Rentenantrag in 2018 stellen: Formulare & Unterlagen

Rentenantrag stellenLeistungen aus der gesetzlichen Rentenkasse werden nur auf Antrag ausgezahlt. Wenn Sie 2018 in den wohlverdienten Ruhestand eintreten möchten, sollten Sie folgende Hinweise und unsere Checkliste beachten, damit Sie Ihre Rente von Anfang an ohne Probleme beziehen.

Klären Sie Ihr Rentenkonto frühzeitig



Neben den regelmäßigen Mitteilungen über die Höhe der voraussichtlichen Altersrente verschickt die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte auch Aufforderungen, das Rentenkonto zu klären. Sollten Sie dies noch nicht (vollständig) erledigt haben, holen Sie dies nach Möglichkeit schnellstmöglich nach. Dabei geht es insbesondere darum, Nachweise für den Besuch von Schulen, Fachhochschulen und Universitäten für die Anerkennung von Ausbildungszeiten vorzulegen.

Genauso können Sie die Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten geltend machen, wenn Sie entsprechende Geburtsurkunden vorlegen. Weitere Lücken im Rentenverlauf müssen individuell geklärt werden.

Rentenantrag stellen: wann?

Da der Antrag auf Rente bzw. die Rentenberechnung aufwendig geprüft werden muss, ist es entscheidend, dass er frühzeitig gestellt wird. Nur so vermeiden Sie Verzögerungen bei der Rentenauszahlung. Fachleute empfehlen, den Rentenantrag spätestens drei bis vier Monate vor dem beabsichtigten Renteneintritt einzureichen. Diese Frist gilt allerdings nur für unproblematische Fälle, in denen keine Besonderheiten vorliegen. Gibt es Fehler im Rentenbescheid ist dies ebenfalls ein Grund, sich möglichst früh zu kümmern.

Wenn beim Rentenantrag spezielle Sachverhalte zu berücksichtigen sind, wie zum Beispiel ein Auslandsaufenthalt, sollten Sie ihn spätestens ein halbes Jahr vor dem Eintritt in den Ruhestand stellen.

Tipp: Damit es zu keinen unnötigen Verzögerungen bei der Rentenberechnung kommt, erweist sich eine Vorausbescheinigung der Höhe der letzten drei Gehälter, die Sie vor Ihrem Ruhestand beziehen werden, als sehr hilfreich. Diese können dann bei der Rentenberechnung mit einbezogen werden, so dass Sie Ihre ersten Rentenleistung pünktlich erhalten. Ihr Arbeitgeber muss zu diesem Zweck einen Vordruck ausfüllen, den Sie erhalten, wenn Sie Ihren Rentenantrag stellen.

Kostenlose Hilfe in Anspruch nehmen

Formulare und Unterlagen für RentenantragNur die richtige Ausfüllung des Rentenantrags gewährleistet, dass Sie im Ruhestand tatsächlich Rentenleistungen in der Höhe, die Ihnen zusteht, erhalten. Aus diesem Grund sollten Sie sich unbedingt fachkundig beraten lassen, wenn Sie Probleme bei der Antragstellung haben.

In jedem größeren Ort existiert eine Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung, die Sie gebührenfrei nutzen können. Hier helfen Ihnen gut geschulte Berater bei allen Fragen rund um das Thema Rente. In vielen Städten gibt es auch die Versichertenältesten, langjährige Rentner, die ehrenamtlich Unterstützung leisten und dafür von der gesetzlichen Rentenversicherung geschult werden. Konkrete Anlaufstellen in Ihrer Region können Sie über diese Suchfunktion der DRV ermitteln.

Benötigte Formulare und Unterlagen



Damit die Unterstützung bei der Ausfüllung des Rentenantrags reibungslos und effizient geleistet werden kann, bringen Versicherte zum Termin alle erforderlichen Unterlagen mit. Unter anderem sind zum Beispiel Informationen über die Bankverbindung, die Zugehörigkeit zu einer Krankenkasse ab dem Jahre 1970, Dokumente über weitere Versorgungsbezüge (wie Betriebsrenten oder Unfallrenten) erforderlich. Selbstverständlich müssen Sie auch ihren Personalausweis vorlegen.

Checkliste zum Rentenantrag stellen: Diese Unterlagen benötigen Sie

  1. Personalausweis, Reisepass oder Geburtsurkunde
  2. persönliche Identifikationsnummer für
    steuerliche Zwecke
  3. Rentenversicherungsnummer
  4. Anschrift und Versichertennummer bei der Krankenkasse
  5. BIC und IBAN (siehe Kontoauszug)
  6. Nachweise über Berufsausbildung(en)
  7. Geburtsnachweis der Kinder

Bei speziellen Fällen, falls zutreffend:

  1. Bei Sozialleistungen: Anschrift und Aktenzeichnen der entsprechenden Bezugsstelle
  2. Bei Beamtenzeiten: Festsetzungsblatt der Versorgungsdienststelle
  3. Bei Vertretung: Vollmacht bzw. Betreuungsurkunde
  4. Wenn vorhanden: letzter Versicherungsverlauf der deutschen Rentenversicherung
  5. Bei Schwerbehinderung: Schwerbehindertenausweis bzw. Feststellungsbescheid
  6. Bei Arbeitslosigkeit: Zeiträume der Arbeitslosigkeit und aktuellen Bescheid der Agentur für Arbeit
  7. Bei Altersteilzeit: Alterszeitzeitvertrag
  8. Bei Nebenjobs trotz Rente: Höhe des voraussichtlichen Hinzuverdienstes

Bei Witwenrente bzw. Erziehungsrente

  1. Sterbeurkunde des Partners
  2. Heiratsurkunde
  3. Angabe zu Einkünften
  4. Letzte Rentenanpassungsmitteilung des verstorbenen Partnerns) bzw. vorhanende Rentenunterlagen
  5. Bei Erziehungsrente: Nachweis über Auflösung der Ehe/Partnerschaft

Bei Erwerbsminderungsrente

  1. Auflistung aller einschränkenden Gesundheitsstörungen
  2. Anschrift der behandelnden Ärzte
  3. Aktuelle Arztberichte
  4. Übersicht der ärztlichen Untersuchungen durch öffentliche Stellen
  5. Übersicht der Krankenhaus- und Reha-Aufenthalte
  6. Aufstellung der bisherigen Berufstätigkeiten inkl. jeweiligem Gehalt

Bei Waisenrente

  1. Sterbeurkunde des Elternteils
  2. Geburtsurkunde der Waise
  3. Versichertennummer der Waise
  4. Bei Waisen ab dem 19. Lebensjahr: Ausbildungs- und Tätigkeitsnachweise

Haben Sie bereits Erfahrung mit der Beantragung einer Rente gemacht? Haben Sie Tipps für andere Leser? Diskutieren Sie in unseren Leserkommentaren (weiter unten) mit!

Bildquellen: Zitze & Janina Dierks- Fotolia


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Rentensteuer weg – Nahles soll selber erst mal einzahlen

    • Eri kommentierte am 12. Juni 2018 at 13:45

      Na, das leite ich doch mal an die Frau Nahles weiter – die freut sich sicher 🙂

    • Eri kommentierte am 12. Juni 2018 at 15:04

      Frau Nales ist nur eine Person, zumal sie die ganzen Gesetze nicht alleine verabschieden kann.
      Die Rentensteuer kommt doch nur, da viele Personen nicht in die Rentenversicherung einzahlen, aber durchaus später, wenn sie in Rente gehen daraus bezahlt werden.

      Das da wären u.a.:
      – Beamte
      – Richter
      – Berufssoldaten und Zeitsoldaten
      – Satzungsmäßige Mitglieder geistlicher Genossenschaften
      – Geringfügig selbstständig Tätige
      – Selbstständige und Freiberufler, bei denen keine Pflichtversicherung besteht

      und natürlich Politiker und Großverdiener…

      Seit Jahren ist Rente ein Thema, die Probleme bekannt, aber keiner der Parteien will an das Thema ran.
      Neueste Absurdität: Die Mütterrente! Die wird die Reserven der momentan gut gefüllten Rentenkassen bald aufgesogen haben. Das haben wir aber einem Herrn Seehofer, bzw. der CSU, zu verdanken!

      Das System ist krank und nicht Frau Nahles.

      • holmi kommentierte am 20. September 2018 at 12:14

        Hallo Eri
        Die von ihnen genannten ersten drei Berufsgruppen erhalten keine Rente, sondern eine Pension. Diese wird nicht von der Rentenversicherung bezahlt, sondern aus den Haushalten der Länder oder des Bundes. Somit plündern diese Berufsgruppen nicht die Rentenkasse. Es stimmt, nichts eingezahlt. Aber auch NICHTS ausbezahlt!!!!

  2. Gremmer kommentierte am 10. Januar 2018 at 2:52

    Unsere Rente ist bei den Andersgläubigen, Griechenland, Türkei und Afrika. Denn wenn ein Flüchtling ohne Papiere zu uns kommt (mit Handy und angebissenen Apfel) kommt, dann noch bis 8 zählen kann-schicken wir 8 X das Kindergeld dorthin wo er angeblich herkommt. Den Rest verjubelt unsere sogenannte Regierung!!

    Die Frau Merkel mußte ja ins Vereinigte Emirat mit Ihren Konsorten fliegen-der Scheich gab Ihr nicht mal die Hand! Waren ca. 200000 Liter Sprit, und wir werden wegen der Umwelt abkassiert. Für 1 Brot vom Bäcker 1 Std. Mindestlohn arbeiten. Uns kann man ja zur Schlachtbank führen. Als nächstes kommt Abends noch-Abends Ausgehverbot für Deutsche. Ist denn der Deutsche wirklich so blöd-wacht denn Keiner auf? Habe fertig.

  3. Anonymous kommentierte am 6. Januar 2018 at 1:18

    der Staat spinnt doch, komplizierter geht es ja nicht. Aber das ist sicherlich Absicht. Ist doch herrlich wenn jeder erst mal kaempfen muss und sich noch mal so richtig ins Zeug legen muss um an seine armselige Rente zu kommen die er sich muehsamst im Laufe seines Lebens erarbeitet hat.

  4. Harant josef kommentierte am 11. August 2017 at 9:38

    Bin 61 jahre bekomme kein arbeitslosengeld kein hartz 4

    habe kein einkommen mehr

    möchte frührende mit 10,8 % abzüge beandragen

    habe 35 jahre voll gearbeitet.

    wann gekomme ich meine frührende

  5. papendorf kommentierte am 19. Dezember 2016 at 19:15

    meine Krankenkasse wurde um 140 euro erhöht wirkt sich das auf die Zuzahlung zur rente aus

  6. Magdalene W. kommentierte am 22. September 2016 at 6:23

    Kann ich den Rentenantrag nur bei meiner zuständigen Stelle stellen? Ich kenne die Person nämlich und würde mich ungern so „entblößen“…

  7. Manfred kommentierte am 18. Februar 2016 at 17:30

    Hallo habe mehrere Jahre in verschiedenen Ländern innerhalb der EU gearbeitet. Ich bin froh dass ich mich schon 1 Jahr vorher darum gekümmert habe dass die Formulare rechtzeitig vom Ausland angefordert wurden. Das ganze wurde erst ganz knapp vor dem Rentenbescheid geklärt. Zuständig für die nördliche EU (DK. SW. GB.) ist die Rentenkasse Nord in Lübeck egal wo Sie in Deutschland wohnen.

    Viel Glück Manfred

  8. Schmidt, Herbert kommentierte am 2. September 2015 at 19:23

    Außerdem hab ich noch gefunden: "wenn Sie eine Entgeltersatzleistung (z. B. Krankengeld, Leistungen des Arbeitsamtes oder der Pflegekasse) erhalten, darf die zahlende Stelle eine Vorausbescheinigung für längstens drei Monate ausstellen." und "Wird der Altersrentenantrag früher als 3 ½ Monate im Voraus aufgenommen, führt dies für den Rentenversicherungsträger zu Mehrarbeit und ggf. auch zu einer längeren Bearbeitungsdauer." Mit freundlichen Grüßen, Herbert Schmidt

  9. Schmidt, Herbert kommentierte am 2. September 2015 at 19:23

    Guten Tag, ich hab' auch noch Ergänzungen gefunden: "Der Antrag auf eine Altersrente sollte früh, aber nicht zu früh gestellt werden. Stellen Sie den Antrag auf Altersrente 3 – 3 ½ Monate im voraus." gut zu wissen! Und hier noch zur Beschäftigung etwas, wenn man beschäftigt ist: "… kann Ihr Arbeitgeber den voraussichtlichen Lohn für Ihre künftigen letzten drei Arbeitsmonate im voraus bescheinigen. Dadurch wird eine rechtzeitige Rentenberechnung und ein nahtloser Übergang vom Arbeitsverdienst zur Rente möglich. Den Vordruck für die Vorausbescheinigung erhalten Sie bei der Rentenantragstellung." und dabei ist zu beachten dass "Der Arbeitgeber die Vorausbescheinigung frühestens an dem Tag ausstellen darf, an dem die Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung für den viertletzten Arbeitsmonat erfolgt."

  10. Willi Große kommentierte am 14. Mai 2015 at 12:33

    Tach auch,

    Tipp: Mal unter dem Punkt: Bei speziellen Fällen, falls zutreffend:
    Da soll man unter 7 seinen: Bei Altersteilzeit: Alterszeitzeitvertrag
    mitbringen.

    Glück auf

    Willi Große

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