Die Rentenberechnung in 2017: So errechnen Sie Ihre Rente

Rentenberechnung 2017Rund 20 Millionen deutsche Rentner/innen fragen sich im Jahre 2017 genauso wie alle Berufstätigen, die demnächst ihren Ruhestand antreten, ob sich Änderungen bei der Rentenberechnung ergeben. Die Antwort lautet: Grundsätzlich wird die Rente nach der bisherigen Formel berechnet. Allerdings ergeben sich Modifikationen bei der Ermittlung der Höhe der Rente aufgrund von einer veränderten Berechnungsgrundlage des Bruttoentgelts.

Die Formel zur Rentenberechnung (Stand 2017)

Faustformel zur Rentenberechnung der gesetzlichen Rente:

(Gesammelte Rentenpunkte) x (aktueller Rentenwert)

… abzüglich der Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung, sowie der Beträge aus der Einkommensanrechnung

Rentenwert seit 01. Juli 2017 (neue Bundesländer – Rentenpunkte Ost): 29,69 €
Rentenwert seit 01. Juli 2017 (alte Bundesländer – Rentenpunkte West): 31,03 €

Quelle: Deutsche Rentenversicherung

Laut dem Rentenversicherungsbericht 2014, in dem die Entwicklung der Rente in den kommenden Jahren beurteilt wird, wird die Rentenentwicklung folgende Rentenwerte für das nächste Jahr ergeben:

  • Zum 01. Juli 2018: Alte Länder: 31,86 € | Neue Länder: 29,51 €

Ganz konkret bedeuten die genannten Zahlen folgendes für die Rentenberechnung: Als Arbeitnehmer bekommt man derzeit auf seinem Rentenkonto 1 Entgeldpunkt gutgeschrieben, sofern man in einem gesamten Jahr das Durchschnittsentgeld von 36.267 Euro (Stand 2017 für die alten Bundesländer) verdient hat.

Hat man beispielsweise bis Rentenbeginn genau 40 Jahre lang immer genau das Durchschnittsentgeld verdient und somit 40 Entgeldpunkte erworben, so lautet die Formel:

40 x 31,03 = 1241,20 EUR monatliche Bruttorente
(abzüglich der Sozialabgaben bei der Rente etc.)

Lesen Sie ergänzend auch unseren Beitrag Rechenbeispiele zur Rente!

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Die Grundformel zur Rentenberechnung – auch gar nicht so kompliziert!

Nur wenige Bürger wissen, wie sich die Rentenformel zusammensetzt. Dabei ist die Formel für die Rentenberechnung relativ einfach zu verstehen. Sie lautet:

Monatliche Rente (brutto) = E x Z x R x A

Die Buchstaben stehen dabei für folgende Faktoren:

E: Entgeltpunkte



… die dem Rentenkonto für jedes Jahr der Berufstätigkeit gutgeschrieben werden. Das deutsche Durchschnittseinkommen ergibt einen Entgeltpunkt von 1,0. Wer weniger verdient, bekommt einen entsprechend geringeren Entgeltpunkt. Umgekehrt gilt für Berufstätige mit überdurchschnittlichem Einkommen (bis zur Bemessungsgrenze), dass sie einen höheren Wert bekommen. Der maximale Wert für den Entgeltpunkt liegt bei etwas mehr als 2.

Z: Zugangsfaktor

… der den Zeitpunkt des Renteneintritts berücksichtigt. Für Personen, die genau mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze aus dem Erwerbsleben ausscheiden, beträgt der Zugangsfaktor 1,0. Beziehen Versicherte früher Rente, ergibt sich ein Abzug von diesem Wert, gehen sie später in Rente, erhöht er sich. Der Abschlag liegt gegenwärtig bei 0,3 % Prozent je Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme.

R: Rentenart

… die ausgezahlt wird. Der Rentenwert für die gesetzliche Altersrente beträgt 1,0. Bei anderen Rentenarten werden abweichende Werte zur Rentenberechnung angesetzt. So wird die Höhe der Witwenrente mit dem Faktor 0,55 berechnet.

A: Rentenwert

… der sich aus der Beitragszahlung für ein Jahr bei Durchschnittsverdienst ergibt. Da sich der Durchschnittsverdienst jedes Jahr ändert, erfolgt auch jährlich eine neue Festlegung dieses Faktors. Der Rentenwert stellt den Gegenwert eines Entgeltpunktes in Euro dar.

Rentenanstieg 2016/2017 – Ergebnisse einer Rentenberechnung geringer als ursprünglich erwartet?

Berechnung der Rente in 2015Die gute Nachricht für alle deutschen Rentner lautet: Es wird in jedem Fall 2016/2017 eine Rentenerhöhung geben. Allerdings muss in diesem Zusammenhang auch gleich die schlechte Nachricht erwähnt werden: Der Zuwachs wird deutlich magerer ausfallen, als noch vor kurzem angenommen. Die Ursache für diese Enttäuschung ist eine von der EU vorgeschriebene Änderung des Rentenwertes, der in der obigen Formel mit dem Buchstaben A bezeichnet wird. Er wird im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung als Summe aller Löhne und Gehälter ermittelt.



Erstmals wirkt sich dabei die Miteinbeziehung von 300.000 Behinderten, die in beschützenden Werkstätten tätig sind, und von 30.000 Personen, die in Berufsbildungswerken beziehungsweise in Einrichtungen der Jugendhilfe arbeiten, aus. Da es sich bei diesen Beschäftigten um Geringverdiener handelt, führt diese Änderung der Berechnung zu einem niedrigeren Rentenwert und damit zu einer geringeren Rentenanpassung in der Rentenberechnung.

Experten gehen allerdings jetzt schon davon aus, dass eine historische Erhöhung der Renten erfolgen wird.

Noch nicht wirklich schlauer geworden? Lesen Sie ergänzend unseren Ratgeber zu Rentenformel und aktuellen Entgeldpunkten.

Bildquellen: zitze, Yuri Arcurs – Fotolia


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Catrin kommentierte am July 20, 2017 at 9:02 am

    Wie alt bist du denn? Ich sage schon immer zu meinen Enkelkinder, geht in die Politik und verändert etwas. Meckern kann man immer, aber besser machen steht auf einem anderen Papier. Junge Leute müssen in die Politik gehen, sonst verändert sich hier nichts mehr.

  2. Stiel ist nicht immer das Ende vom Besen kommentierte am June 12, 2017 at 5:08 pm

    “Pflege” – Was sagt uns das??? Nicht heiraten, nicht arbeiten, keine Kinder bekommen….???? Deutschland schafft sich ganz allein ab.

    Ganz normale fleißige und Menschen die vielleicht nur 2-3 Kinder, und nicht gleich 5-10 möchten, haben mit dieser Sozialpolitik in unserem Land kaum noch eine Chance.

    In 2050 werden unsere “genügsamen Gäste” sich hier so oft reproduziert haben, das Sie mit ihren Entwürfen zur Familienplanung und Lebensweise ganz locker den Laden übernehmen können.

    • Anonymous kommentierte am July 2, 2017 at 8:25 am

      ich bin ganz deiner meinung
      wofür geht man eigentlich noch arbeiten
      wenn am ende nur der weg zum sozialamt oder flaschen sammeln steht
      aber hauptsache die politiker sind versorgt und unsere gäste

  3. Anonymous kommentierte am June 4, 2017 at 1:58 pm

    wie gemein ist es doch, dass für vor 1992 geborene Kinder nur 2 jahre angerechnet werden. das sind die, die bereits jetzt steuerzahler sind und die rentenkassen füllen. die nach 1992 geborenen – was bringen die? und die mütter haben das nachsehen. so wie ich, 4 kinder vor 1992 geboren, alle längst in lohn und brot – ich schwerbehindert und mit abschlag in schwerbehindertenrente.

    da weiß man, was man zu wählen hat!

  4. Anonymous kommentierte am March 20, 2017 at 4:39 pm

    Das mit der Politik ist eine gute Idee. Warum ist manche Arbeit weniger Wert? Als selbstständiger Handwerksmeister arbeitet man meiner Meinung mehr als manch anderer Mensch. ..Beamter uva .Sie alle bekommen mehr Rente..Ist das richtig ?

    • Anonymous kommentierte am June 10, 2017 at 11:54 pm

      Wir haben nun mal die Mafia in Berlin die erst Ihre Taschen füllt dann fürs Ausland
      Und für Deutsche den Arsch! Viele Begreifen es nicht! !!

  5. Pfeifer Klaus kommentierte am February 28, 2017 at 9:29 am

    Wie sieht das bei Schwerbehinderten mit 50% usw. aus in der Rente? Flexirente usw.

  6. Gerd Sperl kommentierte am February 16, 2017 at 12:36 pm

    Die Rentner sind einfach dumm. Sie sind 20 Millionen in der Bundesrepublik Deutschland und haben keine Lobby. Sie sollten eine eigene Partei gründen, und Ihre Interessen durchdrücken. Stellen sich die Rentner mal vor was Sie bei einer Bundestagswahl mit 20 Mio. Wählerstimmen erreichen und durchsetzen können. Das wäre das Ende der Altersarmut. Eine Partei mit 20 Millionen Mitgliedern. Wer Interesse hat sollte sich mit mir in Verbindung setzen. Meine Tel.Nr. 0160-97687752. Meine Email-Adresse Gerd-Sperl@web.de.

    • Elemo Eimer kommentierte am June 27, 2017 at 9:33 am

      Guten Tag Herr Dings,
      es gibt bereits eine seriöse Partei, die sich für alle Belange von der Wiege bis zur Bahre einsetzt.
      DIE PARTEI für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – kurzum, DIE PARTEI.
      DIE PARTEI plädiert seit langem für G1 statt G8 oder G9, denn wer schneller zum Abi gelangt, kommt auch schneller in Rente. Flankierend setzt sich DIE PARTEI für ein neues Verkehrs-Infrastruktur-Konzept ein: Mehr Seilbahnen für Pendler um schneller, flexibler zur Arbeit zu gelangen und zugleich mehr Katapulte für Rentner, um gleichzeitig schneller aus dem Arbeitsprozess in den wohlverdienten Ruhestand zu gelangen.
      Sie liebe Mitbürger haben die Wahl am 24. September, wollen Sie “Mehr von Allem” bei gleichzeitig mehr Beinfreiheit für alle Bürger, sagen Sie NEIN zu Raute und Zottelbart, NEIN zur Kirchentrulla, NEIN zu Sahra, NEIN zur fdp-Spaßpartei, NEIN zu “Petri Heil” – Sagen Sie JA zu DIE PARTEI.

  7. Ein zukünftiger rentner kommentierte am February 5, 2017 at 11:42 am

    Am besten man geht in die Politik dann hat man nach 4 jahren zugehörigkeit keine probleme mit der renteGraf in

  8. Anonymous kommentierte am January 31, 2017 at 1:17 pm

    Wenn Menschen die 40Jahre und mehr in ihrem Leben gearbeitet haben und aufgrund ihres Verdienstes unter monatl. 2000,– € mit einer Rente von 1000,– Euro und weniger – nach allen Abzügen und Versteuerung am aktuellen Leben noch teilnehmen wollen; ist dies unmöglich.

    Ich halte dies nur für eine Unverschämtheit. Ich fühle mich wie viele in dieser Situation einfach von der Regierung im Stich gelassen. Und so superschlaue Sprüche wie: “Arbeit soll sich lohnen” oder ” Man kann den Menschen doch nicht sein Recht auf Arbeit im Alter verwehren”. Das ist ein Schlag ins Gesicht aller derer, die Ihre Gesundheit und damit damit Arbeitsfähigkeit eingebüßt haben. Es scheint wohl doch gesünder zu sein sein Leben mit einem Kissen als Unterlage am Fensterbrett zu verbringen und die Idioten schmunzelnd zu beobachten, wie Sie mit Ihrer Butterbrotdosen zur Schicht gehen. Ein Hoch dem Bruttosiozalprodukt.

    Oder man verbringt seinen “Arbeitstag” mit der täglichen Börsen- und Kontostand-Information eher ohne körperliche Verschleißerscheinungen mit einem ultra hohen Einkommen den vielleicht erfolgreichen Bemühungen die Steuer zu vermeiden.

    Ich habe noch folgende Aussage in einer Aktionärsversammlung in Erinnerung: “Wer als deutscher Unternehmer nur eine müden Euro an Steuer bezahlt, der hat seine Aufgaben in Sachen Steuerpolitik nicht gemacht.”

  9. Anonymous kommentierte am January 2, 2017 at 1:42 pm

    Alles Gaunerei

  10. Zabel kommentierte am November 21, 2016 at 7:26 am

    Noch schlimmer sind doch die Leute dran die eine Partner ins Heim bringen müssen weil sie die Pflege zu Haus nicht mehr schaffen. Die haben z.B. 48 Jahre gearbeitet und die Heimkosten übersteigen die Rente. Dann wird dir alles genommen und du sinkst bis auf Harz 4 und hast damit genau so wenig Geld wie die Leute die noch nie Gearbeitet haben.

  11. Martina Gesmi kommentierte am September 22, 2016 at 6:15 am

    Ein Entgeldpunkt pro Erwerbsjahr mit Durchschnittsverdienst, na super, wie soll ich diesen Durchschnittsverdienst als Mutter zweier Kinder und mit “nur” einer Berufsausbildung denn bitte erreichen? Mein Mann hat sich schon vor Jahren davongemacht. Der wird später in Saus und Braus leben können…

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