Treppenaufzug für Senioren – Mobilität in der eigenen Wohnung

Mobilität im Alter ist wichtig und Treppenlift ein hilfreiche Mittel zum ZielDie Frage nach der Mobilität muss sich irgendwann im Leben jeder Mensch stellen. Die gesundheitliche Kondition lässt nach, jeder Gang wird schwerer und besonders das Treppensteigen wird zu einem großen Hindernis im Alltag. Hier kann ein Treppenaufzug helfen.

Technologie mit geschichtlichem Ursprung

Die Ursprünge des Treppenlifts liegen – wie vielen bekannt – in der Technologie des Fahrstuhls. Das Konzept, eine Person oder auch Lasten von einem Stockwerk ins andere zu befördern, wurde bereits 1853 vom US-Amerikaner Elisha Graves Otis erdacht. Um 1930 wurden dann die ersten Prototypen des Treppenlifts vorgestellt. In Deutschland präsentieren die Treppenlift-Pioniere Brinkman und Hamer in der Mitte des 20. Jahrhunderts erste vollfunktionsfähige Treppenlifte. Seitdem ist viel passiert und die Technologie wird fortlaufend verbessert und ausgebaut. Inzwischen ist eine Senioren Wohnung ohne Treppenaufzug praktisch undenkbar geworden, zumal die Marktpreise immer weiter fallen.

Relevant für jeden Senioren

Personen, die Treppen aus eigener Kraft nicht bewältigen können, sind früher oder später auf einen Treppenlift angewiesen. So ein Treppenschrägaufzug setzt sich in der Regel aus einem bequemen Sitzelement und einem Antriebsaggregat zusammen. An der betreffenden Treppe wird eine Führungs- bzw. Tragschiene montiert. Für Treppen mit Kurven, wie sie besonders in Altbauwohnung vorhanden sind, kommen meist spezielle Tragrohre in gebogener Form und Reibradantriebe zum Einsatz. Gerade Treppen lassen sich mit einem simplen Zahnstangenantrieb bewältigen.

Unbestreitbare Vorzüge dank Norm und Qualitätsgarantie

Die Vorteile eines Treppenlifts liegen deutlich auf der Hand: der Treppenlift schafft wieder Mobilität im eigenen Haus und mindert die Gefahr von der Treppe abzustürzen und sich ernsthafte Verletzungen zuzuziehen. Betreuungs- und Pflegepersonal kann eingespart werden, da man beim Auf- und Abstieg der Treppe nicht länger auf Hilfe einer anderen Person angewiesen ist. So können auch Familienmitglieder entlastet werden, die sich sonst zeitaufwändig um die in ihrer Mobilität eingeschränkten Person kümmern müssten und über das Pflegegeld materiell nur bedingt entschädigt werden.

Stützlehnen, Klappschranken, Abrollsicherungen und Sicherheitsgurte sorgen für absolute Sicherheit bei der Verwendung des Treppenlifts. Auch für Notstromversorgung bzw. Akkubetrieb ist im Normalfall gesorgt, sodass eventueller Stromausfall keine direkten Problematiken aufwirft. Die Deklarierung des Treppenfahrstuhls ist vorgeschrieben, sodass Name und Anschrift des Herstellers, die Seriennummer, das Baujahr, das zulässige Maximalgewicht und eine Notfallrufnummer über die Qualität des Treppenlifts Ausschlag geben.

Um bei der Anschaffung des Treppenlifts keine groben Fehler zu begehen sollte ein umfangreicher Vergleich der Angebote vorgenommen werden. Immerhin ist das Angebot groß und viele Anbieter reißen sich um die Gunst der Kunden. Unser Magazin hält dazu eine Vergleichsmaske bereit (siehe hier).

Modelle zur Finanzierung des Treppenlifts

Die Kosten für einen Treppenaufzug können schnell in fünfstellige Bereiche wandern, was oftmals die finanziellen Möglichkeiten des Treppenliftinteressenten übersteigt. Glücklicherweise gibt es in Deutschland Rehabilitationsträger, welche die Kosten für den Einbau eines Treppenaufzugssystems übernehmen. Mithilfe des neunten Sozialgesetzbuches (diesen externen Verweis mit einem Klick öffnen) lassen sich die zuständigen Kostenträger ausfindig machen.

Generell gilt, dass die gesetzliche Krankenversicherung Treppenlifte nicht übernimmt, da sie nicht als Hilfsmittel unter medizinischem Gesichtspunkt deklariert sind. Die Pflegeversicherung hingegen kann die Beschaffung als wohnumfeldverbessernde Maßnahme für altersgerechtes Wohnen deklarieren und bezuschussen.

Wer aufgrund eines Unfalls oder einer Berufskrankheit auf einen Treppenlift angewiesen ist, darf sich in der Regel über die Finanzierung durch die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers oder durch die zuständige Berufsgenossenschaft freuen. Sollte man sich noch nicht im Rentenalter befinden, kann auch die Bundesagentur für Arbeit oder die Rentenversicherung für die Kosten aufkommen, wenn man den Treppenlift nachweislich als Notwendigkeit zur Berufsausübung bezeichnen kann.

Schlussendlich können auch regionale Förderungsprogramme oder das Sozialamt für die Finanzierung eines Treppenlifts einspringen, dies wird je nach Antrag individuell geprüft.

Bildmaterial: entspannt dem Objektiv von Karl-Heinz Laube – pixelio.de


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