Rentenpläne der neuen GroKo: Diese Änderungen sind wahrscheinlich

Groko RentenpläneDer Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD steht: Auf gut zwei Seiten offenbart die neue GroKo ihre Rentenpläne – und stößt damit nicht nur auf Zustimmung. Unter anderem aus der Wirtschaft kommen kritische Stimmen, die auf die hohen Kosten der Rentenversprechen hinweisen. Allerdings sind tatsächlich einige Antworten auf Probleme angedacht, auf die viele Experten schon jahrelang hinweisen. Unsere Redaktion fasst die Vereinbarungen zusammen, arbeitet heraus, welche Rentenpläne die neue GroKo konkret hat, und erklärt, warum sich bereits erste Kritik regt.

Sicherung des Rentenniveaus von 48 Prozent geplant

Die neue Große Koalition hat sich im kürzlich beschlossenen Koalitionsvertrag [1] einen „wirksamen Schutz vor Altersarmut“ und die „Anerkennung von Lebensleistungen“ zum Ziel gesetzt. Als konkrete Maßnahme ist geplant, das heutige Rentenniveau von 48 Prozent bis zum Jahr 2025 zu sichern. Bei Bedarf sollen Steuermittel sicherstellen, dass der Beitragssatz die 20-Prozentmarke nicht überschreitet. Für die Sicherung des Rentenniveaus soll eine nicht näher ausgeführte Änderung der Rentenformel sorgen.

Groko Rente

Die Gründung einer Rentenkommission wurde schon in den Jamaika-Koalitionsgesprächen in Aussicht gestellt. Eine ähnlich zusammengesetzte Kommission hatte bereits die Agenda 2010 und Hartz IV initiert.

Da der Zeitraum bis 2025 überschaubar ist, stellt sich jedoch die Frage, wie es danach weitergehen soll. Zu erwarten wäre eine Erhöhung der Beitragssätze, was jüngere Menschen noch mehr als bisher belasten würde. Um dem entgegenzuwirken, stellt der Koalitionsvertrag die Gründung einer „Rentenkommission“ in Aussicht, die die „nachhaltige Sicherung und Fortentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung und der beiden weiteren Rentensäulen ab dem Jahr 2025“ zum Ziel hat. Diese Kommission soll sich aus Vertretern aus Politik, Wissenschaft und der „Sozialpartner“ zusammensetzen.

Grundrente für Geringverdiener

Zunehmend wird es selbst für Rentner schwer, im Alter über die Runden zu kommen, die jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben. Arbeit scheint demnach nicht mehr zwangsläufig vor Armut zu schützen. Diesem sozialpolitischen Missstand soll die Grundrente der GroKo entgegenwirken:

Geringverdiener mit mindestens 35 Beitragsjahren (einschließlich Zeiten der Kindererziehung und Pflegezeiten) sollen mit der Grundrente entlastet werden. Voraussetzung soll eine Bedürftigkeitsprüfung sein, die in Zusammenarbeit mit den Grundsicherungsämtern durchgeführt wird. Erfreulich für alle Besitzer von Wohneigentum ist, dass bei der Bedürftigkeitsprüfung eine selbst bewohnte Immobilie nicht berücksichtigt werden soll. Was die Passagen zur Grundrente hingegen offenlassen, ist die Finanzierungsfrage.

Bessere Absicherung bei krankheitsbedingter Frührente

Rente Groko

Insbesondere die Anzahl der durch psychische Erkrankungen verursachten Fälle von Berufsunfähigkeit steigt seit Jahren. Die neue Bundesregierung will nun darauf reagieren.

Wer vor dem regulären Renteneintrittsalter krankheitsbedingt aus seinem Beruf ausscheiden muss, soll künftig besser abgesichert sein. Dafür will die GroKo die „Anhebung der Zurechnungszeiten“ beschleunigen: Konkret soll die Zurechnungszeit vom bisher vorgesehenen Alter von 62 Jahren auf 65 Jahre und acht Monate angehoben werden. Die Rente wird demnach so berechnet, als hätte man bis zum 65. Lebensjahr seinen bis zum Krankheitsfall bezogenen Lohn weiterhin erhalten.

Festhalten am Drei-Säulen-Modell und Anreize für freiwilliges längeres Arbeiten

Die Rentenpläne der neuen GroKo sehen zudem vor, am bisherigen Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge festzuhalten. Allerdings soll die private Altersvorsorge weiterentwickelt und gerechter gestaltet werden. Unter Aufsicht des Bundes soll zudem eine säulenübergreifende Renteninformation entstehen. So soll Handlungsbedarf im Einzelfall schneller erkannt werden.

Damit zusammen hängt das Vorhaben der GroKo, weitere Anreize für freiwilliges längeres Arbeiten zu schaffen. So soll die im Jahr 2016 beschlossene Flexi-Rente, die den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand flexibler gestalten soll, weiter gestärkt werden. Konkrete Maßnahmen werden im Koalitionsvertrag allerdings auch diesbezüglich nicht genannt.

Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen

Rentenpläne Groko

Auf Selbstständige und Unternehmer kommt demnächst wohl eine Pflicht-Rentenversicherung zu. Allerdings ist von einer „Ausstiegsoption“ und „Gründerfreundlichkeit“ die Rede.

Um Selbstständigen eine bessere soziale Absicherung bieten zu können, soll eine „gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht“ eingeführt werden. Das Modell soll insolvenz- und pfändungssicher sein. Eine „Opt-out-Lösung“ soll den Wechsel aus der gesetzlichen Rentenversicherung in vergleichbare Modelle ermöglichen. Renten- und Krankversicherungsbeiträge sollen zudem „gründerfreundlich“ gestaltet werden.

Mütterrente auch für das dritte Erziehungsjahr

Seit dem 1. Juli 2014 können sich Mütter und Väter für Geburten vor 1992 ein weiteres Jahr (insgesamt zwei Jahre) Kindererziehungszeit bei der Rentenversicherung anrechnen lassen. Die Rentenpläne der neuen GroKo sehen jetzt eine Mütterrente 2 vor, die die bisherigen zwei Jahre um ein weiteres auf insgesamt drei erhöht. Pauschal soll es damit für Mütter und Väter von drei vor 1992 geborenen Kindern auch entsprechend drei Entgeltpunkte geben.

Fazit: Die Finanzierungsfrage drängt sich auf

Die Rentenpläne der neuen GroKo klingen stellenweise zu schön, um wahr zu sein. Kritiker zweifeln schon jetzt die Bezahlbarkeit der zahlreichen geplanten „Rentengeschenke“ an. Fraglich ist, ob sich die Maßnahmen in Anbetracht eines sich verschärfenden demografischen Wandels tatsächlich ohne zusätzliche Belastung der jüngeren Beitragszahler umsetzen lassen.

Die sich verändernde Altersstruktur in der Bundesrepublik entnehmen Sie folgender Grafik:

Das Handelsblatt berichtet [2] unter Berufung auf ein im Auftrag der (stark arbeitgeberorientierten und neoliberal ausgerichteten) Initiative Neue Soziale Marktforschung (INSM) erstellten Gutachten der Prognos AG, dass allein die Sicherung des Rentenniveaus bis 2025 über 38 Milliarden Euro kosten wird – Kosten, die sich dem Artikel zufolge nur schultern lassen, wenn die Beiträge ab 2021 stärker steigen. Das Gutachten berücksichtigt dabei noch nicht einmal die weiteren Rentenpläne der neuen GroKo – beispielsweise den Ausbau der Mütterrente.

Dass man medial nun mit nicht zu bewältigenden Kosten droht, ist bekannte Rhetorik der Sozialstaatsgegner. Nichtsdestotrotz bleibt fraglich, ob Steuerfinanzierung die Lösung für das deutsche Rentensystem darstellt. Was glauben Sie? Wird die GroKo ihre selbstgesteckten Ziele einhalten? Diskutieren Sie gerne in unseren Leserkommentaren!

Quellenverzeichnis:


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Inge Hergert kommentierte am 29. Oktober 2018 at 21:13

    Habe alle Kommentare gelesen. Die meisten Menschen wollen, dass alle Menschen in die Rentenkasse einzahlen. Also im Klartext: alle Beamte und Selbständige. DAS kleine Österreich hat es uns vorgemacht. Der Topf wird somit groesser zum Verteilen. Und es wird gerechter. Die Menschen müssen würdig leben können von ihrer Rente. Un wenn es dann noch nicht reicht für eine Grundsicherung muss aus Steuermitteln bezahlt werden. SO EINFACH IST DAS. Wann lernen es die Parteien endlich. Die Wähler wollen ernst genommen werden.

  2. Anonymous kommentierte am 15. Oktober 2018 at 12:06

    Das deutsche Rentensystem ist ein Desaster, die Politiker und deren Beamtengefolge stehlen sich durch nicht Teilnahme an unserem Sozialsystem aus der Verantwortung, ach ja, jede Beitragserhöhung würde sie ja dann selbst treffen. Der letzte Beschluss die Pflegeversicherung um 0,5% zu erhöhen trifft die Rentner die eine Betriebsrente / Zusatzversorgung bekommen, der jetzige KV+PV Beitrag von 18,25% erhöht sich auf 18,75% (AOK Bayern). Zum Glück wird die Erhöhung PV durch die neue Hälfte Regelung KV bei der DRV kompensiert.
    Die Politiker drehen an jeder Schraube um die Deutsche Rentenversicherung (DRV) nicht kollabieren zu lassen. Es gibt so viele Möglichkeiten das Rentensystem auf ein hervorragendes Niveau zu bringen. Hier ein paar Beispiele:
    Um die Einnahmen dafür zu Erhöhen gehören die Beitragsbemessungsgrenze Renten- (RV) / Kranken- (KV) u. Pflegeversicherung (PV) abgeschafft, hohe Einkommen müssen sich voll am Sozialsystem beteiligen. Boni müssen stärker für RV, KV u. PV herangezogen werden, ab 5.000 € / Jahr linearer steigend von 10% bis 80%, KV u. PV (>5.000 € =10%, >100.000 € = 80%) somit würde sich die Bereicherung mit nicht angemessen Boni aufhören und dem Sozialsystem zu Gute kommen.
    Alle Arbeiter, Angestellte wollen das Beamte sich am Sozialsystem beteiligen, aber die Beamtenlobby in Berlin arbeitet mit allen Mittel dagegen. Es kann nicht angehen das sich einige aus dem Sozialsystem Auskoppeln und ca. 72% des letzten Gehalts als Pension bekommen. Es müssen ALLE in dieses System einzahlen, Politiker, Beamte, Selbständige, Ärzte, usw.
    Die Mindestrente muss auf mindestens 1.100 € Netto/Monat = 1.235 € Brutto angehoben werden und darf nicht durch irgendeine Grundsicherung gemindert werden. Durch Deckelung der max. Rente auf 2.300 € Netto/Monat = 2.583 € Brutto, wird verhindert das hohe Einkommen überhöhte Renten bekommen und sich wieder aus der sozialen Verantwortung stehlen. Die Renten gehören jedes Jahr in der Höhe der Inflation angehoben.
    Abführung der KV+PV zu gleichem Teilen Privat / DRV (zurzeit KV=50/50, PV=100% Privat). Bei allen Rentenvorsoge Produkte muss der Beitrag zur KV / PV auf den Arbeitnehmer (AN) Beitrag gekürzt werden (9,125%), zurzeit sind es je nach Krankenkasse mit dem Arbeitgeber (AG) Beitrag 18,25%, neu 18,75%.
    Der Anteil der Mütterrente muss aus Steuermittel bezahlt werden, es gilt die gesamte Kindererziehungszeit von max. 14 Jahre, die mit Faktor 1 des Jahresdurchschnittseinkommen(zurzeit bei ca. 37.000 €) aller Versicherten bei den Rentenpunkten berücksichtigt werden muss. Die meisten Frauen beginnen meist schon ab dem 3 Lebensjahr des Kindes zu arbeiten, das Gehalt liegt heute meist unter 24.000 €/Jahr was einen Rentenpunkt von 0,65 entspricht. Solange der Rentenpunkt unter 1 liegt darf er während der Kindererziehungszeit (14 Jahre) nicht unter 1 fallen, damit wird Arbeit und parallele Kindererziehung belohnt. Z. B. bei 3 Kinder alle um zwei Jahre versetzt geboren, wären dann 18 Jahre = 18 Rentenpunkte. Dies würde heute bedeuten bei einem Kind 448 € und bei drei Kinder 576 € mehr Rente/Monat. Eine Frau wo 750 € Rente im Monat bekommt würde dann mit einem Kind 1.198 € Rente = 1.067 € Netto, mit drei Kinder hat die Frau 4 Jahre weniger gearbeitet und kommt somit nur auf 660 € Rente im Monat plus Rente Kindererziehung sind es dann 1.236 € = 1.100 € Netto.
    Die Ost- / Westrenten müssen sofort auf Gleichstand geberacht werden, ins besonders bei den Westfrauen / Ostmänner. Die Anwartschaft der Rente Ost muss bis zur Wiedervereinigung 1990 aus Steuermittel bezahlt werden.
    Was auch sehr wichtig ist, dass man den Rentenbeginn nach Berufen selektiert und je nach Gesundheitszustand ohne Abschläge in Rente gehen kann wie z. B. schwer arbeitende Menschen die mit 55 Jahren alle Knochen kaputt haben.
    Um unnötige Kosten für physisch Kranke zu vermeiden, müssen diese in einen Beruf vermittelt werden die sie wieder Mental auf die Höhe bringt und nicht schon mit 50 Jahren oder Jünger der Rentenkasse zur Last werden.
    Die Riester Sparpläne von 4% des Jahreseinkommens gehören abgeschafft und der Rentenversicherung übertragen, sozusagen könnte man den jetzigen Rentenbeitrag von derzeit 18,6% auf 22,6% erhöhen, der dann für den AN sogar um 2% geringer ausfällt weil zur Hälfte der AG mitfinanzieren müsste. Bedingt durch alle Maßnahmen die hier aufgeführt werden muss der Beitrag von derzeit 18,6% nicht erhöht werden.
    Der Steuerfreibetrag / Ehegatten Splitting gehört reformiert, die Miete oder AfA für eine Wohnung / AfA-Einfamilienhaus mit deren Nebenkosten gehören so behandelt wie bei den Betrieben, vom Einkommen abgezogen. Hinzu kommt ein jährlicher Freibetrag für das Leben pro Person für Essen, Kultur, Reisen, Bahn, Auto usw. das im ganzen Bundesgebiet nahezu gleich ist und immer an die jährliche Inflation angeglichen werden muss.
    Für Kinder gibt es keinen Freibetrag diese Kosten müssen komplett durch das Kindergeld finanziert werden, wobei das Kindergeld ab einem gewissen Einkommen linear bis auf 0 € gekürzt wird (Reiche brauchen kein Kindergeld).
    Aktien und Dividenden mit einzubeziehen wäre falsch, wer will schon den Verlust von bis zu 50% wie zuletzt bzw. jetzt geschehen mit den Gewinnen der Aktien / Dividenden der letzten Jahren verrechnen, der Aufwand dafür wäre viel zu groß.
    Aus diesem Grund ist es Sinnvoll eine Transaktionssteuer mit Handel von Aktien einzuführen. Um in Zukunft genügend Geld für die Sozialkassen in der immer mehr werden Automatisierung zur Verfügung zu haben ist die Transaktionssteuer das beste Mittel die Sozialkassen mit diesem Geld zu füllen. Mit ca. 0,5% des täglichen Handelsvolumens können Mrd. von Euro eingefahren werden. Z. B. der Handel von Aktien eines großen DAX Unternehmen würde pro Tag ca. 14 Mio. € einbringen, also im Jahr 4,3 Mrd. €. Alle im DAX stehenden Unternehmen inkl. Tech-, M-, S-Dax, usw. kommen auf über 300 Mrd. pro Jahr. Der Bundeszuschuss von derzeit 100 Mrd. € müsste somit nicht mehr bezahlt werden. Zudem würde bei diesem System die Automatisierung der Unternehmen mit beitragen unser Sozialsystem zu finanzieren. Wer sich für 10.000 € an Firmen durch Aktien beteiligt, beteiligt sich sozusagen mit 50 € am Sozialsystem. Wer Aktien kauft hat genügend Geld, sogenanntes Spielgeld. Da spielt es keine Rolle mehr ob man 0,5% oder sogar 1% beim Kauf von Aktien an die Sozialkassen abführen muss.

  3. Horst Schubert kommentierte am 12. Oktober 2018 at 10:04

    In einer Zeit, in der geklagt wird, dass immer weniger Einzahler die Renten für immer mehr Rentner schultern müssen, sollte man überlegen, ob es nicht an der Zeit wäre, ALLE Bezieher von Alterseinkünften aus staatlicher Kasse, am Aufkommen zu beteiligen. Wie sieht es zum Beispiel mit (auch höheren) Beamten aus, die (ca?) 70% ihres letzten Verdienstes als „Ruhegehalt“ erhalten?!

  4. Sylvia E. K. Geyer kommentierte am 24. September 2018 at 8:59

    Ich habe mir alle Kommentare ab Februar bis August durchgelesen. Sehr vielen Kommentatoren kann ich zustimmen. Allerdings der Artikel mit den Rentnern, die aufgerufen werden bei der nächsten Wahl entsprechend zu wählen. Macht mir Angst. Ich gehe innerhalb der nächsten Jahre in Rente und komme wahrscheinlich auch trotz 45 Jahren Arbeit nicht über 800 Euro.
    Rentner haben viel Erfahrung, aber nicht alle haben sich wirklich für Politik interessiert und wir sehen ja wieviele auf diese neuen alternativen Parteien wie AFD und Co reinfallen. SCHADE.
    Auch ich sehe, dass der Staat nicht wirklich gerecht handelt. Manchmal glaube ich allerdings auch, dass in der Politik und in Amtsstuben nicht mehr für den Staat gedient wird, sondern sich Arbeit vom Hals geschafft wird, wo Verfahren eingestellt werden, wenn Bürger auf betrügerische Missstände hinweisen. Wo Politiker nur Macht haben wollen, sie aber nicht für das Volk, sondern für Klientel arbeiten.

    Die Wirtschaft, die in den letzten Jahrzehnten am meisten schlecht gewirtschaftet hat, zu viele Stellen abgebaut hat, anstatt Volltagsjobs nur noch befristete Teilzeitstellen oder Minijobs anbietet, den Verbraucher mit Betrug bei Dieselfahrzeugen hinters Licht führt, bekommt leider zuviel Mitspracherecht.

    Eine Kanzlerin, die immer hochgejubelt wurde, und von mir nie gewählt, bekommt erst als sie christlich sozial handelt in der Flüchtlingsfrage von allen einen auf den Deckel,
    Der SPD kreide ich an, dass sie alle guten SPD-SPITZEN alleine absägt, sobald Gegenwind zu spüren ist.
    La Fontaine war der ehrlichste von allen nach Brandt. Den letzten ehrlichen Macher mit Visionen hat man mit Hilfe von Steinmeier an den Rand gerückt. Schade.
    Man hätte von Anfang an eine Minderheitsregierung Merkel auch von der Presse mehr in den Fokus stellen sollen.
    Es ist Demokratie, sich im Bundestag zu streiten, um die beste Lösung für jedes einzelne Gesetz zu bekommen.

    Letzter Punkt, natürlich steuerfinanziert, wenn Geld für Rente nicht reicht. Es wurden ja auch ganz einfach Zahlungen aus der Rentenkasse getätigt, die nichts damit zu tun hatten. (Vor Schröder war der Höchstsatz meine ich bei 45 Prozent mit weniger Ausnahmen.)
    Ich könnte noch Romane schreiben, aber das reicht.
    Gruß Sylvia (61 Jahre)

  5. Gorg kommentierte am 22. August 2018 at 17:34

    Hallo, ich habe den Artikel gelesen und frage mich, warum werden nicht alle die aus der Rentenkasse Geld bekommen, zur Renteneinzahlung herangezogen? Beamte, Politiker usw. Auch sollten die Sonderrechte von einzelnen Gruppen die nicht in die Rentenkasse einzahlen, aber enorme Zahlungen daraus bekommen massiv gekürzt werden. Hier ein Beispiel aus dem Internet. Bundesbeamte: Mindestpension steigt auf 1660 Euro. Österreich hat diese schon lange vollzogen, nur Deutschland braucht dazu wieder ewig. Ich denke das, dann genug Geld in der Rentenkasse ist, vor allen wen das Geld der Rentenkasse auch wirklich nur für die Rente benutzt wird.

  6. Jan Kempken kommentierte am 16. Juli 2018 at 9:01

    Liebe Kommentatoren,

    ich möchte Sie dringlichst darauf hinweisen, dass eine Abkehr vom Leistungsprinzip den Untergang dieser Gesellschaft besiegelt. Sollten selbst Fleiß und gute Arbeit nicht mehr reichen, um ein gutes Leben zu führen, dann werde sich „Ihr Deutschland in dem Sie so gerne leben“ mit Menschen teilen müssen, die nicht zu den Leistungsträgern dieser Gesellschaft zählen. Weiterhin berücksichtigen Sie bitte die Morallosigkeit, mit der Sie das Thema Altersarmut missbrauchen, um sich mit der Gießkanne zu bereichern – obwohl es fern jeder Realität ist und vor allem denen, die arm sind nicht hilft.
    Allgemein wissen alle Menschen, die jetzt oder in den kommenden Jahren in Rente gehen, seit Jahrzehnten was Sie erwartet, auch ist der demographische Wandel nicht notgedrungen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, vor allem dann nicht, wenn diejenigen, die diesen nicht verursachen schlechter gestellt sind.
    Nur eine Stärkung derer, die diese Gesellschaft tragen wird unsere Sozialsysteme nachhaltig stärken, blinde Umverteilung auf Basis von Deskreminierung wird dazu führen, dass wir/ ich Ihnen (den Kommentaren zufolge hauptsächlich Kommentatoren 50+) die Solidarität aufkündigen. Lasst uns für ein Deutschland der Bildung, des Leistungsprinzips und der natürlichen Einheiten (GG) kämpfen und dieses gestalten und es wird allen auch in Zukunft gut gehen.
    Zum Schluss, bitte vergessen Sie nicht, das die heutige Generation 50+ eine Generation ist, der es allg. gut geht, besser als ihren Eltern und sehr wahrscheinlich besser als den folgenden Generation (meine Kinder und ich).
    Hochachtungsvoll
    Jan (U40)

  7. Dietrich Eckelmann kommentierte am 14. Juni 2018 at 6:06

    Wir leben nun mal im Kapitalismus.

    Da darf man sich prinzipiell nicht wundern.

    Der Teufel macht immer…….

  8. Anonymous kommentierte am 13. Mai 2018 at 18:32

    für alles ist immer wenn benötigt auf einmal Geld da. Bankenrettung, Griechenlandrettung, 1 Mil. Flüchtlinge. Aber wenn es um eine vernünftige Rente geht von der jeder der brav sein ganzes Arbeitsleben in die Rentenkasse eingezahlt hat Leben kann hört mann nur viel zu teuer und kein Geld da. Das kotzt mich mittlerweile so an.Aber irgendwann wird die Masse der Rentner (geburtsstarke Jahrgänge) so stark sein das keine Regierung es sich erlauben kann die Rentensituation nicht zu berücksichtigen.Deshalb an alle bereis Rentner und in den nächsten Jahren werdende Rentner– lasst euch von der Regierung nicht weiter verarschen . Spätestens bei der Bundestagswahl wird jede Regierung einsehen müsse, das die Belange der Rentner ernst genommen werden müssen, denn die Masse der Rentner wird in Zukunft ein immer weiter steigender und % Anteil bei einer Wahl werden.

  9. Anonymous kommentierte am 3. April 2018 at 9:39

    Grundsätzlich hat jeder Bürger der seine Steuern und Sozialabgaben bezahlt ein Recht auf ausreichende Rente. Wer nichts euinbezahlt hat kann bestenfalls mit Nahrung versorgt werden, aber niemals mit Geld dass Bürger über den Generationenvertrag einbezahlt haben. Tut mir leid aber unser Geld ist nicht für Personen aus anderen Ländern die des Wohlstands nach Deutschland kommen.

  10. Lisa kommentierte am 21. März 2018 at 19:04

    Wann entschließen wir uns endlich zum Protest? Wieso werden hier keine Demos organisiert um endlich gegen diese vielen Missstände zu protestieren? Wie schlimm soll es denn noch werden?
    Für Hinweise zu Protestveranstaltungen bzw. Sammelschreiben, Petitionen an die Regierung bedanke ich mich im Voraus!

    Wenn 1000 auf die Straße gehen, dann kommt sicher etwas in Bewegung!

    • Theresa kommentierte am 21. Mai 2018 at 8:13

      Ob ein Protest helfen würde ? Auch ich bin die Ignoranz der Politiker leid und würde gerne lauthals protestieren gegen die Ungerechtigkeit ! Habe selber 3 Kinder ordentlich und mit Liebe allein groß gezogen unter wirklich schwierigen finanziellen Bedingungen!
      Als Dank mußte ich später dann Grundsicherung beantragen !
      Hätte ja auch, statt den Kindern ein sicheres, schönes zuhause zugeben
      noch mehr arbeiten gehen können wie es so viele andere machen !
      Schlüssel umhängen, mittags Geld für Pommes hinlegen und nach meiner Arbeit abends zu müde zu sein um die Schulgeschichten, Nöte und evtl. unschöne Alltagsbegebenheiten anzuhören.

      Nein – dafür waren mir meine Kinder zu schade – gedankt wird es vom Staat aber nicht. Zumindest nicht denjenigen, die sich mühsam durchschlagen müssen.

      Natürlich ist derjenige, der erbt, nicht
      für die Miete auch noch arbeiten muß und die Kosten für eine Nanny absetzen kann besser dran! Aber deren Kinder vermissen oft eines : Mit Liebe großgezogen zu werden – dafür waren und sind mir meine Kinder zu schade !! Wenigstens eine lebenserhaltende Mindestrente wäre schön damit man sich nicht dauernd ausgeschlossen fühlt weil man kein Geld zur Verfügung hat !
      Es ist kein Neid, es ist eher Verzweiflung die mich dieses alles schreiben läßt!!

      Auch hier wäre ein:
      Wir schaffen das sehr sehr schön !!

      Aber die Politiker kennen so ein Gefühl
      der Ohnmacht garnicht.
      Oder verzweifelt ein Politiker jemals daran wie die Strom-, Wasserrechnung oder Miete gezahlt werden soll ?

    • Paulinxhen kommentierte am 13. Juli 2018 at 12:48

      Der Skandal besteht darin, dass ein vergleichbares Land Österreich seinen Rentnern durchschnittlich 800€ mehr Rente zahlt und 45% der deutschen Rentner nicht einmal 800€ Rente erhalten.
      Die Renten wurden 1992 um 33,33% aufgrund der Einbeziehung der Ostdeutschen gekürzt. Dies hätte aus Steuermitteln finanziert werden müssen. Denn es war eine Gesellschaftspolitische Aufgabe die Renten für Ostdeutsche zu finanzieren.
      Die Bestrebungen Altersbezüge Kapitalgedeckt zu organisieren liegt nur im Interesse der Finsnzdienstleister!
      Daher wird die gesetzliche Rente gezielt zerstört.

      Alle Bundestagsabgeordneten in die gesetzliche Rentenversicherung und diese wird erheblich verbessert!

  11. Kanada kommentierte am 18. März 2018 at 20:58

    eine Frau Professor Doktor Karola Wille-Intendantin der ARD hat vor einiger Zeit schon einmal Ihre Schweine-Pensionsansprüche von über 17.000,- Euro geltend gemacht. Da hatte ich gleich zum MDR geschrieben.

    Antwort: Das wäre die Höchstpension die Fr. ……. erhalten würde. Sie ist aber noch jung und wird uns lange erhalten bleiben.

    Tja, man hätte nicht arbeiten gehen sollen sondern im Propagandaministerium beschäftigt sein müssen.

    ARD+ZDF=Rentenanstalt mit angeschlossenen Propagandaministerium

    MfG

  12. norby kommentierte am 18. März 2018 at 16:51

    norbi ist für einen klaren rentenindex
    für alle personen in zukunft…..
    1. alle sollen mit 60 jahren ohne abzug in rente gehen können. netto 1500 euro pro mann/frau.
    2. jeder soll im monat 1700 euro pro person
    verheiratete 3400 euro + weitere person Steuefrei netto haben.
    als rentner alle sozialabgaben befreit sein.
    Dafür zahlen alle solidarisch in der Rentenversicherung ohne ausnahme ein. zb. hohe beamte, auch politiker und abgeordnete.eben Ärzte, Unternehmer, freiberufler eben alle.
    Gegenfinanzierung:
    viele Milliarden von Volksvermögen fest in die rentenkassen zurück legen. bis 60 jahre
    ohne fremdverteilung festlegen. das geld gehört dem volke und nicht den politischen Verwaltern. das können wir uns schon leisten. Nur die Oberliga hat angst. die sind ja nicht Produktiv. Hauptsächlich die lobbyisten gehören ganz aus der politik.
    Private Krankenkassen sollen Ihren balast und kosten allein tragen. und nicht die allgemeinheit zur hilfe bitten. diese brauchen kein bonus zum kopfkissen ausschütteln extra. wer ein goldenes bett und pflege usw. haben möchte, soll das dann von seinen vermögen bezahlen.
    Grundsatz: Viele sozial arbeitende gesellschaft haben den reichen immer reicher werden lassen. nicht der mensch ist gespalten sondern die gesellschaft.
    gruß norbi……

  13. Kritischer Bürger kommentierte am 7. März 2018 at 16:37

    ´+…Nichtsdestotrotz bleibt fraglich, ob Steuerfinanzierung die Lösung für das deutsche Rentensystem darstellt. Was glauben Sie? Wird die GroKo ihre selbstgesteckten Ziele einhalten?…+

    *Ich glaube nach den Ergebnissen aus den Vereinbarungen von 2013 und deren Umsetzung, dass die neue Koal.-Vereinb. NICHT ERFÜLLT wird! Zu fraglich sind die Finanzierungen der wohl gut gemeinten Punkte aus dieser Vereinbarung.

    *Was die Lösung der anzustrebenden steuerfinanzierten Renten in der Zukunft anbelangt, darüber muss man früher oder später nachdenken, denn mit zunehmender besserer Technologie wird der Bedarf an Bürger als handwerkliche Fachkräfte weniger und damit auch weniger Steuereinzahler! Weniger betr. auf den Generationenvertrag, welcher z.Zt. Grundlage ist und die Renten mit erarbeitet. EHER sollte man als Politiker oder Experte sich damit beschäftigen denn alle Lösungen bedürfen oft viel, sehr viel Zeit!

  14. Kritischer Bürger kommentierte am 6. März 2018 at 18:43

    Beamte in Behörden oder Ämtern werden immer besser gestellt sein, da diese Mitbürger in ihrer Zeit der Arbeit meist aus Steuergeld bezahlt werden, soweit ich es kenne. Möchte mich aber hier nicht für die Allgemeinheit festlegen! Somit dürfen diese Mitmenschen doch nicht mit Eintritt in die Pensionszeit schlechter gestellt sein als ein ArbN. Politisch gewollt, wenn man es an Hand der CDU Haltung zu solchen Änderungen WIE DIE BÜRGERVERSICHERUNG von dieser Partei entsprechend ersichtlich verworfen wird. Berichtigen möchte ich Sie: Nicht 46% sondern bei 48% sollen die Renten demnächst liegen und 22% der Abgaben dürfen wohl vorerst nicht überschritten werden. Nur hier wiederum zur Erklärung: Renten werden an Hand des gültigen Generationenvertrages von heutigen ArbN erwirtschaftet. Hier will kein Politiker ran, diese Renten nicht mehr auf den Generationenvertrag basierend zu begleichen, sondern aus Steuern. Wäre gerechter! Doch was ist heute schon gerecht?

  15. Kritischer Bürger kommentierte am 6. März 2018 at 12:05

    WERTE FRAU MERKEL EINE FRAGE = KEIEN UNTERSTELLUNG: Wieso möchten Sie Frau Merkel wieder Kanzlerin werden, wo doch ersichtlich ist das sich viele Mitbürger von Ihnen und Ihrer Partei bei der BTW 2017 abgewendet haben? (-7,4%) WARUM? Ist es das Geld und der Posten, oder haben Sie in Ihrer Regierungszeit es versäumt Nachwuchs für dieses Amt heranzubilden? BITTE Frau Merkel geben Sie mir eine Antwort auf diese Frage. M. frdl.Grüssen J. Brandt (63-Jahre)

  16. Kritischer Bürger kommentierte am 5. März 2018 at 11:20

    +…einen „wirksamen Schutz vor Altersarmut“ und die „Anerkennung von Lebensleistungen“ ..+ Würde es sein wenn die Regierenden und die Experten die Rentenpunktberechnungen beibehalten würden MIT FESTEN ZAHLEN und die EU hier nichts reinredet mit Durchschnittsverdienste in ganz EU. Weiterhin sollte die Grundrente mit den durchschnittlichen Einkommen der dt. ArbN einher gehen. Wenn dies 1.060 Eu/monatl.ist dann hat ein(e) Rentner(in) Anspruch aus dem Steueraufkommen mit entschädigt zu werden ohne große Anrechnungen, Anträge etc. Für eine klare Erklärung: Hat ein(e) Rentner(in) am Ende 600,00€/monatl. dann hat er/sie AUTOMATISCH Anpruch auf weitere 460,00 €/monatl. AUS DEM STEUERAUFKOMMEN! Damit erledigt sich alles was mit Geringverdiener, Arbeitsbiographie Unterbrechungen durch Arbeitslosigkeit. Selbst Erziehungszeiten bedürfen keinerlei extra Berechnungen.

    • DF kommentierte am 6. März 2018 at 3:57

      Ja ich habe mit der ganzen Altersversorgung ein Problem. Ein Rundfunk Intendant bekommt 67% seiner letzten Bezüge. Die welche gearbeitet haben demnächst nur noch 46% wie muss man das sehen?

  17. Voka kommentierte am 3. März 2018 at 8:56

    Wir leben in ein Staat der den Menschen die jeden Morgen pünktlich zur Arbeit gehen, schön ihre Steuern bezahlen, und sich an die Gesetze halten bescheist und verarscht. Während das rentennivau seit 2005 von 52.6% auf 48% gesunken ist, stieg andersrum die Ausgaben für die Pensionen. 8 Wochen auf einen Termin beim Facharzt warten, privat versicherte praktisch eingeladen werden. Wir bezahlen die reichen die ihr Geld an der Börse verzocken, die Energiekonzerne die ihren Atomkraftwerke vom Steuerzahler entsorgen lassen. Und wenn Mann in diesen Staat ein bischen auf sein Heimatland und seine Kultur stolz sein sollte und dieses auch nicht aufgeben möchten wird man gleich am rechten Flügel gestellt. Armes Deutschland das nur noch vom ehrlich arbeiteten Volk finanziert wird. Ein Tipp für die junge Generation lasst euch die nicht weiter bieten.

  18. Peter Seiler kommentierte am 20. Februar 2018 at 9:54

    An der Zweiklassengesellschaft aus Beamten und Angestellten wird nichts verändert. War ja zu erwarten.

    Und als ob sich die Altersarmut mit 100 EUR über Grundsicherung bewältigen ließe. Wie wäre es denn mal mit konkreten kulturellen Vergünstigungen für Senioren, die mit ein paar hundert Euro über den Monat kommen müssen?

    Gruß P. Seiler

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