Fahrradfahren – Abenteuer mit jedem Pedaltritt

Viele Senioren lieben Fahrrad Touren durch malerische LandschaftenDer Drahtesel gehört seit eh und je zu den beliebtesten Mobilitätsgaranten in Deutschland. Und besonders im gehobenen Alter lockt er viele Menschen zur sportlichen Betätigung mit passioniertem Erkundungscharakter. Denn es gibt kaum ein geeigneteres Mittel, um die Schönheit der Landschaft zu erleben und gleichzeitig etwas für den Körper zu tun.

Nach offiziellen Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands beläuft sich der Fahrradbestand der Deutschen auf inzwischen über 70 Millionen Fahrräder. Eine gewaltige Zahl, die aber eindrucksvoll wiederspiegelt, wie beliebt das Fahrradfahren dieser Orts ist. Besonders an den Wochenenden schwingt man sich auf den Drahtesel und steuert malerische Feldwege, imposante Waldpfade oder weitläufige Deichrouten an.

Speziell die Gruppe der älteren Fahrradfahrer verfolgt ihr Hobby mit Ehrgeiz und Liebe. Wo bisher nur an den Wochenenden oder im Urlaub wirklich Zeit für ausgedehnte Fahrradtouren blieb, hat man nun viel mehr Freiraum für das passionierte Radeln. Allein, mit Partner oder Familie, oder im Verbund mit anderen Fahrradbegeisterten hat sich ein Pedal-Elan etabliert, den man bisher nur aus dem Land der „Tour de France“ kannte.

Eine Wohltat für den Körper

Fahrradfahren beschwert neben Naturästhetik und geistigem Wohlbefinden aber noch weit mehr. Der Körper wird vielseitig gefördert: Beinmuskulatur, Rückenmuskulatur, aber auch Bauch und Po profitieren von der sportlichen Betätigung. Gelenke oder der Stützapparat werden dabei nicht belastet. Im direkten Vergleich mit Joggen entfällt das Ausprallen des Fußes, die verwendete Energie fließt ausschließlich in die Vorwärtsbewegung. Insbesondere bei Erkrankungen von Herz und Kreislauf oder bei Bluthochdruck ist Fahrradfahren ebenso konditionsfördernd wie das Joggen, beansprucht den Körper aber weit weniger. Es steigert die Stresstoleranz, wirkt präventiv gegenüber Tumorerkrankungen und eignet sich überdies ideal als Diätergänzung.

Sinnvolle Vorkehrungen treffen

Wichtig ist jedoch die Unfallgefahr nicht außer Acht zu lassen. Laut dem Bundesamt für Straßenwesen sind Fahrräder häufig in schwere Unfälle verwickelt, was das Tragen eines Helms und zusätzlicher Schutzkleidung unabdingbar macht. Das verkehrstaugliche Fahrrad sollte neben obligatorischen Bestandteilen wie Lenker, Rahmen und einer funktionstüchtigen Bremse über folgende Komponenten verfügen:

  • geräuschstarke Klingel
  • Lichtmaschine inkl. Licht vorn und hinten
  • einen festen Ständer
  • einen Kettenschutz und ein Schutzblech
  • Reflektoren am Vorder- und Hinterrad
  • eine ständig mitgeführte Luftpumpe

Fachkundige Fahrradhändler

Gut für Umwelt und Körper - Fahrräder sind ein optimales FortbewegungsmittelIst man an umfangreichen Reparaturen oder einem Fahrradkauf interessiert, so ist die Infrastruktur an Fahrradhändlern inzwischen außerordentlich ausgeprägt. Egal ob Trekkingrad, Rennrad, Mountainbike oder klassischem Fahrrad: die Fahrradfachgeschäfte sind fachlich auf neustem Stand, begeistern sich selbst für die Materie und halten meist wertvolle Ratschläge bereit. Und auch wenn bei modernen Modellen die Verkaufspreise für Räder oft denen von kleinen Gebrauchtwagen Konkurrenz machen, sind Ersatzteile und Reparaturen bei Durchschnittsmodellen bezahlbar und zuverlässig.

Schonend für die Umwelt

Eine interessante Innovation im Fahrradbereich stellt das Elektrofahrrad dar. Besonders die halbautomatische Variante leistet wertvolle Hilfe, wenn der Berg zu steil wird oder die Kondition nach einem langen Ausflug nachlässt. So müssen Senioren auch bei zunehmenden gesundheitlichen Engpässen nicht auf ihre Passion verzichten und können dem Fahrradkult uneingeschränkt frönen. Meist werden diese Geräte durch ein Energiespeicherungssystem betrieben, sodass man trotz elektronischer Unterstützung keine Belastung für die Umwelt fürchten muss. Ebenso wenig, wie man mit einem Elektrorad keinen Berg mehr fürchten muss.

Aufgrund der Klimaverträglichkeit des Fahrradfahrens gibt es in nahezu jeder Region Initiativen für Fahrradfahrer. Landkreise bauen Radwege massiv aus, zusätzliche Fahrradständer und Unterstellmöglichkeiten werden auch in urbanen Bereichen installiert. In Hamburg wurde gar das Stadtrad ins Leben gerufen, einem immer abrufbaren Fahrrad, welches bei einer Station abgeholt werden und bei einer anderen zurückgegeben werden kann. Die Kosten belaufen sich auf Centbeträge, weil der Umweltschutz im Vordergrund steht.

Bildnachweise: Das verwendete Bild ‘Shade at Carmel River Beach‘ wurde vom Fotografen ‚Brian McIntyre‘ erstellt. Das Bild ‚Over the Bridge‘ von ‚David Hunter‘. Beide Werke unterliegen der CC-Lizenz (BY 2.0) | http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de


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