Homöopathie für Senioren: Heilung ohne Wirkstoff?

Homöopathie SeniorenDer Alltag für viele Senioren sieht so aus: Täglich schlucken sie einen Mix aus verschiedenen chemischen Medikamenten, welche zum Teil heftige Wechselwirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen haben, die dann wiederum mit Medikamenten bekämpft werden. Wie kann die Homöopathie hier helfen?

Homöopathie als Alternative zur Schulmedizin

Die Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode. Sie zählt zu den sogenannten Reiz- und Regulationstherapien, bei denen die Selbstheilungskräfte des Körpers gestärkt werden. Die Homöopathie gilt als sanfte Behandlungsmethode ohne lästige Nebenwirkungen. Sie ist ganzheitlich und behandelt nicht nur körperliche Beschwerden, sondern auch den Geist und die Seele.

Viele Senioren klagen im Alter über Konzentrationsschwierigkeiten, Ängste oder Schlafstörungen – hier kann die Homöopathie unter anderem hilfreich sein. Zudem ist die Homöopathie eine sehr individuelle Therapieform. Es gibt nicht DAS EINE Mittel zur Behandlung von zum Beispiel rheumatischen Schmerzen, sondern eine Vielzahl an möglichen Mitteln. Ein homöopathisches Mittel wird immer individuell entsprechend der vorherrschenden Beschwerden des Patienten ausgewählt. Diese individuelle und ganzheitliche Therapie kann entscheidend zur Verbesserung der Lebensqualität und zum Erhalt der Selbständigkeit beitragen. Es gibt keine Wechselwirkung zwischen chemischen und homöopathischen Mitteln. Die Schulmedizin und die Homöopathie können sehr gut miteinander kombiniert werden.

Ablauf einer homöopathischen Behandlung

Homöopathie Senioren

Besonders durch ihren ganzheitlichen Ansatz und den Fokus auf natürliche Inhaltsstoffe erfreut sich die Homöopathie immer größer werdender Beliebtheit.

Viele Senioren sind überrascht vom Ablauf einer homöopathischen Therapie. In einem ersten Termin wird sehr ausführlich die gesamte Krankengeschichte aufgenommen. Dabei interessieren den Arzt oder Heilpraktiker nicht nur die schulmedizinischen Diagnosen, sondern vor allem die individuelle Ausprägung der Erkrankung des Patienten. So wird zum Beispiel gefragt, ob die Schmerzen zu unterschiedlichen Tageszeiten besonders schlimm sind oder ob die Schmerzen drückend, brennend, bohrend, klopfend, stechend oder schneidend sind. Das Erstgespräch kann zwei oder sogar drei Stunden dauern. Für viele Senioren ist gerade dieses ausführliche Gespräch besonders wichtig.

Die Homöopathie darf in Deutschland nur von Ärzten und Heilpraktikerin ausgeübt werden. Viele Hausärzte haben aufgrund der steigenden Nachfrage eine homöopathische Zusatzausbildung. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt. Alternativ bieten viele Heilpraktiker die Homöopathie an. Fragen Sie in ihrem Bekannten- oder Familienkreis nach Empfehlungen.

Kritik an der Homöopathie: Heilung ohne Wirkstoff

Homöopathische Mittel werden aus unterschiedlichen Ausgangsstoffen hergestellt. Die Ursubstanzen kommen aus dem pflanzlichen, mineralischen und tierischen Bereich. Teilweise werden sogar giftige Ausgangssubstanzen wie zum Beispiel Arsen, Tollkirsche oder Bienengift verwendet. Damit die Mittel verträglich sind, werden sie hochgradig verdünnt und beim Herstellungsprozess zudem verschüttelt. Dieses Verfahren wird Potenzierung genannt und läuft in verschiedenen Schritten ab. Mit jedem Verdünnungsvorgang ist weniger von der Ausgangssubstanz enthalten. Ab einem bestimmten Verdünnungsgrad ist in einem homöopathischen Mittel nichts mehr von der Ausgangssubstanz enthalten. Laut Hahnemann – Begründer der Homöopathie – wird die Energie der Ausgangssubstanz während des Herstellungsprozesses weitergegeben. Dies ist der Grund für die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel, ohne dass sie nachweisbar einen Wirkstoff enthalten.

Gleichzeitig ist es auch Hauptkritikpunkt an der Homöopathie. Wie soll etwas ohne Wirkstoff heilen können? In der Ärzteschaft und in den Medien wird die Homöopathie derzeit sehr kontrovers diskutiert. Viele Patienten erfahren Ablehnung durch ihren behandelnden Arzt, wenn sie nach einer homöopathischen Behandlung fragen und sind verunsichert.

Homöopathie Senioren

Viele Ärzte hinterfragen kritisch, wie ein Medikament ohne nennenswerten Wirkstoffanteil helfen soll. Demgegenüber argumentieren Befürworter: Schulmediziner seien auf den Verkauf von Medikamenten angewiesen und damit befangen.

Dabei wird die Homöopathie in mehreren Ländern schon seit einigen Jahrzehnten systematisch erforscht. Die positiven Ergebnisse der Studien und physikalischen Experimente werden jedoch nur selten publiziert. Es gibt inzwischen zahlreiche Belege, dass Patienten von einer homöopathischen Behandlung profitieren und auch eine Wirksamkeit in Vergleich zu einer Placebo-Wirkung konnte nachgewiesen werden.

Warum wird die Homöopathie zurzeit so heftig in der Öffentlichkeit bekämpft? Die Therapie ist preisgünstig und effektiv. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden gestärkt und die Patienten benötigen weniger ärztliche Behandlungen und Arzneimittel. Eigentlich spricht nichts gegen die Behandlungsmethode, dennoch wird sie aus finanziellen Gründen von Seiten der Ärzteschaft und der Medikamentenhersteller aufs Heftigste bekämpft.

Risiken einer homöopathischen Behandlung

In der Regel wird die verordnete Medikation beibehalten und die Homöopathie begleitend eingesetzt. Ziel einer begleitenden homöopathischen Behandlung ist die Reduzierung von Nebenwirkungen und die Stabilisierung des Allgemeinbefindens. Im besten Fall ist eine Reduzierung der Dosis der verordneten Medikamente möglich. Dies sollte jedoch nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Über die Autorin

Ulrike SchlüterUlrike Schlüter ist Autorin von Hallo-Homöopathie.de und Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Homöopathie. Das Internet-Portal Hallo-Homoeopathie.de hat es sich zum Ziel gesetzt, qualitativ und umfassend über die Homöopathie als Therapieform und über die verschiedenen homöopathischen Mittel zu informieren.

info@hallo-homoeopathie.de
www.hallo-homoeopathie.de


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