Stürze im Alter – Häufigkeit, Folgen, Ursachen und Prävention

Stürze im alter – Häufigkeit Folgen Ursachen und PräventionFür Stürze im Alltag sind die unterschiedlichsten Ursachen verantwortlich. In vielen Fällen können sich die Betroffenen noch nicht einmal an den Hergang genau erinnern und wissen nicht, wie es zum Sturz eigentlich gekommen ist. Dazu kommt: Viele ältere Menschen verschweigen einen Sturz aus Furcht vor den ungewollten Folgen, wie z. B. ein stationärer Klinikaufenthalt.

Die vielfältigen Faktoren für Stürze im Alter

Stürze können zahlreiche Ursachen haben und gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen älterer Menschen. Die meisten älteren Menschen stürzen besonders häufig in Alltagssituationen, oft ohne das Bewusstsein dabei zu verlieren und ohne größere Einwirkung äußerer Kräfte.

Vielfach tragen mehrere Auslöser hierzu bei, wie zum Beispiel:

  • Personen und umweltbedingte Faktoren,
  • Alters- oder krankheitsbedingte Einflüsse,
  • körperliche und psychosoziale Defizite, sowie
  • ein riskantes Verhalten.

Gefahren erkennen und reduzieren

Stürze im Alter vermeidenWichtig ist, mögliche Gefahren im Alltag rechtzeitig zu erkennen und nach Abhilfemaßnahmen zu suchen. Ein für ältere Menschen angepasstes Bewegungstraining kann beispielsweise helfen, bestmöglich beweglich zu bleiben. Hierdurch kann möglichen Stürzen vorgebeugt werden. Welche Maßnahmen für ältere Menschen geeignet sind, hängt vom persönlichen Gesundheitszustand ab. Niemand kann natürlich verlangen, dass die Betroffenen nun in ein Fitnessstudio gehen sollen oder zum Joggen gelangen. Vielmehr sind es einfache Bewegungsaufgaben, die jeder daheim trainieren kann.

Was sind die häufigsten Ursachen für Stürze?

Stürze können durch Stolperfallen und andere Hindernisse in der eigenen Wohnung entstehen. Teppiche, Kabel, Treppen, glatte Böden, rutschige Badematten und die Dusche sind eine große Gefahr zu stolpern oder auszurutschen. Auch eine zu enge Möbelaufstellung sollte schnell beseitigt werden, um in der Wohnung genügend Platz zum Gehen zu haben.

Sehbehinderungen sowie gelegentlicher Schwindel und Kreislaufschwäche, durch zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck und Erkrankungen, die das Gleichgewicht stören, sind ebenfalls eine Ursache für einen Sturz. Muskelschwäche, mangelnde Ausdauer – dies alles trägt dazu bei, leicht zu stürzen. Manche Medikamente können zum Beispiel die Aufmerksamkeit und die Reaktion beeinträchtigen und dadurch ebenfalls zu Stürzen führen. Leider gibt es gegen die vorgenannten Ursachen keine Allgemeinlösung.

Stürze im Alter: folgenreiche Folgen

Ältere Menschen fallen häufig auf die Seite. Je nach der zugrunde liegenden Grunderkrankung können diese auch nach vorne oder hinten fallen. Ungefähr ein Drittel der Senioren fällt mindestens einmal im Jahr hin. Häufig sind nur blaue Flecken zu beklagen. Schlimmer und schmerzhafter sind jedoch Prellungen, Verstauchungen oder sogar Knochenbrüche.

Die Situation wird verschärft durch die Tatsache, dass Senioren mitunter Probleme haben, alleine wieder aufzustehen. Da ein beträchtlicher Anteil der Betroffenen schon alleine lebt, kann das Eintreffen von Hilfe mitunter lange auf sich warten. Es gibt Fälle in denen Betroffene stundenlang auf Hilfe warten mussten, weil niemand ihre Hilferufe vernommen hatte. Abhilfe kann hier ein ständig bei sich getragenes Telefon oder eine Funkklinkel schaffen, sodass Angehörige im Notfall schnell verständigt werden können.

Stürze im AlterStürze und Knochenbrüche beeinflussen die Lebensqualität deutlich. Insbesondere Knochenbrüche am Oberschenkel oder an der Hüfte können ernsthafte Einschränkungen bzw. Komplikationen zur Folge haben. In manchen Fällen müssen die Betroffenen mit einem längeren Klinikaufenthalt rechnen. Für ältere Menschen können Stürze mit ernsthaften Folgen sogar eine Pflegebedürftigkeit und einen Heimaufenthalt herbeiführen.

Prävention: Stürze vermeiden

Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen sind häufig einfach durchzuführen. Die eigene Wohnung sollte gemeinsam mit Angehörigen auf Stolperfallen überprüft und diese beseitigt werden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der gesundheitlichen und persönlichen Situation eines älteren Menschen ab. Wie bereits zuvor erwähnt, können Bewegungsprogramme, die Behandlung bestimmter Krankheiten, entsprechende Gehhilfen, griffbereite Funkklingeln oder Telefone, eine neue Brille oder das Absetzen oder Verschreibung von anderen Medikamenten hilfreich sein.

Recherchequellen:

Bilquelle: Picture-Factory (Fotolia), cnort (Pixabay) & Sandor Kacso (Fotolia)


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