Investmentfonds – eine sinnvolle Kapitalanlage für Senioren?

Senioren sollten Investmentfonds nicht leichtfertig nutzen, obgleich sie hohe Rendite bergen könnenDie Zeiten, in denen Senioren ihre Ersparnisse unter die Matratze gelegt oder auf ein Sparbuch gepackt haben, sind lange vorbei. Die Generation 60+ legt ihr Geld heute sinnvoll an und beweist dabei mehr Mut als viele junge Anleger. Doch liegt sie damit uneingeschränkt richtig?

Vermögende Senioren – sichere Anlagen

61 % der Deutschen die über 50 Jahre alt sind besitzen heute Vermögen. Diese Zahl zeigt wie interessiert Senioren daran sind ihr Geld nicht nur einfach zu sparen, sondern es vielmehr gut und sicher anzulegen. Das gute alte Sparbuch hat zwar noch immer nicht ausgedient, aber es sind in der Regel nur die über 70-Jährigen, die diese Form der Kapitalanlage bevorzugen. Die jüngeren Senioren setzen hingegen auf Festgeldanlagen, Bundesschatzbriefe, auf Gold und Silber sowie auf Aktien.

Speziell Immobilien gehören zu den Werten, die Senioren als Geldanlage schätzen, denn knapp 50 % der über 50-Jährigen haben ein eigenes Haus, und rund 6 % sind stolze Besitzer einer Eigentumswohnung.

Warum Aktien bei Senioren so beliebt sind

Während die Jugend ihr Glück in Fonds sucht, verlassen sich die Älteren gerne auf einzelne Aktien. Und die Bilanz der jungen Alten kann sich sehen lassen. Eine Depotauswertung der DAB-Bank, an der 450.000 Kunden der Bank teilnahmen, zeigt Zahlen die keinen Zweifel lassen. So erreichte die Gruppe der Kunden zwischen 18 und 39 Jahren durchschnittlich eine Rendite von 2,8 % pro Jahr, die Gruppe der Kunden zwischen 40 und 59 Jahren schaffte immerhin eine Rendite von 4,9 %, aber die Gruppe der Kunden über 60 Jahre konnte mit 5,2 % Rendite überzeugen.

Aktien werden bei der älteren Generation immer beliebter, das zeigt auch die Zahl von fast 59 % der Senioren, die ein Aktiendepot betreiben. Die junge Generation ist mit knapp 49 % dabei und versucht ihr Glück eher mit Investmentfonds. Das kommt aber bei den Senioren nicht so gut an, denn nur knapp 26 % der älteren Anleger nutzen Investmentfonds zur Kapitalanlage.

Anlegen und sparen

Warum mögen Senioren Aktienfonds? Das mag daran liegen, dass Aktienfonds auch steuerliche Vorteile genießen. Ihren Wertzuwachs verdanken Aktienfonds den Gewinnen durch die Zinsen, und diese Zinsen sind, wenn ein Jahr Sperrfrist vergangen ist, von der Steuer befreit. Es sind lediglich die Ausschüttungen aus den Dividenden, für die Steuern bezahlt werden müssen. Auch kann die Rendite überdimensional steigen, was für einige (angehende) Senioren in Hinblick auf die ernüchternde gesetzliche Rentenberechnung sicher ein attraktiver Anreiz ist.

Allerdings sollte auch bei der Kapitalanlage mit Aktienfonds nie vergessen werden, dass der Aktienmarkt ein schnelllebiges und mitunter auch unsicheres Parkett sein kann. Im schlimmsten Fall kommt es zu hohen Verlusten, die bei älteren Anlegern nicht mehr so leicht aufgefangen werden können.

Alle Senioren, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten nicht allein auf Aktienfonds setzen, sondern sich für eine Mischung aus mehreren Investmentformen entscheiden. Wer nur auf Aktien setzt, der muss ein solides Finanzpolster haben, um bei schwachen Kursen keinen totalen Einbruch zu erleben. Wer bei schwachen Kursen verkaufen muss, der hat sehr bald kein Vermögen mehr.

Recherchequellen:

Bildquelle: ASK-Fotografie – Fotolia


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