Vorsicht Konsumfalle: Warum viele Lebensmittel im Supermarkt eine Diabetes-Gefahr darstellen

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Diabetes ist mittlerweile zu einer regelrechten Volkskrankheit geworden. Vor allem ältere Menschen sind häufig vom Diabetes Typ II betroffen, den man daher auch als Altersdiabetes bezeichnet. Ein wichtiger Faktor im Umgang mit der Stoffwechselstörung ist die Ernährung. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel wirken sich direkt auf den Blutzuckerspiegel aus und sind daher genau zu dosieren, insbesondere wenn zusätzlich Insulin gespritzt wird. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, zusammen mit einem moderaten Sportpensum, kann die Symptomatik ausgesprochen positiv beeinflussen.

Im Umkehrschluss führt eine ungesunde Ernährung, gepaart mit fehlender Bewegung und Übergewicht, oft zu einer Verstärkung bereits vorhandener Symptome. Dieser Artikel erklärt, worauf Diabetiker beim Einkauf im Supermarkt besonders achten sollten und auf welche Lebensmittel Sie als Betroffene besser verzichten.

Ernährung bei Diabetes: Ausgewogen und vollwertig

Um eine Über- oder Unterzuckerung zu vermeiden, ist es wichtig, dass Diabetiker darauf achten, ihre Blutzuckerwerte im Normbereich zu halten [1]. Andernfalls kann es zu gesundheitlichen Beschwerden bis hin zu akuten Notfällen kommen. Die Normalisierung der Zuckerwerte kann durch ein Zusammenspiel verschiedener Maßnahmen gewährleistet werden. So werden derzeit vermehrt Medikamente gegen Altersdiabetes entwickelt.

Diabetes SchokoladeZusätzlich ist eine Ernährung hilfreich, die so ausgerichtet ist, dass der Blutzuckerspiegel weder rapide ansteigt noch zu schnell abfällt. Stark verarbeitete, zuckerhaltige Lebensmittel wie Limonaden, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte sollten daher nur in Maßen genossen werden. Die enthaltenen einfachen Kohlenhydrate gelangen nämlich sehr schnell ins Blut und lassen direkt den Blutzuckerspiegel ansteigen. Komplexe Kohlenhydrate hingegen, wie sie in Kartoffeln und Hülsenfrüchten enthalten sind, lassen den Spiegel langsamer ansteigen und halten ihn konstant. Davon abgesehen gibt es keine Lebensmittel, die Diabetiker rigoros vom Speiseplan streichen müssen. Es kommt einzig auf die Ausgewogenheit und die Kombination der Lebensmittel an. Eine gesunde Ernährung ist für Diabetiker, wie für alle anderen Menschen auch, essenziell, um lange fit zu bleiben. Insbesondere Übergewicht ist problematisch: Je mehr Kilos das ohnehin schon unzureichend vorhandene Insulin versorgen muss, umso geringer seine Wirkung.

Was ist von speziellen Diabetiker-Produkten zu halten?

Noch vor einigen Jahren waren ganze Regale in Supermärkten gefüllt mit Produkten, die speziell für Diabetiker empfohlen wurden. Dabei handelte es sich um ein lukratives Geschäft, man denke nur an die steigenden Zahlen derer, die von der Stoffwechselstörung betroffen sind. Für eine gesündere Ernährung bei Diabetes taugten sie jedoch wenig. Im Gegenteil: Vielen Menschen, die sich unsicher waren, wie sie sich gesund ernähren können, schadeten sie mehr, als dass sie nützten. In manchen Produkten waren sogar mehr Kalorien und Fette enthalten als in anderen Lebensmitteln.

Darum ist es gut, genau zu wissen, welche Inhaltsstoffe und Nährstoffzusammensetzungen in Produkten enthalten sind. Viele Ernährungsempfehlungen, die für gesunde Menschen gelten, gelten nämlich auch für Diabetiker. Diese sollten sich jedoch besonders mit ihrer Ernährung auseinandersetzen, konkrete Ernährungstipps [2] [3] [4] befolgen und sich für die Bedürfnisse des eigenen Körpers sensibilisieren. Denn jeder Körper ist anders und verwertet Insulin unterschiedlich – selbst innerhalb eines Tages können Schwankungen auftreten. Statt auf spezielle Lebensmittel zu setzen, hilft es deswegen eher, eine Ernährungsberatung oder Ernährungsschulung zu konsultieren.

Wer versucht, der Gesundheit zuliebe ein paar überschüssige Pfunde zu verlieren, greift gern zu fettreduzierten „Light“-Produkten. Dabei sollten aber insbesondere Diabetiker Vorsicht walten lassen: Häufig ist nämlich als Geschmacksträger statt Fett zusätzlich Zucker enthalten. Der Gesundheit tun Sie damit also keinen Gefallen. Vermeintlich diabetikerfreundliche Produkte suggerieren eine einfache Lösung, doch wer langfristig gut mit Diabetes leben möchte, sollte sich tiefgreifender mit seinem Konsum auseinandersetzen. Statt überteuerte und hoch verarbeitete Lebensmittel zu kaufen, ist es hilfreich, gesund und ausgewogen zu kochen, regelmäßig Sport zu treiben und zu entspannen.

Ausgewogene ErnährungAuch Intervallfasten, wie das bekannte 16-8-Modell, kann langfristig eine gute Alternative sein. Dabei wird pro Tag jeweils innerhalb einer Spanne von acht Stunden gegessen (beispielsweise zwischen 10 und 18.00 Uhr) und anschließend 16 Stunden gefastet (zum Beispiel zwischen 18.00 und 10.00 Uhr). Gehen Sie außerdem sparsam mit Genussgiften wie Alkohol um. Zum einen befördert der hohe Kaloriengehalt Übergewicht. Zum anderen kann die Leber, wenn sie mit dem Alkoholabbau beschäftigt ist, weniger Glukose freisetzen – es kommt schneller zur Unterzuckerung. Genießen Sie Alkohol daher immer nur in Maßen und zusammen mit einem Essen, das dabei hilft, den Blutzucker zu regulieren.

Recherchequellen

[1] https://www.diabetes.help/blutzuckerwerte/blutzuckerwerte-normal/
[2] https://praxistipps.focus.de/lebensmittel-bei-diabetes-die-7-wichtigsten-ernaehrungs-tipps_106361
[3] https://www.edeka.de/ernaehrung/expertenwissen/1000-fragen-1000-antworten/welche-ernaehrung-ist-bei-diabetes-empfehlenswert.jsp
[4] https://www.diabetesde.org/goldenen-regeln-gesunden-ernaehrung


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