Gelenkerkrankung Arthrose – richtig vorbeugen mit Präventivmaßnahmen

Die Gelenkerkrankung Arthrose zählt zu den verbreiteten VolkskrankheitenVor allem im fortgeschrittenen Alter haben viele Menschen mit zunehmendem Gelenkverschleiß zu kämpfen und können ihre Gelenke teilweise nur noch unter starken Schmerzen bewegen. Doch was sind die Ursachen für Arthrose und wie können Betroffene der schleichenden Krankheit entgegenwirken? Unser Seniorenmagazin hat recherchiert.

Ursachen für Arthrose: Übergewicht und Bewegungsmangel

Die Hauptursachen für Arthrose sind Übergewicht, mangelnde Bewegung oder einseitige Belastung der Gelenke. Auch angeborene Fehlstellungen von Gelenken oder genetische Voraussetzungen begünstigen den beschleunigten Abbau des Gelenkknorpels und schlagen sich mit zunehmendem Alter in immer schlimmer werdenden Gelenkschmerzen nieder.

Gelenkschmerzen entgegenwirken – kein Extremsport nötig

Mit etwas Sport, wohldosierten Fitnessübungen und Gymnastik sowie gesunder Ernährung kann dem Gelenkschwund bestmöglich entgegengetreten werden; bestenfalls schon präventiv und nicht erst wenn die Probleme auftreten. Dabei gilt die Maxime: Bewegen und Stärken, ohne dabei die betroffenen Gelenke zu belasten.

Ideal sind Sportarten wie Nordic Walking, Fahrradfahren oder Aqua Jogging. Mithilfe gezielter Fitnessübungen oder Gymnastik können umliegende Muskelpartien gestärkt werden, die Belastung betroffener Gelenke wird dadurch geringer. Bei Übergewichtigen werden vor allem die Kniegelenke und die Wirbelsäule stark belastet und das Fortschreiten der Arthrose zusätzlich beschleunigt.

Durch konsequente Ernährungsumstellung und behutsam gesteigerte sportliche Aktivitäten nimmt der Übergewichtige schonend ab und erreicht auf lange Sicht wieder Normalgewicht. Siehe dazu weiterführend auch diesen Artikel bei Senioren-Ratgeber.de und unsere Informationen, um einen Ernährungsplan erstellen zu können.

Warum Sport als Präventivmaßnahme so wichtig ist

Gerade nach längeren Ruhephasen fühlen sich die betroffenen Gelenke sehr steif, fast schon eingerostet, an. Die ersten Schritte sind häufig am schlimmsten, die Überwindung und der Schmerz am größten. Der Körper muss erst wieder langsam und behutsam auf „Betriebstemperatur“ gebracht werden. Wird das Gelenk in dieser Phase mit einer starken Belastung, wie z. B. Treppensteigen oder Sport, konfrontiert, ist dies natürlich doppelt schlimm.

Der Körper lässt sich mit einer sehr sensiblen Maschine vergleichen, die aus unzähligen filigranen Zahnrädchen besteht. Funktioniert ein Zahnrädchen nicht richtig, wirkt sich das gleich auf die ganze Maschine aus. Wird die Maschine über längere Zeit gar nicht genutzt und gepflegt, so verrosten einzelne Zahnrädchen und die Maschine kann unter Umständen gar nicht mehr wiederhergestellt werden.

Läuft die Maschine jedoch jeden Tag ein kleines bisschen, wird gehegt und gepflegt und sich anbahnende Probleme werden frühzeitig erkannt und gelöst, so wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch in ferner Zukunft einwandfrei funktionieren. Sport ist zur Prävention von Arthrose folglich ein wichtiger Baustein und sollte keinesfalls vernachlässigt werden.

Bin ich von Arthrose betroffen?

Patienten, die über Gelenkschmerzen klagen oder bei denen Symptome von Arthrose auftreten, können im Internet einen Schmerztest auf der Seite hhp.de durchführen. Nach Beantwortung einiger Fragen hinsichtlich des Auftretens, der Zeitpunkte und der Ausprägung der Gelenkschmerzen, können sich Betroffene ihr individuelles Testergebnis zusenden lassen. Natürlich ersetzt diese Maßnahme keinesfalls den Gang zu einem Arzt, der das schmerzende Gelenk aus nächster Nähe begutachten kann und anhand dieser Erfahrungen eine Diagnose stellt.

Konkrente Maßnahmen bei Arthrose

Hat ein Arzt bei einem Patienten, der unter Gelenkschmerzen klagt, Arthrose festgestellt, so hängt die Art der Behandlung von der Fortschreitung der Krankheit ab.
Ist der Gelenkknorpel noch weitgehend intakt, so werden Medikamente zur Behandlung eingesetzt. Dadurch können Entzündungen gehemmt, die Bewegungsfähigkeit erhöht und die Schmerzen gelindert werden.

Auch der Einsatz physiotherapeutischer Übungen wirkt schmerzlindernd und führt zu einer erhöhten Beweglichkeit der betroffenen Gelenke. Bei Kniearthrosen wird mit einer hohen Erfolgsquote die Gelenkflüssigkeit ersetzt. Bei dieser Methode wird Hyaluronsäure direkt in den Gelenkspalt injiziert. Zwei Verfahren werden ambulant durchgeführt.

Bei der Arthroskopie wird das schmerzende Gelenk gesäubert, gespült und der Knorpel wird geglättet. Bei der Abrasion wird die oberste Schicht des Gelenkknorpels abgetragen und dieser so angeregt eigenständig gesundes Knorpelmaterial nachzubilden.

Erst wenn sämtliche Behandlungsmaßnahmen nicht zum Erfolg führen und die Schmerzen des Patienten lindern, wird der vollständige Ersatz des Gelenkes in Erwägung gezogen.


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