Faire Produkte: Was sagt das Fairtrade-Siegel aus?

FairtradeImmer mehr Deutsche achten verstärkt auf ethische Gesichtspunkte beim Kauf von Produkten. Vor allem Verbraucher über 50 Jahren setzten auf Nachhaltigkeit und Herkunft der Waren. Grund dafür ist ein Mentalitätswandel.

Das Prinzip der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und damit auch die Einsicht, dass unser heutiges Handeln einen großen Einfluss auf das Leben der kommenden Generationen hat, rückt in der Gesellschaft immer mehr in den Mittelpunkt. Man möchte den Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökonomisches, soziales und ökologisches Gefüge hinterlassen. Dies schließt auch heute schon einen fairen Handel von Produkten mit ein.

Vor allem älteren Menschen liegt der Leitgedanke der Nachhaltigkeit am Herzen. Sie wollen ihrer nachfolgenden Generation die Welt so hinterlassen, wie sie sie vorgefunden haben. Zudem verfügen sie über mehr finanzielle Mittel als junge Menschen oder Familien, um dies in die Tat umzusetzen.

Was ist Fairtrade und wieso ist es von Bedeutung?

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet im Deutschen „fairer/gerechter Handel„. Dabei sollen Bauern in Entwicklungsländern für ihre Produkte einen Mindestpreis bekommen und von diesen Einkünften auch leben können. Des Weiteren gibt es für Bauern, die Umwelt-, Qualitäts- und Sozialstandards berücksichtigen, eine Prämie.

Tairtrade SiegelMit dieser werden soziale Projekte in deren Umgebung unterstützt. Durch den fairen Handel soll Armut bekämpft werden und die Ausbeutung von Menschen und Ressourcen verhindert werden. Neben dem Fairtrade-Siegel, das für gerecht importierte Waren wie Kaffee, Kakao, Obst, Gemüse oder Baumwolle aus Entwicklungsländern steht, gibt es auch zahlreiche weitere Zertifizierungen und Siegel mit ähnlichen Zielen.

Obgleich man sich grundsätzlich darüber einig ist, dass fair gehandelte Produkte nicht fair gehandelten Produkten vorzuziehen sind, gibt es in der Suffizienz-Bewegung kritische Töne am Konsum an sich. So schreibt Marlen Hobrack in der ZEIT: „Ökologischer Konsum ist nichts anderes als die Milchmädchenrechnung einer hedonistischen Konsumentenschaft im Zustand allgemeiner Realitätsverweigerung“.

Wo kann man fair gehandelte Produkte kaufen?

Da die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten stetig wächst, kann man Waren, die fair gehandelt wurden, mittlerweile bei vielen deutschen Händlern erwerben. In nahezu allen Supermärkten findet man Lebensmittel mit dem Fairtrade-Siegel. Aber auch zahlreiche andere Produkte wie Kleidung, Schmuck oder Deko-Artikel sind als gerecht gehandelte Produkte erhältlich. Anbieter von fairen Waren erkennt man an ihrer Philosophie. Diese legt die Grundprinzipien fest, über die man sich vor dem Kauf informieren und mit ihnen übereinstimmen sollte. Bei rank a brand kann man zudem herausfinden, wie nachhaltig die verschiedenen Marken sind. So kann man beim Kauf das Ranking berücksichtigen.

Warum lohnt es sich, fair gehandelte Produkte zu erwerben

Waren aus fairem Handel sind häufig etwas teurer als konventionelle Artikel. Deshalb stellt sich für den Verbraucher die Frage, ob es sich wirklich lohnt, in diese zu investieren. Gerecht gehandelte Waren garantieren unter anderem:

  • Humane Arbeitszeiten
  • Keine Kinderarbeit
  • Sichere Arbeitsbedingungen
  • Umweltfreundliche Produktion
  • Faire Löhne

Sind faire Waren auch gleichzeitig Bio?

Diese Frage ist ganz klar mit „nein“ zu beantworten. Produkte, die sowohl Bio als auch fair sind, müssen jeweils ein Siegel für die jeweilige Auszeichnung besitzen.

Recherchequellen


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