Bei der MetallRente handelt es sich um ein betriebliches Versorgungswerk. Es bietet den Arbeitnehmern aus Betrieben der Metallwirtschaft die Möglichkeit, für ihr Alter vorzusorgen. Dabei profitieren sie von den Vorteilen, die eine Einrichtung der Altersvorsorge mit einer sehr großen Mitgliederzahl bieten kann. Dies bezieht sich sowohl auf die günstigen Konditionen als auch auf die Auswahlmöglichkeiten zwischen verschiedenen Formen der betrieblichen Altersvorsorge.
MetallRente: Vertragsnehmer von VW bis Porsche
Mittlerweile besitzen immerhin über zwei Drittel aller Beschäftigten in metallverarbeitenden Betrieben mit einer Mitarbeiterzahl von mehr als zwanzig eine derartige betriebliche Altersvorsorge. Die große Popularität der Metallrente lässt sich auch daran ablesen, dass sich unter den zahlreichen Großkonzernen, die ihren Mitarbeitern diese Form der Altersvorsorge anbieten, so renommierte Unternehmen wie VW, Knorr Bremsen, Bombardier, Pfaff, Porsche und Saarstahl befinden. Insgesamt unterstützen rund 35.000 Betriebe ihre Mitarbeiter beim Abschluss einer MetallRente.
Die Geschichte und Zielgruppen der MetallRente
Das Versorgungswerk MetallRente wurde im Jahre 2001 gemeinsam von der IG Metall und Gesamtmetall (Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e. V.) gegründet. Das Versorgungswerk MetallRente ist als GmbH organsiert, an der die IG Metall und Gesamtmetall jeweils die Hälfte der Anteile halten.
Unter dem Motto „Gemeinsam besser vorsorgen“ haben es sich die Kooperationspartner zum Ziel gesetzt, den Beschäftigten der Metallbranche eine tragfähige betriebliche Altersvorsorge durch die Umwandlung von Teilen ihres Arbeitsentgelts anzubieten. Dabei passen die von dem Versorgungswerk MetallRente konzipierten Vorsorgepläne perfekt zu den in den jeweiligen Tarifverträgen zur Entgeltumwandlung vereinbarten Regelungen.
Alle Betriebe erhalten sehr vorteilhafte Großkundenkonditionen. Dies gilt unabhängig von der tatsächlichen Größe des Unternehmens, in dem die Arbeitnehmer beschäftigt sind. Auf diese Weise kommen auch Angestellte in Kleinbetrieben in den Genuss von Vorzugskonditionen, wie sie sonst nur Beschäftigte großer Konzerne erhalten.
Die Konsortialpartner
Während kleinere Versorgungswerke oder –anbieter in der Regel nur mit einem Versicherungsunternehmen zusammenarbeiten, kooperiert die MetallRente mit einem Zusammenschluss aus vier führenden europäischen Versicherungskonzernen, die schon seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf für ihre Vorsorgeprodukte genießen. Dabei handelt es sich im Einzelnen um die Allianz, die R + V Gruppe, Swiss Life sowie den Ergo Konzern. Die umfangreiche Erfahrung und die Mengeneffekte, die durch eine riesige Anzahl durch die MetallRente abgesicherter Personen bewirkt werden, ermöglichen extrem günstige Versicherungskonditionen. Außerdem ermöglicht der Zusammenschluss mehrerer Versicherungsunternehmen zu einem Konsortium, das die Metallrente anbietet, eine Minimierung des Risikos. Sollte einer der Partner nur geringe Renditen erwirtschaften oder womöglich sogar in eine finanzielle Schieflage geraten, können die anderen Versicherer dies ausgleichen
Die von der MetallRente angebotenen Versicherungen
Grundsätzlich liegt allen von der MetallRente vertriebenen Versicherungsprodukten aus dem Bereich der betrieblichen Altersversorgung die Umwandlung von Teilen des Bruttoentgelts des Arbeitnehmers in Beiträge zu den jeweiligen Vorsorgeformen zugrunde. Damit handelt es sich regelmäßig um arbeitnehmerfinanzierte Altersvorsorge. Im Einzelnen können Beschäftigte aus der Metall- und verwandten Branche sämtliche vom Gesetzgeber für diesen Zweck vorgesehene Vertragsformen beim Versorgungswerk MetallRente abschließen:
- Direktversicherung
- Pensionskasse
- Pensionsfonds
- Unterstützungskasse
Darüber hinaus bietet die MetallRente auch Verträge für das Riestersparen an. Dieses Angebot fällt unter die private, vom Staat geförderte Altersvorsorge. Sie erweist sich insbesondere für Arbeitnehmer mit Kindern als lohnend, da sie hohe Zulage für ihren Nachwuchs erhalten. Außerdem besteht die Möglichkeit, über die Metallrente mit einer Berufsunfähigkeits- beziehungsweise Erwerbsminderungsrente den Verlust oder die Einschränkung der eigenen Arbeitskraft wirksam abzusichern.
Fazit: Die MetallRente stellt allgemein ein vorteilhaftes Angebot für die betriebliche Altersvorsorge dar. Allerdings sollten Beschäftigte der Metallbranche dennoch ein konkretes Vertragsangebot vor dessen Abschluss gründlich prüfen. Insbesondere sollten sie dabei auf Kosten für den Vertrieb und die Verwaltung sowie auf garantierte Verzinsungen und Renditen achten. Für die Beurteilung der von der MetallRente angebotenen Riesterrente sowie der Berufsunfähigkeitsversicherung beziehungsweise Erwerbsminderungsrente sollte der Kunde unbedingt Vergleichsangebote von anderen Anbietern einholen.
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