Handytarif Angebote am Markt – für Senioren oft unnötig teuer

Senioren nutzen das Handy viel seltener als junge MenschenDas Telefon ist in unserer Gesellschaft zum festen Bestandteil des Alltags, gar eine Selbstverständlichkeit geworden. Doch während technikversierte Menschen Ihre Mobiltelefone für Internetzugang nutzen oder sogar Ihre Online-Einkäufe damit abwickeln, ist anderen vorallem die Möglichkeit wichtig im Ernstfall die engsten Verwandten und Freunde erreichen zu können. Besonders Senioren stoßen dabei auf ein Problem: die Tariflandschaft ist auf Viel-Telefonierer ausgerichtet.

Festnetzanschluss war einmal

Die meisten modernen Telefonverträge haben nicht nur den heimischen Festnetzanschluss inbegriffen. Wenn dieser überhaupt noch genutzt wird, so rückt er doch in den Hintergrund. Denn rasante Internetverbindungen, vielseitige Flatrates in alle verfügbaren Netze und gar Auslands-Spezialpakete mit integrierter „IP-Telefonie“ sind heute gefragt.

Die jüngere Generation und Technikbegeisterte freuen sich, schließlich ermöglichen die neuen Kommunikationsmöglichkeiten immer schnellere – gar permanente – Verbindung zu den Bekannten und Kollegen. Hohe Telefonrechnungen aufgrund einer frischen Liebe gehören der Vergangenheit ebenso an, wie blasse Geschäftsführer, die die Monatsabrechnung für die Telefone der Mitarbeiter zu Gesicht bekommen. Ein Segen für alle?

Doch der Fortschritt hat auch seine Nachteile. So sind die heutigen Telefonpakete zwar allumfassend, der Durchschnittspreis klettert dafür selbst für die „normalen“ Tarife gerne mal auf stolze Summen von über 50 EUR im Monat. Der technische Fortschritt diktiert die allgemeinen Kosten.

Senioren meist Wenigtelefonierer

Dabei haben Wenigtelefonierer – häufig Senioren – kein Interesse daran, teure Pakete ungenutzt zu buchen, zumal nicht jeder Mensch im gehobenen Alter Geld zu verschenken hat. Zwar berücksichtigt der Gerätetypus Seniorenhandy durch große Tasten und ein gut sichtbares Display die altersbedingten Anforderungen an den Bediener. Die in Verbindung mit Seniorenhandys angebotenen Tarif-Pakete sind meist jedoch eher für einen sehr regelmäßigen Telefonierer ausgelegt. Denn nur so verdient das Mobilfunkunternehmen sein Geld, nachdem Minutenpreise aus der Mode gekommen sind.

Die Deutschen telefonierten in 2012 insgesamt 178 Milliarden Minuten mit dem Festnetz. Die Mobilfunkgespräche erreichen zwar noch nicht diese Ausmaße, wachsen jedoch stetig. Gespräche mit dem Handy machen in Deutschland fast 40 Prozent aller Gesprächsminuten aus – vor 4 Jahren waren es erst 30 Prozent.



Telefone für Senioren - Technik für die Best Ager

Wer wirklich wenig telefoniert sollte jedoch eher auf eine Prepaid-Karte setzen, um hundertprozentige Kostenkontrolle zu haben. Doch auch hier gibt es schwarze Schafe, wie die Stiftung Warentest in einem Vergleich ans Licht gebracht hat.

Grundsätzlich sollte man sein Telefonverhalten über mehrere Monate beobachten und sich dann für die jeweils passende Variante entscheiden. Fest steht jedoch: Festverträge mit jahrelangen Laufzeiten und schlechten Kündigungsfristen sind nicht mehr zeitgemäß. Hier sollte man vor einem Vertragsabschluss ganz genau hinschauen.

Bildquelle: Auremar – Fotolia


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