Flexi-Rente 2017: Neues Hinzuverdienstmodell für die Rente

FlexirenteIn den letzten Wochen erreichen uns viele Anfragen zur Flexi-Rente und generell Rückfragen zu neuen Hinzuverdienstmodellen der deutschen Rentenversicherung. Grund genug den Rentenexperten Peter Knöppel wieder einmal zu Wort kommen zu lassen: Was ist die Flexi-Rente? Welchen Einfluss hat sie auf die Berechnung der Rente? Wer profitiert?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat auf Grund der Vorgaben der großen Koalition schon vor Monaten einen Referentenentwurf für die Einführung eines flexiblen Übergangs in den Ruhestand ausgearbeitet.

Inzwischen haben Bundestag und Bundesrat den konkreten Gesetzesentwurf mit dem sperrigen Namen “Entwurf eines Gesetzes zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben (Flexirentengesetz)” erfolgreich verabschiedet.



Flexi-RenteJetzt ist das Ziel, die Flexirente ab 01. Juli 2017 in Kraft treten zu lassen. Es stehen deutlich höhere Hinzuverdienstgrenzen bei freier Wahl der Höhe der vorgezogenen Rente in der Planung. Die allgemein bekannte Hinzuverdienstgrenze von 6.300 € (14x 450 €) im Jahr, soll auch bei der neuen Flexirente gelten. Nur der Hinzuverdienst wird flexibilisiert. Kürzungen der Renten auf ein Drittel, die Hälfte oder zwei Drittel wird es dann nicht mehr geben.

Der Umfang der Rente wird stufenlos geregelt. 40 Prozent des Hinzuverdienstes werden auf die über Rentenpunkte ermittelte Rente angerechnet. Wer also 100 € mehr verdient, dem werden bei der Rente des Folgejahres 40 € abgezogen.

Die Flexi-Rente in zwei Sätzen

Die Regierung will den Anreiz zum Arbeiten nach 67 durch höhere Rentenansprüche steigern. Zudem dürfen Arbeitnehmer zwischen 63 und 67 mit der Flexi-Rente mehr hinzuverdienen, sofern Sie das Modell der Teilrente wählen (welches bisher kaum genutzt wird).

Achtung: Obergrenze bei Flexi-Rente

Die 40%-Regelung gilt nur bis zu einer Obergrenze in der Höhe der bisherigen Bruttoeinkommen aus Arbeit. Dabei wird der höchste Wert aus den letzten 15 Jahren herangezogen. Wenn also unser Anton A im Beispielsfall mehr als 50.000 € Jahresbrutto neben der Teilrente dazuverdient, wird dieser Betrag voll gegen seine Rente gerechnet und es kommt zu keiner Rentenauszahlung. Das nächste Problem ist, und dies wird vielerseits verschwiegen, dass der vorzeitige Rentenbeginn für A auch Nachteile haben kann, weil er auf die hier festgestellten Entgeltpunkte einen rentenrechtlichen Abschlag erhalten kann, den er bei einer späteren Vollrente mit angerechnet bekommt.

Beispiel einer möglichen Flexirente:

Anton A, 63 Jahre alt, mit einem Jahreshöchstgehalt der letzten 15 Jahre von 50.000 Euro Brutto, möchte nur noch Teilzeit weiterarbeiten und gleichzeitig eine Teilrente in Anspruch nehmen.

Er würde nur noch 25.000,00 € Jahresgehalt – monatlich also ca. 2100 € brutto – erhalten. Er geht vorzeitig in Rente.

Die Rechnung im Rahmen der Flexi-Rente erfolgt also wie folgt:

Hinzuverdienst bei RenteDer Freibetrag von 6300 € (Hinzuverdienst monatlich 450 €, maximal in zwei Monaten auch 900 €) wird vom Jahresverdienst 25.000 € abgezogen (25.000 € – 6.300 € = 18.700 €). Nach der neuen Regelung sollen ähnlich wie bei der Einkommensanrechnung bei der Witwenrente jetzt 40 % von 18.700 € in Ansatz gebracht werden. Dies ergibt ein Betrag von 7.480 €.

Der 63-Jährige A hat in unserem Beispiel bislang einen Rentenanspruch von monatlich 1.500 Euro (jährlich 18.000 Euro) erworben. Von den 18.000 € werden jetzt 7.480 € abgezogen. Dies ergibt einen Betrag von 10.520 €. Der Mann kann beispielsweise eine Monatsrente von 750 Euro (9.000,00 Euro im Jahr) in Anspruch nehmen.

Zusammen mit seinem monatlichen Arbeitseinkommen von ca. 2.100 € und der Teilrente von 750 €, kommt unser Beispielsfall auf ca. 2.850 € monatliche Gesamteinnahmen. Nach der bisherigen Rechtslage wäre dies deutlich niedriger.

Aussicht der Flexi-Rente



Alles in Allem kommt aber die Flexibilisierung der Einkommensanrechnung auf die Altersrente den Einkommensanrechnungsvorschriften an die Witwenrente sehr nahe. Nicht zu vergessen ist, dass die Einkommen aus Arbeit und Rente weiter nach geltenden Recht versteuert werden müssen.

Die Flexi-Rente könnte ein großer Schritt in Richtung zukunftsgerechte Arbeit im Alter werden. Denn mit ihr können Unternehmen und ihre Mitarbeiter besser planen und das Wissen und die Erfahrung für viele Jahre weitertragen und so der Alterspyramide etwas entgegensetzen. Die Sozialversicherungssysteme könnten dadurch ebenfalls entlastet werden.

Die wirklich Bedürftigen profitieren laut VdK-Präsidentin Mascher aber nicht, die von NachDenkSeiten.de folgendermaßen zitiert wird:

Menschen, die bis ins hohe Alter gutbezahlte Jobs ausüben können, werden mit der Flexirente bevorteilt, während man diejenigen, die aufgrund ihres körperlichen oder psychischen Verschleißes z.B. eine Erwerbsminderungsrente in Anspruch nehmen müssen, weiter im Regen stehen lässt.

Unser ausführliches Interview mit Ulrike Mascher finden Sie hier.

Dirk Neumann von der IG Metall äußert sich in unserem Interview wie folgt zur Flexi-Rente:

Das Problem an der Flexi-Rente ist aus meiner Sicht, dass sie nur wenige Verbesserungen für diejenigen bringt, die vor der Regelaltersgrenze von zukünftig 67 Jahren nicht mehr können. Von flexibler Teilrente und höheren Hinzuverdienstmöglichkeiten etwa wird höchstens ein Bruchteil profitieren können. Wichtig wäre daher eine realistisch in Arbeit erreichbare Regelaltersgrenze.

Auch Wolfgang Stadler vom AWO Bundesverband haben wir u. a. zur Flexi-Rente befragt:

Mit der Flexi-Rente soll vor allem der gleitende Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand besser gefördert werden. Neben der Altersteilzeit im Blockmodell brauchen wir ein Instrument für Beschäftigte, die am Ende ihres Erwerbslebens ihre Arbeitszeit schrittweise reduzieren und nicht von jetzt auf gleich aussteigen wollen. Aber Sie haben völlig Recht, dass die Flexi-Rente kein Allheilmittel ist.

Videomitschnitt der Bundestagsdebatte zur Flexi-Rente

Über den Autoren und Rentenexperten Peter Knöppel

Peter KnoeppelPeter Knöppel hat sich mit der Rechtsanwalts- und Rentenberatungskanzlei Knöppel auf Sozial- und Rentenrecht spezialisiert. Mit einem Team aus Fachanwälten für Sozialrecht und gerichtlich zugelassenen Rentenberatern bietet die Kanzlei Beratung und Vertretung in allen Fragen des Sozial- und Rentenrechts an. Daneben werden auch erbrechtliche und familienrechtliche Angelegenheiten bearbeitet.

Rechtsanwalts- und Rentenberatungskanzlei Peter Knöppel
Geiststraße 11
06108 Halle(Saale)
Tel.: 0345/ 6782374
www.anwaltsofort-halle.de
www.rentenbescheid24.de

Bildquellen: Janina Dierks, Cevahir & Jan Becke – Fotolia


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Regenbogen kommentierte am January 13, 2017 at 4:24 pm

    Könnte es sein, dass der Richter dem Beamtenapparat sehr nahe stand:-)

  2. Regenbogen kommentierte am January 11, 2017 at 7:21 pm

    Ich werde Mitte 2017 63 Jahre.
    Ist es nicht günstiger die letzten beiden Jahre bis zum Erreichen des Rentenalters (bei mir 1.3.2020) in die Arbeitslosigkeit zu gehen um die Abschläge zu vermeiden?

  3. Sigmund kommentierte am January 8, 2017 at 2:51 pm

    Wie immer wenn um Rente geht kommt erst ein blende wie schön das es Flexirente gibt, das kann sich wohl nur ein gut bezahlte Beamte sich erlauben, ein Gesetz für Beamte, wie auch zu Rente Besteuerung zuletzt per Gesetz verabschiedet, einen Vergleich gegenüber Beamte wie lächerlich so ein Vergleich dazu hinzuziehen.

  4. Steitz, Helmut kommentierte am January 2, 2017 at 1:02 pm

    Es werden wohl zwangsläufig mehr Versicherte in die Flexi-Rente gehen, da der Gesetzentwurf noch vorsieht, dass für die Zeit vom Rentenbeginn bis zum Beginn der Regelaltersrente aus der Rente Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt werden sollen. Bei halben Beitagssatz wären dass neben den Abzügen zur KV und Pv, Steuer noch mal 9,35 %, Dies kann ich nirgends lesen.Da wird sich sicher mancher überlegen, mit Kürzung in Rente zu gehen.

  5. Anonymous kommentierte am December 30, 2016 at 5:09 pm

    ist ja alles noch nicht gesetzlich geregelt-oder?

  6. Anonymus kommentierte am December 28, 2016 at 12:47 pm

    Frechheit so einen Text zu schreiben.

  7. Bellheimer kommentierte am December 27, 2016 at 5:48 am

    Hallo duuuu Detlef über

    schlauer ,vielleicht verstehst duuuu Detlef den Sinn nicht was dieser Mensch schreibt und meint .

    Solltest erstmal nachdenken was gemeint ist und nicht arrogant in der Öffentlichkeit auftreten ,denn dieser Mensch hat recht .

    der Bellheimer .

  8. horst böge kommentierte am December 14, 2016 at 9:25 pm

    ich habe ein problem da ich seit 7 jahren eine erwerbsunfähigkeitsrente von jetzt 850euro erhalte.und eine leichte tätigkeit auf 450 euro ausübe und zwar habe ich im jahr 2016 die max grenze von 6300 euro um ca 500,euro überschritten. was kann ich machen um meine rente nicht zu gefährden. mit freundlichen grüßen

  9. Brigitte kommentierte am December 13, 2016 at 6:26 pm

    Ich finde es geschmacklos nach Fehlern zu suchen. Der Sinn ist voll getroffen. Wenn Du nichts Besseres zu schreiben hast, als nur auf Fehler zu gucken, Dann sei Vorbild und mache es besser.

  10. Helga Paul kommentierte am December 13, 2016 at 11:24 am

    Ich muß 1.5.2017 in Rente gehen dann Fall ich aus dem Arbeitsvertrag(Rahmen)bin dann 67 Jahre alt würde aber gern beim selben Arbeitgeber verkürtzt arbeiten gehen,bin Kinderkrankenschwester im Haus seit 1967 laut Flexi-Rente soll das möglich sein bis zu 2 Jahren maximal plus Rente!
    Ein Leben ohne Arbeit für mich Kaum vorstellbar!
    Wie kann das umgesetzt werden und welche Gesetzesgrundlage gibt es?Mir läuft die Zeit davon!Hatte gehofft es tritt es tritt 1.1.2017 in Kraft!

    • Schorsch kommentierte am January 4, 2017 at 5:06 pm

      Hallo Helga,
      da Sie mit 67 in Vollrente gehen können Sie soviel dazuverdienen wie Sie wollen oder schaffen.
      Der Betrag muss nur versteuert werden es fallen aber keine Sozialversicherungsbeiträge an.
      Gruß Hans-Georg

      • JULIUS kommentierte am January 15, 2017 at 7:24 pm

        Julius
        Ich bin seit 16 Jahre Rentner,und Arbaite weiter.Es ist richtig daß ich keine Sotzialversicherung bezahle,aber mein Arbeitgeber muss den Arbeitgeberbeitrag für mich bezahlen. wobei ich nichts habe.

  11. Viktor kommentierte am November 25, 2016 at 4:11 pm

    Schon mal überlegt, dass ihre Forderung wenig Sinn macht?

  12. Peter kommentierte am November 15, 2016 at 1:16 pm

    Ich finde alle die im Bundestag sitzen soll Rente zahlen und sich nicht so ein ******* einfallen lassen

    • Anonymous kommentierte am November 24, 2016 at 10:04 pm

      Weil die Beamte ihre Pensionen versteuern müssen, wurde als Gleichstellung die Besteuerung der Rente 2005 eingeführt.
      Aber umgekehrt brauchen heute die Beamte immer noch nicht für ihre Rente selbst vorsorgen.

    • Hendricks Georgia kommentierte am November 28, 2016 at 3:13 pm

      Die Landtagsabgeordneten in Nordrhein-Westfalen erhalten 7.600,- Rente, dabei haben sie nicht 45 Jahre im Landtag gearbeitet. Darüber regt sich keiner auf, man hört auch niemanden, der entrüstet fragt wer das bezahlt!

  13. Michael Goworek kommentierte am November 4, 2016 at 10:56 am

    Hallo zusammen, wenn ich mir das recht überlege gehen alle Kommentare immer nur vom Geld aus. Aber was ist der wirkliche Sinn:
    Beispiel: Wenn ich mit 63 in Rente gehen will bekomme ich die bis dahin erworbenen Rentenansprüche abzüglich 0,3% pro Monat vor der Regelaltersgrenze. Wenn mir das nicht reicht, ich aber trotzdem kürzer treten will, muss ich Kompromisse machen. Die Teilrente bzw. ab 2017 die Flexirente ist ein Angebot für diese Personengruppe. Arbeite ich 10 oder 15 h pro Woche weiter habe ich Einkommen und eine Rente von z.B. 75 oder 80 %. Beides zusammen ist mehr als die Rente mit 63 aber weniger als das bisherige Gehalt. Gehe ich dann später in die Vollrente habe ich mehr als die Rente mit 63. Wieviel das individuell ausmacht muss jeder für sich ausrechnen (lassen) und dann entscheiden was wichtiger ist. Geld oder Lebenszeit.

    Ich wünsche allen möglichst viel Lebenszeit
    Michael G.

  14. mucki kommentierte am October 22, 2016 at 10:59 am

    Was ist das für eine Kacke? Ich habe 2 Jobs, schon viele jahre!, Steuerklasse 1 und 6 . Hab mir über die Jahre Immobilien angeschafft die ich aber noch nicht ale abbezahlt habe, mus aber, egal ob bezahlt oder nicht, davon anteilsmäßig Krankenkasse Beiträge usw zahlen. Vorzeitig in Rente kann ich deshalb nicht, lege dann saftig drauf trotz Schulden. Ich gehe davon aus das die neue Regelung von modernen wegelageren gemacht wurde. Ich bin übzeugter singel und machen genau so Licht und Heizung an wie ein 5 Personen Haushalt aber habe bedeutend mehr abgaben wie diese und habe exorbitant viel in die Kasten eingezahlt. Was ich aber da raus bekomme ist ne lach nummer, aber ich bin beitragspflichtig und gezwungen dort einzuzahlen. Von wegen solidaritätsgemeinschfaft, abzockverein trifft wohl eher zu. Alle Immobilien hab ich aus meinem versteuerten Geld bezahlt, nicht geschenkt bekommen, wenn ich die später an meine nichte vererben möchte zahlt die noch mal kräftig steuern, obwohl ich mein einkommen schon mal versteuert habe. Ich empfinde das als abzocke hoch 100

  15. KR Bochberg kommentierte am October 21, 2016 at 9:37 pm

    Sie schreiben:
    “Dies ergibt einen Betrag von 10.520 €. Der Mann kann beispielsweise eine Monatsrente von 750 Euro (9.000,00 Euro im Jahr) in Anspruch nehmen.”
    => bei mir ergibt 10.520€ : 12 Monate eine Monatsrente von 877€ (nicht 750€).
    mfg
    KR Bochberg

    • Volker Rockel kommentierte am October 22, 2016 at 7:59 am

      Die 750 Euro beziehen sich (beispielhaft) auf eine in Anspruch genommene 1/2 Teilrente!

      Denn auch nach dem neuen Hinzuverdienstmodell kann nur eine 1/3, eine 1/2 oder eine 2/3 Teilrente in Anspruch genommen werden!

      D.h.: Die Rechnung ist also richtig …

      • KR Bochberg kommentierte am October 23, 2016 at 9:11 am

        Haufe.de schreibt:
        Eine Teilrente kann künftig stufenlos in individueller Höhe bezogen werden. Das heißt, es können nun nicht mehr nur die bisherigen drei Stufen (in Höhe von 2/3, 1/2 oder 1/3) als Teilrente gewählt werden, sondern jeder beliebige Anteil. Die Höhe der Teilrente kann entweder in Höhe von mindestens 10 Prozent der Vollrente frei gewählt werden oder sie ergibt sich – wenn der Hinzuverdienst über der kalenderjährlichen Hinzuverdienstgrenze von 6.300 EUR liegt – durch eine stufenlose Anrechnung des Hinzuverdienstes auf die Rente.

        GANZ WICHTIG FINDE ICH DIESEN ZUSATZ:
        Mit den Rentenabschlägen in Höhe von 0,3 Prozent pro Monat werden nur diejenigen Entgeltpunkte versehen, die auch vorzeitig in Anspruch genommen werden.

        • Anonymous kommentierte am November 7, 2016 at 2:28 pm

          d.h. bei einer Teilrente (z.B. 1/2) werden die vollen 0,3% pro Monat abgezogen. Die aus den Beiträgen ab Beginn der Teilrente erzielten Punkte werden nicht mehr gekürzt.
          Oder werden bei Teilrente (1/2) auch die Abzüge gekürzt (z.B. 1/2*0,3=0,15%)

  16. AS kommentierte am October 21, 2016 at 11:58 am

    Ich will ab 1.1.2017 in die vorgezogene halbe Teilrente gehen. Die neue Regelung wäre natürlich günstiger, wird aber erst zu 1.7.2017 gültig. Gilt die dann ab 1. Juli auch für mich, d.h. wird meine Rente dann neu berechnet?

  17. Jürgen kommentierte am September 30, 2016 at 4:16 pm

    Ich sehe einfach nicht durch…das ist wohl auch beabsichtigt.

    Was ist, wenn ich vorzeitig mit Abzügen mit 63 in Rente gehe ? Ich erhalte dann eine Rente von 850,-Brutto. Lohnt sich dann die Flexirente für mich? Und kann ich diese überhaupt beantragen ? Ein solcher Flexirentenrechner wäre nicht schlecht. Vielleicht kann mir ja hier jemand Auskunft geben ?

  18. Anonymous kommentierte am September 29, 2016 at 4:10 am

    Hallo,
    Solange die Krankenkasse auch Einschränkungen macht und nur einen hinzuverdienst von monatlich 145€ erlaubt, ansonsten muss man wieder höhere Beiträge zahlen, hat man doch nur wieder das nachsehen.
    Gibt es da auch eine Regelung?

  19. Martin63 kommentierte am September 28, 2016 at 2:56 pm

    Wie sieht es bei geringerer Altersrente aus? War zuletzt in Vollzeit Familienpflege tätig. Es wurde eine zu erwartende Altersrente für 2019 in Höhe von ca. 500,- (6000,- p.a.)angegeben. Ich würde gerne noch 800,- Euro hinzuverdienen (Teilzeit)

    Wird dann von diesem geringen Rentenanspruch auch wieder etwas gekürzt? Dann würde sich das ja kaum noch lohnen , oder ? Danke für Info.

  20. Martina Gesmi kommentierte am September 22, 2016 at 6:17 am

    Verstehe ich die Flexi-Rente richtig: Ich soll noch länger arbeiten, um später geringfügig mehr Rente zu haben? Da verdiene ich das Geld doch lieber schwarz und lege es unters Kopfkissen..

  21. Schmidt kommentierte am September 20, 2016 at 12:04 pm

    Da können Sie rechnen wie Sie wollen,solange das Rentenniveau nicht angehoben wird auf 70% bekommen wir eine Armutswelle in Deutschland und dass auch bei den Rentner die 45 Jahre gearbeitet haben.
    PS
    LG an die SPD

  22. Mikko48 kommentierte am September 16, 2016 at 7:12 am

    Das hört sich ja alles rechnerisch gut an , aber ich vermisse den Hinweis das das Einkommen noch versteuert und die Krankenkasse hier noch abgezogen werden. Das ist ja nicht gerade wenig. Außerdem sehe ich nirgendwo ob sich die spätere Vollrente durch die Flexi Rente und Erwerbstätigkeit noch weiter erhöhen.

  23. ro-roe kommentierte am September 15, 2016 at 12:57 pm

    Ich bin 65 Jahre in Vollrente.Habe eine 450,00Euro Stelle kann ich auch von der Fesirente profitieren??

    Vielen Dank .

  24. Manitou kommentierte am September 15, 2016 at 12:05 pm

    Im Jahre 2017 habe ich (Jahrgang 1956) 45 Beitragsjahre voll eingezahlt. Wenn ich dann mit 63+(+ 8 Monate) ohne Abschläge in Rente gehen kann überlege ich evtl weiter zu arbeiten (bis 65 oder 66). Wenn aber bereits ab einem Jahresverdienst über 6.300 Euro) meine sauer verdiente Rente wieder gekürzt wird, dann überlege ich es mir 2 mal dies zu tun. Flexi-Rente in dieser Form eine Mogelpackung. Warum kann man nicht unbegrenzt dazu verdienen? Arbeitgeber würde (wie bisher) seine Anteile in die Sozialkassen einzahlen und so hätte Alle was davon. Vor allem sollten mal ALLE in die Rentenkasse einzahlen müssen und nicht nur der kleine Arbeiter/Angestellte.

  25. TKEAB kommentierte am September 7, 2016 at 12:16 pm

    Ich vermisse an allen Berichten eine Aussage über den Rechtsanspruch. Die ganzen Berechnungen machen wenig Sinn, wenn die rechtliche Lage nicht klar ist. Muss mein Arbeitgeber in die Teilrente einwilligen oder kann er das ganze völlig boykottieren? Gibt es da in dem Vorentwurf von Frau Nahles schon Aussagen?

  26. kleinicke kommentierte am July 11, 2016 at 2:30 pm

    624,33€ RENTE
    WIVEIL Darf Ich im Monat Da zu verdinen
    Und im Jahr.
    wen ich 2016 in Rente gehen würde.
    Bin 62 jahre.
    M.F. G.

  27. Manfred Sandkuhl kommentierte am July 8, 2016 at 11:13 am

    Hallo, kann man die Flexi-Rente auch in Anspruch nehmen, wenn man die 45 Beitragsjahre voll hat und mit 63 abschlagsfrei in Rente geht oder nur bei vorgezogener Rente mit den entsprechenden Abzügen? Finde nirgendwo einen Hinweis hierauf.

  28. Hallo Zusammen !

    Da der Gesetzesentwurf zur Flexirente nach meinem Kenntnisstand immer noch nicht einsehbar ist, Frau Nahles hat in für die anderen Ressortminister freigegeben, ist die Beispielsrechnung nur unter der Annahme dessen, was die Presse kolportiert hat.

    Wenn die Vorlage da ist, können wir dann sehen, wie es genau gerechnet wird !

    Ihre Rentenberatung-und Rechtsanwaltskanzlei Peter Knöppel

    • Bellheimer kommentierte am December 29, 2016 at 7:22 am

      Hallo Herr Klnöppel ,
      fakt ist eines ,der Staat zahlt nicht zuviel Rente aus ( der Staat ist auch die Rentenkasse ),auch wenn der Topf voll ist .
      Der Staat rechnet immer zu seinen Gunzen und nicht für das arme Bienenvolk .
      Das Bienenvolk muss immer für die Königin und seinen Instrumenten heranschaffen .
      Wenn das große Bienenvolk jetzt schon an (ab)ca .2030 denken würde ,dann bekämen alle Angst .Dann werden die Arbeiterbienen die zu Ihrem Rentenbeginn sich zu Ruhe setzen , aller merken ,das Sie nicht mal in der Lage sind Ihren Nachwuchs einen Krümmel(Eis / Schokolade) Honig zu schenken .
      Deshalb , Ihr lieben Arbeiterbienen sollt Ihr den Aufforderungen des Staates mit seiner Königin nachkommen und Eigenvorsorge anstreben (ein paar Honigkrümmel bei Seite legen) .Also daran denken ,der Rentenbeitrag bleibt gleich aber die Rentenauszahlung wird zu 100 % niedriger seien .
      Euer Bellheimer

  29. Anonymous kommentierte am May 23, 2016 at 9:48 am

    Was soll an der neuen Berechnung besser sein?, zBsp. die momentane 2/3 Rente beträgt 711,00€ Netto der Hinzuverdienst liegt bei 1042,00 Brutto = 780,00 Netto. Zusammen gleich 1490,00 € Einkommen. Die neue Berechnung wäre dann 1042,00 x12= 12504,00 – 6300,00 = 6204,00 € davon werden werden 40% angerechnet ergibt 2481,00, die an der Rente einbehalten werden, bzw. zurückgezahlt werden müssen, was also bitte ist daran besser, wenn man jetzt 2481,00 im Jahr weniger hat.??????
    H:P.

  30. m kommentierte am May 14, 2016 at 1:24 pm

    Hallo, bei geringer Rente ist H hinzuverdiendtmöglichkeit dann schlechter? Habe bereits zwei Jahre Höchst beiträge bezahlt und wollte es 2017 auch tun, wegen Hinzuverdienst. könnte dann 3.000€ hinzuverdienen nach altem Recht. Bei einer vers.Ausg.rente (bin Beamtin, ratierlich mit Vollzeit !!!!auf 65Lj gerechnet, obwohl große Lücken un nur Halbtagstätigk bis zur Trennung!,,). Mit nur ca 1.000€ rente kann ich wohl dann keine 3.000€ mehr um genua zu sein nix mehr hinzuverdienen. Wegen 1.000€ fahre ich keine zwei Std am Tag zur Arbeit und zurück!
    Mit drei mal 2 Ep in .3 J könnte ich 3.000€ verdienen. Bei 1.000€ nix. Stimmt es? Leider der Gesetzeslage vertraut und (nach dem ubfairen VersorgungAusgl) nocnhmal reingefallen.

    Mit freundlichem Gruß
    m.R.

    • anonym kommentierte am September 22, 2016 at 12:58 pm

      Die SPD erinnert mich an den alten Zeichtrickfilm in den 60er Jahren: Tierfarm
      Als die Tiere den Bauer vom Hof vertrieben übernahmen die Schweine die Führung.
      Die Tieren mussten bis zum Tode schafften, während die Schweine Feste feierten.Das Arbeitspferd wo nicht mehr arbeiten konnte und Tod umfiel, wurde anschließend an den Metzger verkauft.

      Mit anderen Worten. Egal welche Reform herauskommt. Besser wird Sie für Rentner jedenfalls nicht.

  31. Eberhard Kaiser kommentierte am May 13, 2016 at 9:52 am

    Ich finde den Beitrag hilfreich und auch die Beispielrechnung sehr gut. Leider hat sich m.E. ein Tippfehler eingeschlichen.

    Zitat:

    “Zusammen mit seinem monatlichen Arbeitseinkommen von ca. 2.100 € und der Teilrente von 800 €, kommt unser Beispielsfall auf ca. 2.850 € monatliche Gesamteinnahmen.”

    Hier müsste bei Teilrente ein Betrag von 750€ stehen.

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