Online-Kaufberatung für Rollatoren: Interview mit Dennis Radigk

Rollator KaufberatungRollatoren sind ein weit verbreitetes Hilfsmittel für den Erhalt der Alltagsmobilität. Mit einer zunehmenden Vielfalt an Angeboten wächst jedoch auch die Unübersichtlichkeit in der Produktlandschaft. Grund genug mit dem Branchenexperten Dennis Radigk ins Gespräch zu kommen und den wichtigsten Fragen rund um den Rollatorkauf auf den Grund zu gehen.

Inhaltsübersicht

  1. Der Interviewpartner und seine Hintergründe
  2. Wie ist eine kostenlose Kaufberatung möglich?
  3. Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Rollator-Kauf?
  4. Der Rollator-Markt und durchschnittliche Preiskateogrien
  5. Orientierungshilfen und Verbrauchersiegel
  6. Rollator-Modelle samt Vor- und Nachteilen
  7. Internetkauf oder Sanitätshaus?
  8. Haltungsschäden durch Beratung vermeidbar?
  9. Kostenübernahme durch die Krankenkasse?
  10. Tipps und Alternativen

Eckdaten zum Interviewpartner

Dennis RadigkDennis Radigk
Radigk betreibt diverse Internetportale und ist Miteigentümer einer Möbelfirma, die in Kooperation mit sozialen Initiativen nachhaltige Möbel in Handarbeit fertigt. Um nun seine Praxiserfahrungen aus seinem Hauptberuf in der Pflege und der Betreuung seines Großvaters weiterzugeben, hat er vor Kurzem seine „Rollator Kaufberatung“ auf www.rollator-kaufen-ratgeber.de ins Leben gerufen.

Lieber Dennis, Du betreibst eine Online-Kaufberatung für Rollatoren. Wie kamst du auf die Idee und was steckt genau dahinter?

Das ist eine gute Frage, weil ich die Idee für eine Online-Kaufberatung für Rollatoren anfangs selbst gar nicht so genau im Kopf hatte. Ich war schon seit längerem auf der Suche nach einer Möglichkeit Menschen im Internet mit meinem Wissen aus der Pflege einen Mehrwert zu bieten.

Als ich vor einigen Monaten meinem Opa geholfen habe für ihn einen leichteren und moderneren Rollator als Alternative zu seinem Rollator von der Krankenkasse zu kaufen, merkte ich, dass ich hier eine gute Möglichkeit gefunden hatte. Wir standen zuerst vor einer riesigen Flut von Angeboten für Rollatoren und fühlten uns förmlich erschlagen. Bei der weiteren Recherche merkten wir, dass wir gar nicht genau wussten was für meinen Opa persönlich am wichtigsten ist und fanden es erst nach und nach heraus. Heute nachdem wir uns für einen Kauf entschieden hatten bin ich froh, dass wir uns so viel Zeit genommen haben.

Er ist mit seinem Rollator sehr zufrieden, sein Bewegungsradius hat sich erhöht und einige Extras, die er bei seinem alten Rollator nicht hatte möchte er nun in seinem Alltag gar nicht mehr missen. Für mich war nach dieser doch sehr umfangreichen Recherche klar, dass man solche Informationen für Käufer im Internet auch besser und übersichtlicher aufbereiten kann. Das Ziel meiner kostenlosen Kaufberatung ist, dass man nur wenig Zeit braucht um sich auf einem Blick umfassend zu informieren und dann genau zu wissen, was für einen das richtige Modell ist.

Dann hast du ja tatsächlich Erfahrungen aus erster Hand gesammelt, die es sich weiterzugeben lohnt. Aber das Portal betreibst du doch sicher nicht ganz uneigennützig, oder doch? Wie finanziert sich eine „kostenlose“ Kaufberatung?

Das ist richtig. Ich habe wie anfangs erwähnt schon seit längerem nach einer Möglichkeit im Internet gesucht Leuten mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen einen Mehrwert zu bieten. Mit einer Kaufberatung, die für die Nutzer tatsächlich komplett kostenlos ist, erhält man über Seiten auf denen die Produkte verkauft werden entsprechende Werbekostenerstattungen. Diese haben keinen Aufpreis für die Käufer zur Folge.

Auf meiner Internetseite habe ich Rollatoren sämtlicher Preisklassen unter die Lupe genommen und stelle bewusst die Bedürfnisse der angehenden Rollatornutzer über etwaigen Provisionshoffnungen. Dies ist auch ein Grund dafür, dass ich ausschließlich Rollatoren die z.B. auf Amazon mindestens eine 4/5 Sterne-Bewertung erhalten habe mit in die engere Auswahl nehme und warum ich auch Rollatoren der niedrigsten Preisklasse umfassend vorstelle. Kurz: natürlich ziehe ich einen Nutzen aus meiner Arbeit, allerdings frei nach dem Motto: ehrlich währt am längsten.

Wann ist es an der Zeit über einen Rollator nachzudenken? Worauf sollte man bei der Anschaffung insbesondere Acht geben?

Um diese Frage zu beantworten muss man zwei große Käufergruppen voneinander unterscheiden.

Die eine Gruppe von Rollator-Nutzern ist quasi von einem auf den anderen Tag mit einer starken Bewegungseinschränkung konfrontiert. Dazu zählen vor allem Reha-Patienten zum Beispiel nach einer Hüft- oder Kniegelenk-Operation. Hier ist der Fall klar: Ab dem Zeitpunkt der OP sollte zur Unterstützung und Rehabilitation ein Rollator genutzt werden.

Die zweite Gruppe von Rollator-Nutzern – und sicherlich auch die Gruppe an die jeder denkt, wenn man das Wort Rollator hört – sind Menschen mit einer Gehschwäche. Hiervon sind vor allem Senioren betroffen. Bei dieser Gruppe ist die Frage wann man einen Rollator kaufen sollte nicht ganz so leicht zu beantworten. Viele Menschen, gerade im hohen Alter, leben schon seit Jahren mit ihrer Gehschwäche. Diese Gehschwäche ist mit der Zeit immer schlimmer geworden ist und die Betroffenen haben sich nach und nach damit abgefunden. Erst in einem ziemlich späten Stadium, wenn der Bewegungsradius und die Freiheit schon sehr eingeschränkt sind, kommt die Frage nach einem Rollator auf. In einem solchen, leider sehr häufigen Fall, hätte man sich über eine frühzeitige Rollator-Nutzung sehr viel Lebensqualität erhalten können. Daher gilt: Immer ehrlich zu sich selbst sein und hinterfragen, ob man sich – wenn auch nur unterbewusst – nicht schon bereits einschränkt und einem eine Gehhilfe nicht doch eine Erleichterung im Alltag bringt. Gute Anzeichen hierfür sind zum Beispiel das Vermeiden längerer Spaziergänge oder dass man nur noch sehr ungerne Einkaufen geht, weil der Weg und das Tragen so strapaziös geworden sind.

Bei der Anschaffung sollte man darauf achten sich nicht zu sehr auf die Preisfrage zu versteifen. Sicherlich haben heutzutage nur die wenigsten, allen voran Rentner, viel finanziellen Spielraum. Trotzdem muss man immer im Hinterkopf behalten, dass einen der Rollator jahrelang begleiten wird und man schon mit 100€ Aufpreis über Jahre hinweg erhebliche Qualitätsunterschiede erhält. Hier sollte man sich ganz klar für ein Modell entscheiden, das nicht den kleinsten Preis, sondern den größten persönlichen Nutzen bietet. Mein Opa hat sich für ein mittelpreisiges Rollatormodell für etwas weniger als 200€ entschieden und stellt seinen Rollator nun gerne als den günstigsten Mercedes Deutschlands vor.

Wächst der Markt der Rollatoren denn derzeit? Mit welchem Preis muss ich als Verbraucher rechnen? Und sind Rollatoren per se gleich oder gibt es Anbieter die Innovationen bringen?

Vom demographischen Wandel und dem hohen Durchschnittsalter in Deutschland hat sicherlich jeder schon etwas gehört. Da die größte Gruppe der Rollatorennutzer die Senioren sind, ist es klar, dass der Markt deswegen noch nicht an seinem Höhepunkt angelangt ist. Vor allem aber ist der Rollator in seinem alltäglichen Anwendungsgebiet als praktisches Hilfsmittel einfach konkurrenzlos und es ist auf jeden Fall mit einer Zunahme von Rollatorkäufen zu rechnen.

Rollator Preise

„Ab 50€ bis circa 300€“ sollte man preislich für einen Rollator einplanen, erklärt Radigk.

Als Verbraucher kommt es vor allem darauf an wo man seinen Rollator kauft. Traditionell gelten die Sanitätshäuser als Anbieter von Rollatoren vor Ort. Doch dem Preisvergleich mit dem Internet hält kein Sanitätshaus stand und für die private Beratung muss meist ein sehr hoher Preisaufschlag gezahlt werden. Schnäppchensucher sollten für einen Rollatorkauf vor Ort auf ein Angebot in ihrem Discounter warten, wo man einen Rollator schon für unter 100€ kaufen kann. Im Internet findet man jedoch die günstigsten Preise. Hier werden die gängigen Rollatoren in sämtlichen Ausführungen ab 50€ bis circa 300€ angeboten. Natürlich ist die Preisspanne nach oben hin immer offen, aber wer sich im Internet einen Rollator für 300€ kauft, der ist in Sachen Qualität und Komfort ganz vorne dabei.

Natürlich ist ein Rollator nicht gleich Rollator. Lange Zeit gab es z.B. nur die alten Stahlrollatoren, die sehr sperrig sind und für einen älteren Menschen mit seinem Gewicht über 10kg nur sehr schwer über einen Kantstein zu hieven ist. Innovative Hersteller gibt es mittlerweile mehrere. Vor allem schwedische Firmen, dem Herkunftsland der Rollatoren waren anfangs die größten Innovatoren auf dem Markt. Mittlerweile kann man aber sagen, dass jeder Hersteller im mittelpreisigen Bereich einen Mehrwert für seine Kunden bietet. So gibt es neben dem alten Standard-Stahlrollator heutzutage spezielle Indoor-Rollatoren, die speziell für den Innenbereich konzipiert worden sind. Auch sind der Großteil der neuen Rollatoren, die heutzutage auf den Markt kommen, so genannte Leichtgewicht-Rollatoren, die für viele Senioren im Alltag wesentlich besser geeignet sind als ihre schwereren Vorgänger.

Doch sicherlich gibt es auch Modelle, die eher von Werbe-Fachleuten als von wirklichen Orthopädie-Experten entworfen wurden? Gibt es hier Orientierungshilfen wie z. B. Gütesiegel von Verbraucherschutzorganisationen?

Selbstverständlich haben auch Marketing-Experten den riesigen Markt der Hilfsmittel für sich entdeckt – und darunter fallen auch Rollatoren. Als Orientierungshilfe gibt es neben der Möglichkeit über Seiten wie meiner Kaufberatung auch nach Tests von unabhängigen Instituten zu suchen. So hatte Stiftung Warentest 2014 einen großen Rollatoren-Test gemacht anhand deren Beurteilung man sich orientieren kann. Das meiner Meinung nach beste Gütesiegel ist jedoch eine repräsentative Kundenbewertung. Hat ein Rollator auf Amazon beispielsweise 50 Bewertungen, die im Durchschnitt über 4 Sterne liegen, kann man davon ausgehen, dass man mit einem Kauf dieses Rollatoren Modells selbst auch gut beraten ist. Man sollte nie vergessen, dass niemand den Nutzen eines Rollators besser beurteilen kann, als die Person, die ihn täglich nutzt.

Welche Unterschiede bei einzelnen Rollator-Modellen gibt es denn? Gilt es hier verschiedene Vor- und Nachteile bei den einzelnen Varianten im Hinterkopf zu behalten?

Wie bereits erwähnt gibt es zwei größere Kategorien von Rollatoren. Die Standard-Rollatoren, die für alle Situationen im Alltag bestimmt sind und die Indoor-Rollatoren. Man kann aber noch weiter spezifizieren und zwischen Leichtgewicht Rollatoren, Stahl-Rollatoren und sogar Outdoor-Rollatoren unterscheiden. Dabei hat jeder Rollator seine Daseinsberechtigung.

So sind Stahl-Rollatoren nicht grundsätzlich schlechter als Leichtgewicht-Rollatoren anzusehen. Leidet der Rollator-Nutzer unter großen Unsicherheiten beim Gehen z.B. durch eine Parkinson-Erkrankung, so gibt ein schwereres Modell mehr Sicherheit.

Bei Leichtgewicht Rollatoren ist diese Stabilität in den niedrigeren Preisklassen nicht ganz so leicht zu finden und für sehr stabile Leichtgewicht Rollatoren muss man meist schon 200€ ausgeben. Leichtgewicht-Rollatoren sind sehr leicht zu handlen und haben gerade im mittel- bis hochpreisigen Bereich sehr elegante Zusammenklapp-Lösungen. Dadurch kann auch ein etwas schwächerer Nutzer seinen Rollator problemlos mit in die Bahn nehmen, im Auto transportieren auf Reisen mitnehmen.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich die Indoor-Rollatoren. Oft sind die Indoor-Rollatoren schon an ihrem ansprechenden Design zu erkennen. So gibt es in diesem Bereich häufig Holz-Rollatoren, die eine Optik bieten, die sich wesentlich besser in das heimische Wohnbild einfügt als zum Beispiel der blaue Standard-Rollator. Indoor-Rollatoren haben anstatt der Sitzfläche meist ein Tablett angebracht auf dem man sehr leicht und sicher Kleinigkeiten wie einen Teller mit Essen und etwas zu trinken transportieren kann. Für den Außenbereich sollte man diese Rollatoren aber nicht verwenden.

Es gibt natürlich auch Nutzer, die sehr viel in der freien Natur oder im Garten unterwegs sind. Manchmal ist es auch einfach nur der Wohnsitz auf dem Land, wo die Straßen manchmal nicht durchgehend asphaltiert sind. Hier lohnt sich die Anschaffung eines speziellen Outdoor-Rollators. Diese sind mit extra großen Rädern ausgestattet, mit denen man problemlos durch unebenes Gelände kommt während man trotzdem noch ein hohes Maß an Gehsicherheit behält.

Ist das Internet denn überhaupt geeignet für die Auswahl eines geeigneten Rollators? Immerhin lassen sich beim Onlinekauf keine „Probefahrten“ durchführen, oder?

Rollatorkauf Internet

Probefahrten im Internet nicht zu haben? Theoretisch schon: „Es gibt heutzutage fast keinen Internetshop mehr, der seinen Kunden kein mindestens 14-tägiges Rückgaberecht einräumt.“

Das ist richtig und der Grund warum sich nach wie vor viele Menschen für den Besuch des örtlichen Sanitätshauses entscheiden. Man darf dabei auch nicht den Vorteil außer Acht lassen, dass Sanitätshäuser einem auch in der korrekten Nutzung des Rollators unterweisen. Allerdings ist der immense Preisunterschied, bei dem in Einzelfällen sogar mehr als das Doppelte für den gleichen Rollator gezahlt wird, für viele Menschen ein Grund sich doch an einen Internetkauf zu versuchen. Die Online-Händler sind sich über ihren Nachteil zum örtlichen Einzelhandel bewusst und haben mittlerweile nachgezogen. Es gibt heutzutage fast keinen Internetshop mehr, der seinen Kunden kein mindestens 14-tägiges Rückgaberecht einräumt. Da entfällt dann auch das Risiko eines Fehlkaufs durch mangelnde Beratung.

Trotzdem kann eine fachmännische Beurteilung im Sanitätshaus doch auch Haltungsschäden vorbeugen? Oder gehört das nicht unbedingt zu der dortigen Expertise?

Natürlich sollte ein Sanitätshaus seine Kunden in der korrekten Nutzung des Rollators unterweisen. Allerdings ist auch dieser Service meist auf eine kurze Erklärung begrenzt. Das wichtigste ist in diesen Unterweisungen die korrekte Einstellung der Griffhöhe und der Bremsen. Wird der Rollator komplett montiert gekauft, helfen einem einige Sanitätshäuser bei diesen Einstellungen. Jedoch ist bei vielen Herstellern dem Rollator ein Hinweis zur korrekten Einstellung beigefügt, so dass man keine direkte Einweisung braucht. Außerdem sind die Einstellungsmechanismen häufig bereits mit einer erleichterten Bedienung versehen, so dass selbst Nutzer im hohen Alter die Arretierungen ohne Probleme vornehmen können. Was jedoch viel Sinn macht sind so genannte Rollatoren Kurse – auch bekannt als „Rollator-Führerschein“ – bei denen die Nutzer von Fachmännern und zusätzlich meistens Polizisten unterwiesen werden. In Kürze werde ich auch auf meiner Internetseite einen Artikel über die Vorzüge dieser Rollatoren Kurse schreiben, da sie meiner Meinung nach der beste Weg sind um den korrekten Umgang mit dem Rollator zu lernen.

Nicht alle Senioren verfügen über das nötige Kleingeld für teure Geräte. Gibt es die Möglichkeit die Krankenkasse zur Kostenübernahme zu bewegen? Kann man sonst irgendwie Geld sparen?

Wenn ein entsprechendes Krankheitsbild vorliegt übernehmen die Krankenkassen die Kosten für einen Rollator zum Teil fast ganz. Man zahlt dann nur einen geringen Eigenanteil. Allerdings muss der attestierende Arzt dabei sehr genau begründen warum ein Rollator als Hilfsmittel benötigt wird. Geht es dabei um Extras, wie z.B. einen Leichtgewicht-Rollator sieht es nochmal etwas schlechter aus. Manche Krankenkassen zahlen den Rollator auch nur anteilig und in Verbindung mit der Nutzung eines Modells aus einem Sanitätshaus mit denen sie einen Rahmenvertrag haben. Dabei kommt man teilweise sogar günstiger bei weg wenn man sich das gleiche oder sogar ein höherwertiges Modell aus dem Internet einfach selbst kauft. Man darf dabei auch nicht vergessen, dass der Rollator von der Krankenkasse nur eine gestellte Leihgabe ist, der nach der Nutzung wieder zurückgegeben werden muss. Dadurch kann es auch sein, dass man selbst nur einen gebrauchten Rollator von der Krankenkasse erhält. Die günstigste Variante ist wie immer das Internet, worüber ich schlussendlich sogar selbst den Rollator für meinen Opa gekauft habe.

Hast du abschließende Tipps für den Rollatorkauf? Sind beispielsweise Gebrauchtmodelle eine sinnvolle und preisgünstige Alternative?

Mein größter Tipp ist nach wie vor eine genaue Recherche vor dem Rollatorkauf, da der Rollator meist ein mehrjähriger Begleiter ist. Man sollte sich deswegen vorab im Klaren über seine Bedürfnisse sein und welche Modelle genau diese erfüllen. In meiner kostenlosen Kaufberatung habe ich deswegen den Schwerpunkt genau auch auf diese wichtigen Punkte gelegt. Außerdem sollte man für einen Rollator ruhigen Gewissens den einen oder anderen Euro mehr ausgeben, da man damit ausnahmsweise mal sich selbst einen großen Gefallen tun kann. Von Gebrauchtmodellen aus privater Hand rate ich eher ab. Die Krankenkassen, die in Kooperation mit den Sanitätshäusern stehen lassen die gebrauchten Rollatoren, die sie ihren Patienten als Leihgabe geben, vor der Übergabe generalüberholen. Im Privatgebrauch sieht es da anders aus. Da die größte Ursache für Stürze mit dem Rollator beispielsweise kaputte oder falsch eingestellte Bremsen sind, sollte man sich lieber für ein neues Modell entscheiden oder es nach dem Kauf vom Fachhändler überholen lassen.

Lieber Dennis, vielen Dank für Rede und Antwort!

Bildquellen: Monkey Business, Yuri Arcurs & Iakov Filimonov – Fotolia


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 2 abgegebenen Stimmen.


Bewerten Sie diesen Artikel - Hinterlassen Sie gerne auch ein Kommentar!
Loading...

Kommentar schreiben

(auch anonym möglich)

Hier haben Sie die Möglichkeit den Beitrag (wenn Sie mögen anonym) zu kommentieren und Ihre Erfahrungen und Meinungen zu schildern. Wir freuen uns über jeden Kommentar! Bitte beachten Sie jedoch, dass wir politische Hetze gegenüber Minderheiten und Aufrufe zu Gewalt nicht veröffentlichen werden.

Rentner, Senioren, ältere Menschen, goldene Jahre, Herbst des Lebens, Silver Surfer - Bezeichnungen für die Leser dieses Magazins gibt es viele. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir in unseren Publikationen so weit wie möglich mit neutralen und wertfreien Bezeichnungen arbeiten bzw. allgemein an "den Leser" adressieren.
Seniorenbedarf.info