vielen Lebensbereichen fort: „Wahre Liebe“ anstelle von einer Symbiose fürs Leben. Karrierismus entgegen Lebenszeit im Kreise der Familie. Krim-Krise und nicht Austausch über lokale Herausforderungen. Werbeunterbrechung: Diabetes jetzt heilbar! Nur hier und sofort! Schreckensmeldung: Mann zerteilt Baby. Bayern München jedoch amtierender Top-Club. Wetter heiter bis schwarzwolkig.

Oft verbringt man einen nicht zu verachten Teil seiner Lebenszeit damit, sich von all diesen Info-Einschlägen zu sammeln.

Aber nichtsdestotrotz: man bleibt mündig. Träume sind vielschichtiger. Und die Erkenntnis darüber selbst ist der Schlüssel zu einem von Aufdring-Medien unbeschwerten Leben.

Geschildertes haben schon mehr Menschen erkannt, als man bisweilen zu vernehmen vermag. Die Gesellschaft ist im Umbruch, frischer Wind weht um die werbetauben Ohren. Und eines Tages wird klar: wer diese Themen nicht einbringt, stoppt sie. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen. Gewohnheitstiere wie die inneren Schweinehunde sind schneller handzarm, als der eigene Verstand manchmal zu vermitteln vermag.


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 2 abgegebenen Stimmen.


Bewerten Sie diesen Artikel - Hinterlassen Sie gerne auch ein Kommentar!
Loading...

Kommentar schreiben

(auch anonym möglich)

Hier haben Sie die Möglichkeit den Beitrag (wenn Sie mögen anonym) zu kommentieren und Ihre Erfahrungen und Meinungen zu schildern. Wir freuen uns über jeden Kommentar! Bitte beachten Sie jedoch, dass wir politische Hetze gegenüber Minderheiten und Aufrufe zu Gewalt nicht veröffentlichen werden.

Rentner, Senioren, ältere Menschen, goldene Jahre, Herbst des Lebens, Silver Surfer - Bezeichnungen für die Leser dieses Magazins gibt es viele. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir in unseren Publikationen so weit wie möglich mit neutralen und wertfreien Bezeichnungen arbeiten bzw. allgemein an "den Leser" adressieren.
Seniorenbedarf.info