Private Krankenversicherung: Sparen durch internen Tarifwechsel

Mithilfe eines internen Tarifwechsels lässt sich die PKV günstiger machen

Viele Privatversicherte haben es bereits schmerzlich erfahren: die privilegierten Leistungen haben nicht nur ihren stolzen Preis – vielmehr steigt dieser auch regelmäßig und scheinbar unkontrollierbar an. Was können speziell langjährig Versicherte gegen Beitragserhöhungen tun? Gibt es eine Alternative zum Wechsel der Versicherungsgesellschaft?

Deutliche Beitragserhöhungen in 2015


Wie in den letzten Jahren sind auch 2015 wieder Millionen privat Krankenversicherte von teilweise deutlichen Beitragserhöhungen betroffen. Experten gehen von einer durchschnittlichen Steigerung um sieben bis zehn Prozent aus – in einigen Tarifen sind sogar Anpassungen von bis zu 39 Prozent bekannt. Die Begründungen der Krankenversicherungen für diese Entwicklung sind immer die gleichen: Zunehmende Lebenserwartung, steigende medizinische Ausgaben, höhere Gesundheitskosten.

Ältere Versicherte betroffen

Besonders hart treffen die Beitragserhöhungen ältere Versicherte mit einem geringen Einkommen sowie Rentner. Viele können oder wollen die hohen Beiträge inzwischen nicht mehr zahlen und suchen nach Auswegen aus der Kostenfalle. Versicherte unter 55 Jahren haben unter bestimmten Voraussetzungen noch das Recht, zurück in die gesetzliche Krankenversicherung zu wechseln – in diesem Fall verlieren sie jedoch die über Jahre hinweg angesparten Altersrückstellungen.


Für ältere Menschen über 55 Jahre besteht diese Wechseloption nicht mehr. Sie können sich zwar bei einer anderen Gesellschaft versichern lassen, doch das würde ebenfalls zu einem – zumindest teilweisen – Verlust der Altersrückstellungen führen. Zudem steht in diesem Fall eine erneute Gesundheitsprüfung an. Auch durch Leistungsverringerungen lassen sich Beiträge senken. Vor diesem Schritt raten Experten jedoch ab, da gerade ältere Menschen auf einen guten und angemessenen Versicherungsschutz Wert legen sollten.

Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft

Doch es gibt eine andere lohnenswerte Möglichkeit, die Beiträge schnell und ohne Leistungseinbußen zu senken: der Tarifwechsel innerhalb der bestehenden Versicherungsgesellschaft. Der Versicherte bleibt bei seiner Gesellschaft und wechselt lediglich in einen günstigeren Tarif – so sind Einsparungen von durchschnittlich 40 Prozent möglich. Das Leistungsniveau bleibt dabei gleich oder verbessert sich sogar. Die Tarifumstellung ist unabhängig von Alter und Gesundheitszustand des Versicherten jederzeit möglich. Eine erneute Gesundheitsprüfung ist nicht erforderlich und die Altersrückstellungen werden vollständig angerechnet.

Blockademaßnahmen der Versicherungen


Das Problem: Die Versicherungskonzerne versuchen in vielen Fällen, einen Tarifwechsel zu erschweren oder sogar zu verhindern. Schließlich verdienen die Gesellschaften an den Beiträgen ihrer Kunden und haben somit kein Interesse daran, dass die Versicherten weniger zahlen. Blockademaßnahmen und Verzögerungstaktiken sind daher an der Tagesordnung. Sollten die Gesellschaften ihren Kunden vermeintlich günstigere und bessere Alternativtarife anbieten, sind diese oftmals nicht die optimalen sondern nur drittklassige Lösungen. Der Versicherte sollte sich diese Tarife daher genau ansehen und die Hilfe von Experten in Anspruch nehmen, die die Tarifwelt kennen und diese Optionen einschätzen können.

Lesertipp: wenn Sie im Rahmen eines internen Tarifwechsels eine Selbstbeteiligung von z. B. 1500 EUR auf 350 EUR reduzieren, so kann die Gesellschaft das als „Leistung“ ansehen und den Tarifwechsel mit hohen Kosten versehen.

Danke an Herbst L. aus Frankfurt (A. d. R.)

Hilfe von unabhängigen Beratern


Das unabhängige Verbraucherschutzportal WIDGE.de hat sich darauf spezialisiert, Versicherte bei der Umstellung in günstigere Tarife zu unterstützen. Die Experten haben langjährige Erfahrung im Versicherungsbereich, sie beraten die Versicherten ausführlich, recherchieren Tarifalternativen und übernehmen die komplette Abwicklung des Umstellungsprozesses.

WIDGE.de handelt unabhängig und ausschließlich im Interesse des Versicherten. Eine Tarifüberprüfung bei WIDGE.de ist kostenlos und unverbindlich. Für die Versicherten wird nur bei erfolgreicher Umstellung eine Servicegebühr fällig.

Bildquelle: londoneye | iStockphoto – bereitgestellt von Widge.de


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Versicherter kommentierte am 11. September 2015 at 9:42

    Teuer ist leider auch nicht besser. Damit mein monatlicher Beitrag um 200 gesenkt wird, soll mein neuer SB auf 3000 erhöht werden. Als ich ihm mit widge.de gedroht habe, hat er gelacht und gesagt ich könne es versuchen, die werden mir auch nichts besseres geben, als das was er mit angeboten hat. Schließlich weiß ja die DKV am besten welche Tarife sie hat und bei mir ist halt nur das möglich. Ich werde widge nun versuchen!

  2. Pkv kommentierte am 26. März 2015 at 11:03

    Es sollte darauf hingewiesen werden, dass der privat kranken versicherte sich zunächst direkt an seine Gesellschaft wenden sollte. So können unter Umständen die teils horrenden Gebühren der Makler vermieden werden. Stellt sich darauf hin die Gesellschaft quer, kann man immer noch einen Versicherungsmakler wie WIDGE beauftragen die Interessen des Versicherungsnehmer durchzusetzen (WIDGE verdient an der Differenz des neuen zum alten Beitrag – Billig ist nicht immer gut!).

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