Städtereisen nach Berlin: Was sollte auf dem Reiseplan stehen?

Berlin läd zu bezaubernden Städtereisen einDie Hauptstadt Deutschlands zieht zu jeder Zeit im Jahr Städtereisende an. Immerhin wurde hier Geschichte geschrieben: die Mauer durch die Stadt, Revolutionen und Arbeiterbewegungen. Fast keine andere Stadt hat so oft eine Hauptrolle in der Geschichte eines Landes gespielt wie Berlin. Da ist es kein Wunder, dass nicht nur Ausländer sondern auch Deutsche Jahr für Jahr wieder in die Stadt fahren und sich die Sehenswürdigkeiten anschauen, die Berliner Küche genießen und vor allem Kultur und Geschichte einatmen.

Wer das erste Mal eine Reise in die Hauptstadt plant, fühlt sich allerdings oft überfordert; es gibt so viele Sehenswürdigkeiten, dass kaum Zeit dafür bleibt, Berlin auf eigene Faust zu erkunden. Dieser Artikel beantwortet die häufigsten Fragen zu einem Kurztrip nach Berlin und welche Sehenswürdigkeiten beim ersten Besuch auf jeden Fall mitgenommen werden sollten.

  1. Macht es Sinn, mit dem Auto durch Berlin zu fahren?
  2. Was ist so interessant am Brandenburger Tor?
  3. Was gibt es beim Reichstag zu erleben?
  4. Welche Sehenswürdigkeiten sollte ich noch mitnehmen?
  5. Wo gibt es den besten Blick über Berlin?
  6. Welches Museum lohnt sich für einen Besuch?
  7. Wo gibt es das beste „Multi-Kulti“-Gefühl?
  8. Was ist typische Berliner Küche?
  9. Wie läuft das Berliner Nachtleben ab?
  10. Welche kulturellen Veranstaltungen gibt es in der Hauptstadt?

Macht es Sinn, mit dem Auto durch Berlin zu fahren?

Berlin ist mittels Bahn und Auto erreichbarBerlin ist eine Großstadt. Dies impliziert eine sehr gute Infrastruktur in der Stadt, vor allem mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln. U-Bahn, S-Bahn und Straßenbahn sind die Verkehrsmittel, die am besten für den Weg von A nach B in der Stadt zu nutzen sind, sofern der Weg zu Fuß zu weit ist.

Mit dem Auto durch die Stadt zu fahren, ist hingegen kein Vergnügen. Vor allem nicht im Urlaub, in dem alles entspannt sein sollte. Die Parkplatzsuche dauert meist Stunden, vor allem an den bekannten Touristenzielen. Dadurch geht viel Zeit verloren. Außerdem ist Berlin zwar groß, die einzelnen Sehenswürdigkeiten liegen aber trotzdem oft eng beieinander.

Was ist so interessant am Brandenburger Tor?

Laut einer Umfrage des deutschen Tourismusverbands ist das Brandenburger Tor die beliebteste Sehenswürdigkeit in Berlin und das zweit beliebteste Wahrzeichen in Deutschland. Dieses Tor kann auf eine ungefähr 200-jährige Geschichte zurückblicken. Der preußische König Friedrich Wilhelm II. gab den Befehl, dieses Bauwerk zu errichten.

Das Brandenburger Tor wurde zu einem stetigen Begleiter in der deutschen Geschichte, teilweise sogar in der Geschichte Europas. Zur Zeit der DDR markierte es die Grenze zwischen West- und Ostberlin, da es genau im mittleren Bezirk steht. Bis zur deutschen Wiedervereinung war es außerdem das Symbol des Kalten Krieges, nach 1990 wurde es zum Symbol des wiedervereinten Deutschlands.

Wer in Berlin ist und ein Stück Geschichte sehen möchte, sollte dieses Wahrzeichen deswegen mitnehmen. Abgesehen von seiner Bedeutung hat es außerdem eine schöne Architektur, die dem frühklassizistischen Stil zuzuordnen ist. Heutzutage ist das Tor außerdem Schauplatz verschiedenster Events, beispielsweise offizielle Staatsfeiern oder Silvesterpartys.

Was gibt es beim Reichstagsgebäude zu erleben?

Der Berliner Reichstags ist Sitz der deutschen RegierungDieses Gebäude ist der Sitz des Deutschen Bundestags. Außerdem tritt hier die Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten zusammen. Der Plenarsaal ist etwa 1.200m² groß – damit ist er der größte in Europa. Touristen haben die Möglichkeit, bis zur gläsernen Kuppel auf dem Dach zu fahren und dadurch einen Überblick über den Saal wie auch über Berlin zu haben.

Der Eintritt ist frei, allerdings ist der Besucheransturm oft so groß, dass eine vorherige Anmeldung notwendig ist. Das Restaurant Käfer neben der Kuppel des Reichstags ist außerdem das einzige frei zugängliche Parlamentsrestaurant der Welt – ein Abstecher dahin lohnt sich deswegen auch. Um die Warteschlagen zu entgehen, ist hier aber ebenfalls eine Reservierung angebracht.

Welche Sehenswürdigkeiten sollte ich noch mitnehmen?

Das Brandenburger Tor und das Reichstagsgebäude sind nur zwei der zahlreichen Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt. Bei einem Besuch sind alle gar nicht zu schaffen, deswegen sollten sich Touristen im Vorfeld überlegen, welche sie unbedingt mitnehmen wollen. Die Siegessäule beispielsweise ist noch ein guter Anlaufpunkt. Dies ist ein Nationaldenkmal der Einigungskriege und wurde von 1864 bis 1873 erbaut.

Die Hackeschen Höfe sowie der Gendarmenmarkt sollten außerdem auf der Liste der Erstbesucher Berlins stehen. Diese Orte sind von Touristen zwar recht überlaufen, sie gehören allerdings zur Stadtgeschichte und sollten deswegen zumindest einmal besucht werden.

Wo gibt es den besten Blick über Berlin?

Der Berliner Fernsehturm ist die beste Ausblicksmöglichkeit auf die StadtVon der Kuppel des Reichstagsgebäudes ist es möglich, einen Blick über Berlin zu werfen. Der Fernsehturm bietet allerdings, zumindest bei Sonnenschein, den besten Ausblick. Dafür ist die Fahrt hinauf aber nicht billig und die Wartezeiten außerdem lang.

Eine bessere Möglichkeit, Berlin von oben zu sehen, bietet die Kantine im 10. Stock des Rathauses Kreuzberg. Bei einer Tasse Kaffee oder einem schönen Mittagessen können die Touristen die Aussicht genießen und müssen dafür nicht lange anstehen. Der zehnte Stock ist zwar nicht so hoch wie der Fernsehturm, reicht aber für eine passable Aussicht, um ein Gefühl für die Größe Berlins zu bekommen, vollkommen aus.

Welches Museum lohnt sich für einen Besuch?

Berlin hat einige Museen, aber am meisten beeindruckt die Museumsinsel in der Spree. Hier sind unter anderem das Neue und Alte Museum und das Pergamonmuseum angesiedelt. Die Ausstellungen in den Gebäuden sind definitiv ihren Besuch wert, aber genauso ist es auch die Architektur der Gebäude. Fünf Architekten waren an den Bau der Museen beteiligt, die innerhalb von 100 Jahren auf der Insel entstanden – das letzte wurde 1930 fertiggestellt.

Die Ausstellungen sind je nach persönlichem Interesse zu besuchen – im Neuen Museum befindet sich beispielsweise das Ägyptische Museum mit der berühmten Büste der Nofretete. Im Pergamonmuseum andererseits sind archäologische Funde aus der Antike und Vorderasien ausgestellt.

Wo gibt es das beste Multi-Kulti-Gefühl?

Berlin ist eine international bekannte Großstadt. Neben Deutschen wohnen noch Menschen ganz anderer Nationalitäten in den Vierteln oder kommen auf ihren Reisen durch die Hauptstadt. Um dieses multikulturelle Gefühl zu erleben, lohnt sich ein Abstecher nach Berlin Kreuzberg, zu dem U-Bahnhof Kottbusser Tor. Von hier bis zum Hermannplatz können Touristen die verschiedenen Nationalitäten und Kulturen erleben.

Dies ist außerdem eine Einkaufsmeile mit den verschiedensten Geschäften, ebenfalls alles multikulturell. Wer daher etwas abseits von der bekannten Einkaufsmeile Schlossstraße in Steglitz shoppen gehen möchte, ist in Kreuzberg richtig.

Was ist typische Berliner Küche?

Wer in eine neue Stadt fährt, möchte meist auch die typische Küche dieser Region probieren. Daher lohnt es sich, nach Restaurants mit schlichter, rustikaler Küche Ausschau zu halten. Die Küche dieser Stadt ist, neben der Brandenburger Küche, geprägt von Einwanderern unter anderem aus Schlesien, Ostpreußen und Mecklenburg.

Traditionell werden in Berlin Eisbein, Rinderbrust mit Meerrettich sowie Kasseler mit Sauerkraut gegessen. Außerdem wird Fisch angeboten, immerhin liegt Berlin an der Havel und an der Spree; die meisten Fische wurden früher allerdings aus ersterem Fluss gefangen. Abseits vom Essen ist die Berliner Weiße ein typisches Getränk, wie der Name schon sagt. Dies ist ein in der Sommerzeit gebrautes Weizenbier, das einen Schuss Waldmeister- oder Himbeersirup erhält.

Wie läuft das Berliner Nachtleben ab?

Der Flughafen Tempelhof gilt als tolle Möglichkeit Sonnenaufgänge zu bestaunenEine Großstadt ist nicht nur tagsüber aktiv, sondern auch nachts. Dies bedeutet allerdings auch wirklich erst zu den Nachtstunden. Die Kneipen sind zwar auch abends oft schon gut gefüllt, die Clubs zum Tanzen allerdings nicht. Dort gehen die Berliner meist erst gegen halb eins hin, wenn nicht noch später – dafür tanzen sie aber auch bis zum Morgengrauen durch.

Dieses Nachtleben ist ein Erlebnis wert, ein Vorschlafen kann sich aber je nach eigener Verfassung lohnen. Damit ist einigermaßen sichergestellt, dass die feiernden Touristen wie die Berliner bis zum Morgengrauen durchhalten und erst im Hellen nach Hause gehen. Wer den Sonnenaufgang erleben möchte, sollte sich aber rechtzeitig aus dem Club verabschieden und zum Flugfeld Tempelhof fahren; auf diesem lässt sich der aufgehenden Sonne besonders gut zuschauen.

Welche kulturellen Veranstaltungen gibt es in der Hauptstadt?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Touristen Konzerte, Theaterstücke oder Musicals zu sehen. Die Reisenden haben nicht das Problem des zu geringen Angebots, sondern eher das des Überangebots. Als Tipp wird gerne die Blue Man Group empfohlen, ein Stück, das Theaterperformance der Extraklasse bietet.

Wer lieber ein wenig Geschichte während der Aufführung erleben möchte, ist mit dem Musical Hinterm Horizont sehr gut beraten. Zur Musik von Udo Lindenberg wird die Geschichte zweier Liebender aus Ost- und Westberlin erzählt.

Recherchequellen und weiterführende Informationen

Bildmaterial

  • Abbildung 1: pixabay.com © spinheike CC0 1.0
  • Abbildung 2: pixabay.com © Eukalyptus CC0 1.0
  • Abbildung 3: pixabay.com © tbreyer CC0 1.0
  • Abbildung 4: © chrissi – Depoitphotos.com


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. kevin chasse kommentierte am 20. Januar 2017 at 9:15

    es war sehr gut

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