Bewegung im Alter: „Wer rastet, der rostet“

Sport im AlterSport sorgt nicht nur in jungen Jahren, sondern auch mit 60 und 70 dafür, dass Sie sich fitter und gesünder fühlen und zudem jünger aussehen. Regelmäßige Bewegung schützt Sie vor dem Wahrheitsgehalt des Sprichwortes „Wer rastet, der rostet“ und beugt außerdem Krankheiten vor. Erfahren Sie, was Bewegung im Alter bewirkt und wie Sie als Senior oder Seniorin am besten sportlich aktiv sein können.

Wie viel Bewegung ist wichtig für die Gesundheit?

10.000 Schritte – das ist das Pensum, das jeder Mensch laut der Wissenschaft jeden Tag erfüllen sollte. Dabei ist es irrelevant, ob Sie die Schritte gehen, laufen, springen oder tanzen. Das bedeutet, dass zu Ihrem Pensum, jeder Weg und jede sportliche Aktivität hinzugerechnet wird, die Sie an einem Tag absolvieren.

Gleichzeitig heißt das auch, dass Sie nicht unbedingt Sport machen müssen, um Ihr Ziel zu erreichen. Sie können stattdessen einfach jeden Tag einen ausgiebigen Spaziergang oder eine längere Wanderung machen. So können Sie die geforderte Bewegung bestens auf Ihre Gesundheit und Fitness abstimmen. Um Adipositas im Alter vorzubeugen oder entgegen zu wirken, ist es nie zu spät, mit einem aktiveren Leben zu beginnen. Zwar müssen Sie es vielleicht am Anfang erst einmal langsam angehen, aber mit jedem Tag, an dem Sie sich bewegen, werden Sie fitter und gesünder und verlieren mehr und mehr an Gewicht.

Wie wirkt sich die Bewegung positiv auf Ihren Körper aus?

Energiehaushalt Gesundheit SportGehen Sie jeden Tag 10.000 Schritte wirkt sich dies in erster Linie auf Ihren Energiehaushalt aus, weil der Körper für die Bewegung Energie bereitstellen muss und dafür Fette verbrennt. Diese würden sich ohne die Bewegung in Fettdepots anlagern, die unter anderem Hormone bilden, die zu etlichen schwerwiegenden Krankheiten führen können.

Auf diese Weise können Sie durch die Fettverbrennung Altersdiabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Krebs (Dickdarm-, Brust-, Prostatakrebs) sowie Demenz und Depressionen vorbeugen.

Außerdem sorgen Sie so für stabile Knochen, kräftige Muskeln und stärken durch Bewegung an der frischen Luft Ihr Immunsystem. Dies hat zur Folge, dass Sie im Alter länger selbstständig und zu Hause wohnen bleiben können. Zu guter Letzt stärkt die Bewegung Ihr Selbstvertrauen, Ihre Lebensqualität und Ihre sozialen Kontakte. Denn Sport eignet sich hervorragend, um sich mit Gleichgesinnten zu verabreden und gemeinsam aktiv zu sein. Und allein die frische Luft und das Sonnenlicht können die Stimmung maßgeblich aufhellen.

Wie können Sie Ihr Bewegungspensum kontrollieren?

Kalorienverbrauch, Herzfrequenz, gelaufene Kilometer und Anzahl der Schritte können Sie mit Hilfe moderner Technik relativ einfach überwachen. Besitzen Sie ein Smartphone, das es inzwischen auch als seniorengerechte Variante mit großen Tasten und einem augenfreundlich beleuchteten Display gibt, können Sie sich eine sogenannte „App“ (ein Programm) herunterladen. Diese zeichnet die entsprechenden Daten (abgesehen von der Herzfrequenz) auf, wenn Sie das Mobiltelefon beim Sport bei sich tragen. Das anschließend ermittelt Ergebnis können Sie speichern, sodass Sie Ihre Trainingserfolge nachvollziehen können.

Aber Achtung: Der ständige Datenversand mit diesen technischen Helfern steht nicht zu unrecht immer verstärker in der öffentlichen Kritik. Überlegen Sie sich also gut, ob Sie durch die Nutzung von diesen internetbasierten Datendiensten persönliche Daten preisgeben wollen.

Ähnlich funktionieren auch sogenannte Fitnesstracker, die derzeit sehr beliebt sind, weil es sich bei ihnen um Armbänder oder Uhren handelt, die Sie einfach am Handgelenk tragen können. Diese überwachen auch Ihren Puls. Ist Ihnen das zu viel Technik, können Sie einfach zu bedienende Programme im Internet am heimischen Desktop-PC nutzen, die anhand einiger persönlicher Angaben Ihr tägliches Schritte-Pensum ermitteln.

Tipps, wie Sie Bewegung einfach in Ihren Alltag integrieren

  • Fahren Sie mit dem Rad oder laufen Sie zum Bäcker anstellen das Auto zu benutzen.
  • Nehmen Sie im Kaufhaus lieber die Treppe anstatt des Aufzugs oder der Rolltreppe, auch wenn das vielleicht lange dauert.
  • Steigen Sie ein paar Stationen früher aus dem Bus oder der Bahn, um den Rest zu Ihrem Zielort zu Fuß zu gehen.
  • Anstelle des Kaffeekränzchens zuhause, gehen Sie lieber mit Ihren Freunden spazieren!

Fahrrad SportUnser heutiges Leben wird zunehmend von Bequemlichkeit bestimmt. Doch unser Körper benötigt Bewegung. Sofern Sie gesundheitlich in der Lage dazu sind gönnen Sie Ihrem Körper also den Auslauf, den er braucht. Er wird es Ihnen danken.

Recherchequellen

Bildquellen: Robert Kneschke & Kzenon – Fotolia


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