Sterbegeldversicherung: Wann ist sie sinnvoll – und wann nicht?

Sterbegeldversicherung

In vielen Fällen reißt der Tod ein großes Loch in das Leben von Angehörigen und Hinterbliebenen. Die Familie trauert um einen lieben Menschen und wünscht sich zumeist nichts mehr, als noch etwas mehr Zeit zu Lebzeiten mit dem Gestorbenen gehabt zu haben. Bei aller Trauer darf aber auch ein anderer Aspekt nicht außer Acht gelassen werden: es gibt jetzt leider auch in bürokratischer Hinsicht etwas zu tun.

Nicht nur die immer weiter steigenden Kosten für die Beerdigung [1] sind dabei zumeist von den Hinterbliebenen zu tragen, auch gilt es allerhand zu regeln und zu organisieren – unter anderem muss der Sterbefall angezeigt werden [2]. Gut beraten ist da zumeist, wer sich frühzeitig um eine Entlastung der eigenen Angehörigen kümmert und die vorhandenen Möglichkeiten auslotet.

Eine Sterbegeldversicherung als Option zum Schutz der Familie

Vielfach wird eine Sterbegeldversicherung [3] in Betracht gezogen, um hiermit die anfallenden Kosten rund um die eigene Bestattung und die damit verbundenen Aufgaben zumindest zum Teil abdecken zu können. Bei dieser Form der Kapitallebensversicherung zahlt der Versicherte monatlich eine bestimmte Summe ein und die Auszahlung erfolgt im Falle des eintretenden Todes an eine dafür bestimmte Person.

Alternativ kann eine Auszahlung der Versicherungssumme auch dann erfolgen, wenn eine zuvor festgelegte Altersgrenze überschritten wird.

Die Sterbegeldversicherung bietet somit eine grundlegende finanzielle Absicherung für die Angehörigen, wobei zu beachten ist, dass das hieraus stammende Geld auch tatsächlich nur für den Tod betreffende Ausgaben verwendet werden darf. Die Auszahlung ist somit zweckgebunden, eine freie Verwendung nicht möglich.

Dazu gibt es bei einer Sterbegeldversicherung noch weitere Aspekte, die zwingend beachtet werden müssen.

Altersgrenze muss berücksichtigt werden

Besonderes Augenmerk muss vor Abschluss einer Sterbegeldversicherung in jedem Fall darauf gerichtet werden, dass es vielfach eine Altersgrenze gibt. Das bedeutet, dass der Versicherte vor Abschluss der Sterbegeldversicherung zum Beispiel noch keine 70 Jahre alt sein darf. Ist diese Grenze erst einmal überschritten, ist der Abschluss einer solchen Absicherung vielfach gar nicht mehr möglich.
Lediglich bei einzelnen Versicherern gibt es hierbei Unterschiede und Abweichungen.

AltersarmutZudem muss man auch bedenken, dass in Zeiten von Altersarmut und niedrigen Renten die monatlich anfallenden Kosten für eine Sterbegeldversicherung auch erst einmal getragen werden müssen. Es muss also ein monatlicher Betrag dafür zur Verfügung stehen.

Als Rentner oder Rentnerin muss man diese Kosten auch erst einmal stemmen können – oder aber die Angehörigen übernehmen die Versicherungsprämien und übernehmen diese. Wird hierbei eine Lösung gefunden, spricht nichts gegen den Abschluss einer Sterbegeldversicherung.

Es kann auch eine Wartezeit geben

Hinzu kommt, dass es bei einigen Versicherungen für Sterbegeld auch eine Wartezeit geben kann. Demnach muss die Versicherung bereits eine Weile bestehen, ehe man von einer tatsächlichen Auszahlung profitieren kann. Tritt der Todesfall vorher ein, besteht somit auch das Risiko, dass die Versicherung keine Leistungen gewährt.

Es bietet sich daher auf jeden Fall ein Vergleich verschiedener Sterbegeldversicherungen an. So lässt sich ermitteln, welche Angebote am geeignetsten sind und die besten Konditionen bieten.

Zudem sollte man sich allerdings auch über andere Optionen Gedanken machen, wie man seine Angehörigen im Falle des eigenen Todes entlasten kann.

Recherchequellen

[1] https://www.volksfreund.de/region/trier-trierer-land/zu-viele-fragen-offen-kostensteigerung-fuer-beerdigungen-um-200-prozent_aid-49540843
[2] https://www.stuttgart.de/item/show/333917/1
[3] https://www.sterbegeldversicherung1a.de/

Bildquellen: Thomas Reimer – Fotolia, sowie Unsplash.com


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