Öffentlicher Diskurs: Wie sollte sich die Regierung bezüglich Rente verhalten?

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Liebe Leserinnen und Leser,

Ihre Meinung als Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland ist gefragt. Wie sollte sich unsere Bundesregierung verhalten? Welche Werte sind heute, im Januar des Jahres 2019, gefragt?

Unser Format „Öffentlicher Diskurs“ gibt Ihnen die Plattform, eine Stellungnahme zu einer aktuellen sozialen Situation zu geben, die dann von vielen anderen Menschen gelesen wird. Zu unseren Lesern gehören neben Journalisten und Sozialwissenschaftlern auch Politiker und Lobbyvertreter, Ihre hier geäußerte Meinung kann deren Sicht auf die Dinge beeinflussen.

Sollte sich der Staat stärker für die Belange der Schwächeren einsetzen? Ist ein Leben voller Arbeit wirklich nicht mehr Rente wert? Oder bekommt jeder, was er „verdient“? Ist ein freier Markt die gerechtere Art des Zusammenlebens, weil sich alles selbst reguliert? Welche Rolle spielt die Digitalisierung, die zunehmende Rationalisierung und Bürokratisierung unserer Lebenswelten? Und wie sollte sich eine Gesellschaft an sich definieren? Was ist das gute Leben?

Die Kernfrage unseres aktuellen Diskurses lautet: Wie sollte sich die Bundesregierung bezüglich Rente verhalten?

Wir als Redaktion sind gespannt auf Ihre Kommentare!


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Angefressener bald Ruheständler kommentierte am 4. September 2019 at 10:00

    Unser Rentensystem ist ein Relikt aus dem Mittelalter und es ist erschreckend wieviel Armutsrentner es gibt.Ist dass der Dank dafür, dass man seine Lebensenergie und seine Gesundheit für diesen Staat ein Leben lang geopfert hat.In anderen Ländern werden die „Alten“ so behandelt, wie sie es verdienen.Sie dürfen mit Würde und Respekt und dass schließt meiner Meinung nach auch eine gute Rente ein,behandelt.Man soll sich privat absichern,aber wird dann noch dafür bestraft,indem diese auf die Rente angerechnet wird.Jeder der arbeitet und Geld zur Seite legt, hat doch schon Steuern dafür bezahlt und seinen Gürtel enger geschnallt um es im Alter gut zu haben.Unsere Mütter und Väter, die dieses Land mit ihren Händen nach dem Krieg wieder aufgebaut und zu Wohlstand gebracht haben,dürfen als Dank im Alter leere Flaschen sammeln und nebenbei arbeiten um über die Runden zu kommen.Die Herren und Damen Politiker schieben dafür dicke Diäten ein und bekommen für ihre „Dienste“ am Volk noch fette Pensionen.Ich sag nur noch Pfui Teufel.Schämen sollten sie sich.

  2. Schlussin kommentierte am 31. August 2019 at 10:26

    1. Wir zahlen ganze Arbeitszeit Steuer vom Bruttolohn, und unsere Altersrente ist auch versteuert – so was finde ungerecht.
    2.Wem Altersrentner arbeitet und schutz sich vom Armut, sollte auch als Behlonung weniger Steuer zahlen.3.Altersrente sollte automatisch sein.Ich habe 66 als ich habe mich bei Rentenversicherungsgemeldet.Weil ich habe gute Arbeitstelle. Ein Jahr ist in Luft gelandet. Niemad hat lautu gesagt, Altersrentner kann auch Vollestelle arbeiten.

  3. Heike Schulze kommentierte am 28. Mai 2019 at 16:14

    Es müssen Anreize für junge Familien geschaffen werden wieder mehr Kinder zu bekommen. Z. B. ist in Ungarn eine Einkommensteuerfreiheit ab 4 Kindern angedacht. Damit würde etwas für unsere demografische Entwicklung getan. In der DDR gab es einen Ehekredit zur Erstausstattung des Haushaltes, der ab 2 Kindern nicht zurückgezahlt werden mußte.

  4. Achim kommentierte am 18. April 2019 at 15:00

    Das Rentensystem in Deutschland basiert auf Solidarität. Dann sollten die Einkommensgrenzen mal weggenommen werden und jeder bezahlt nur noch ein paar Prozent in die Renten und Sozialkassen. Es ist doch ungerecht wenn Einkommen von 10.000 € pro Monat nur bis zur Bemessungsgrenze angerechnet werden und der Rest nicht. Bei einem Einkommen von 3.000 € im Monat wird alles angerechnet. Dann ist eine steuerfinanzierte Rente möglich, siehe Niederlande. Renten sollen nicht besteuert werden, da man sein ganzes Arbeitsleben bereits Steuer auf sein Einkommen gezahlt hat. Da Altersruhegeld sollte unantastbar sein. Arbeitnehmer die mit 60 in die Arbeitslosigkeit gehen, weil der Betrieb Konkurs macht oder weil Sie einfach gekündigt werden, sind am Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar. Entweder gehen diese Personen in Rente mit vollen Bezügen oder in das höhere Arbeitslosengeld. Es ist eine Demütigung aller älteren Arbeitnehmern die in den sozialen Abstieg geraten, obwohl sie ihr Leben lang geschufftet haben.

  5. wertvoll009 kommentierte am 2. April 2019 at 14:09

    WERTE: Miete & EU-Rente
    Seit 2009 EU-Rentner nach 32 Arbeits-Jahren und 10,8% Abschlägen.
    Wie soll man bitteschön damit leben? :
    ——————————–
    – für Wohngeld bzw. Grundsicherung ist die Rente zu „hoch“
    – Miete darf alle 3 Jahre um 15% (fünfzehn!!!) für nichts erhöht werden, die jährliche Rentenerhöhung beträgt im Durchschnitt ca. 3% (drei), wenn’s gut geht
    – die Lebenserhaltungskosten (einschließlich Strom, Versicherungen etc.) steigen jährlich
    – usw., usw.
    So sieht der Alltag aus.
    D.h., unter’m Strich bleibt Jahr für Jahr weniger zum Überleben. Wo soll das hinführen?
    Urlaub, Gesundheit, Reisen, Freunde. Alles blieb und bleibt weiterhin leider nur Wunschgedanke.
    Mietspiegel und Wohngeld werden nicht successive angepasst und die 15%-tigen Mieterhöhungen gehören endlich abgeschafft!
    Denn wahrscheinlich verliere ich nächstes Jahr meine dann unbezahlbare kleine Wohnung und werde mangels Wohnungsnot und horrender Mieten unter irgend einer Brücke schlafen müssen. Wenn noch ein Platz frei ist.
    Denn mit Sicherheit wird mir kein Politiker mit seinen Dienst-, Miet-, Eigentums-Wohnungen Unterschlupf bieten.
    So, wie sie nicht ernsthaft darüber nachdenken, wenn sie einerseits geben und andererseits zeitgleich wieder mehr einstreichen/wegnehmen.

    Fazit: Es geht um Lebenswerte. Nicht um das Auto, Haus oder Boot. Nein, es geht einach nur darum, das Leben selbst lebenswert gestalten zu können, ohne sich ständig darüber Sorgen machen zu müssen, wie es morgen wohl weiter geht. Und das nicht nur im Januar 2019.

  6. Anonymous kommentierte am 20. Februar 2019 at 16:51

    Es muss längerfristig eine Bürgerversicherung istalliert werden (vergl. Österreich,Schweiz)in der alle einbezahlen.
    Leider wird dies von Politik und Beamten mit allen Mitteln verhindert.Die Schere des Wohlstandes im Alter wird weiter auseinander-gehen so lange bis wieder aus Frust so gewählt wird,dass jeder nur noch den Kopf schütteln wird und sich fragen -wie hat es so weit kommen können-
    mehr infos unter http://www.beitragszahler-rentner.de

    Pit Ehrlicher

  7. Bartels kommentierte am 27. Januar 2019 at 14:09

    Moin Moin!
    Ich bin seit 1 Jahr Rentner.War Schulhausmeister im
    Öffentlichem Dienst.Meiner Meinung und der vieler
    Kollegen ist das wir unsere Rente doppelt versteuern (Ungerecht).Hab die ganzen Jahre Steuern
    bezahlt 49,9 Jahre eingezahlt!

  8. Paul kommentierte am 18. Januar 2019 at 1:26

    Eins ist klar: es gibt kein unendliches Wachstum, und niemand möchte sich Deutschland mit 300 oder 500 Einwohnern pro Quadratkilometer vorstellen. Auch unsere Urururenkel möchten noch an einem schönen Sonntagnachmittag am Badesee im Gras liegen. Wenn wir uns aber wieder so vermehren wie die Karnickel (wie es die AfD propagiert), werden unsere Urururenkel nur noch in Wolkenkratzern wohnen, aus denen sie nicht mehr heraus kommen. Es geht um unsere Lebensqualität, und wer das nicht versteht, der sollte mal Urlaub in Finnland machen, wo nur 15 E/qkm leben. Wachstum war noch nie eine dauerhafte Lösung. Jede Versicherung erhöht die Beiträge, wenn die Ausgaben die Einnahmen übersteigen. Genau so sollte es auch bei der Rentenversicherung sein.

  9. nofretete kommentierte am 17. Januar 2019 at 10:39

    Naja, das kann man so sehen und meckern wie mein Vorredner – man kann aber auch einfach aufstehen und anpacken. Leistung fühlt sich geil an! Und wenn jeder für sich mal selbst sehen würde in diesem Land, zu was er eigentlich noch fähig ist, hätten wir auch nicht diese politischen Perversionen im Netz, dem Internet, dort wo die dunkle Seite der Seele sich der psychologischen Selbstausschüttung halber zu zeigen vermag…

    Es geht nicht um den Kampf gute Menschen gegen böse Menschen oder Mensch gegen System. Sondern um den Kampf Mensch gegen seine eigene Kontigenz. Darum muss man das eigene Leben mit Leben füllen, bis es stirbt!

    An alle Extremisten aller politischer Lager:

    „Blickst du lange genug in einen Abgrund hinein, so blickt auch der Abgrund in dich hinein“

    – Nitzsche

  10. Peter Seiler kommentierte am 17. Januar 2019 at 10:20

    Wir sind im neoliberalen Zeitalter angekommen, der Sozialstaat wird langsam abgebaut. Leistung steht über dem Gemeinwohldenken, obgleich wir materiell bereits überfressen sind und den KATER einfach nicht loswerden. Alles muss weiter rationalisiert und optimiert werden, damit wir noch näher an etwas kommen, was wir gar nicht erreichen wollen.

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