Tipps zur optimalen Schlafqualität – von Matratze bis Einschlafritual

Schlafqualität verbessernErholsamer Schlaf spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit. Während der Nachtruhe kann sich das Immunsystem auf die Abwehr von Krankheitserregern konzentrieren, Nervenzellen regenerieren sich und Stresshormone werden abgebaut. Auch im Alter sollte auf eine optimale Schlafqualität geachtet werden, um den Organismus zu stärken. Dieser Ratgeber fasst wesentliche Maßnahmen zusammen, die den täglichen Schlaf optimieren können.

Ein solides Bett als Grundlage

Die Basis für guten Schlaf ist ein robustes Bett, das Rücken und Bewegungsapparat schont. Zunächst lohnt sich der Blick auf das Bettgestell. Es sollte eine angenehme Komforthöhe aufweisen, um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Außerdem ist die Stabilität elementar. Ein Bettgestell aus Massivholz wäre beispielsweise die bessere Wahl im Vergleich zu minderwertigen Holzwerkstoffen, die häufig sogar mit Wohngiften belastet sind. Massivholz begeistert mit Langlebigkeit, Strapazierfähigkeit und Ästhetik. Beliebt unter den Holzsorten für Schlafzimmermöbel ist Zirbenholz. Dr. Wolfgang Hofmeister erklärt die positiven Auswirkungen auf den Organismus:

Massivholz fördert mit seiner feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaft ein gesundes Raumklima und trägt zum Wohlbefinden bei. Es muss jedoch nicht zwingend das Holz der Zirbe sein. Auch andere Hölzer tragen mit ihrem natürlichen Charme, ihrem Duft und ihren Materialeigenschaften zum Wohlbefinden bei. Naturbelassene Hölzer gelten als besonders vorteilhaft, weil auch bei Lacken und Farben das Risiko für gesundheitlich bedenkliche Substanzen besteht.

Lattenrost und Matratze für Entspannung und Entlastung
Neben dem Bettgestell, das der Schlafunterlage in erster Linie Halt geben soll, ist ein hochwertiger Lattenrost wichtig. Er hat zwei wesentliche Aufgaben:

  1. Verbesserung des Komforts
  2. Belüftung der Matratze für gesundes Schlafklima

Ein Lattenrost sollte die Einstellung des Härtegrads von Querleisten erlauben und ideal zur Matratze passen. Handelt es sich beispielsweise um eine Matratze mit sieben Zonen, sollte der Lattenrost gleichermaßen aufgebaut sein. Verstellbare Fuß- und Kopfleisten sind zwar kein Muss, aber durchaus eine Überlegung wert. Hierbei lassen sich Beine und Oberkörper erhöht lagern, was unter anderem bei Durchblutungsstörungen oder Schwindel helfen kann. Aber auch bequemes Sitzen wird mit derartigen Unterbauten möglich.

Müssen die beweglichen Teile von Hand verstellt werden, kann das bei körperlichen Beschwerden überaus unangenehm sein. Elektrische Alternativen mit Fernbedienung beziehungsweise Konsole bringen ein Maximum an Komfort mit sich. Eine Bereicherung ist dahingehend ein Lattenrost mit Motorisierung, der das individuelle Einstellen mehrerer Zonen per Knopfdruck erlaubt. Diese Modelle lassen sich präzise anpassen und sind auch bei Rückenleiden oder ernsthafteren Problemen wie einem Bandscheibenvorfall nützlich [1]. Wichtig ist allerdings, dass der Lattenrost mit einer Netzfreischaltung ausgerüstet ist. Dieses Extra gewährleistet, dass der Motor nicht durchgehend summt, was die Nachtruhe ansonsten überaus stören würde.

Tipp: Paare sind gut beraten zwei Lattenroste und auch zwei Matratzen zu verwenden. Damit ist nicht nur sichergestellt, dass jede Person ein individuelles Schlafsystem für sich auswählen kann. Darüber hinaus wird der Partner nicht von den nächtlichen Bewegungen des anderen aus dem Schlaf gerissen, was die Schlafqualität massiv schmälert. Um die sogenannte „Besucherspalte“ zu meiden, kann eine Doppelbettbrücke platziert werden. Sie füllt die Lücke zwischen den Matratzen beziehungsweise gleicht daraus resultierende Unebenheiten aus.

Schlafqualität erhöhen

Noch wichtiger als der Lattenrost ist die Matratze. Sie hat den größten Einfluss auf Rücken und Bewegungsapparat. Damit die Wirbelsäule von Hals bis Steiß eine Gerade ergibt, müssen beispielsweise bei einem Seitenschläfer Becken und Schulter ausreichend einsinken. Ansonsten kommt es zu einer Krümmung der Wirbel und bestimmte Muskelpartien können nicht entspannen. Gleichzeitig muss das Kissen den Ansprüchen gerecht werden. Es darf nicht zu hoch und nicht zu flach sein. Stattdessen muss es die gerade Positionierung der Wirbelsäule inklusive Halswirbel und Kopf fördern. Die Schultern sollten nicht auf dem Kissen liegen, sondern direkt auf der Matratze. Modelle mit 40 x 80 Zentimeter sind ideal.

Der Härtegrad von Matratzen dient ausschließlich als Orientierung. Härtegrade sind nicht genormt und können sich daher von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Soll heißen: Härtegrad 2 von Hersteller A muss nicht mit Härtegrad 2 von Hersteller B übereinstimmen. Individualität ist bei der Matratze das Nonplusultra, damit Rücken, Bewegungsapparat und Muskulatur entlastet werden.

Tipp: Sowohl Matratzenauflagen als auch Schoner, die auf dem Lattenrost platziert werden, haben negativen Einfluss auf die Luftzirkulation. Die Matratze wird nicht ausreichend belüftet und schimmelt im Extremfall. Sogar der Schlafposition kann derartiges Zubehör schaden.

Matratzen-Probeliegen: Egal ob regionaler Fachhandel oder Onlineshop

Das Probelieben ist bei Matratzen unverzichtbar. Erst beim Liegen lässt sich feststellen, ob die Matratze zum Körper und den persönlichen Schlafgewohnheiten passt. Der Produkttest ist dabei nicht auf den stationären Einzelhandel beschränkt. Beim Kauf im Versandhandel (Telefon oder Internet) gelten die Vorgaben des Fernabsatzgesetzes, Verbraucher dürfen die Matratze auspacken sowie testen. „Wenn einem die Matratze nicht gefällt, kann man sie innerhalb einer Frist von zwei Wochen zurücksenden. Diese Frist gilt ab Erhalt der Ware“, heißt es im Beitrag zur ARD-Sendung Vorsicht, Verbraucherfalle [2]!

Ein entspanntes Abendritual hilft beim Einschlafen

Schlafqualität erhöhenDie beste Matratze hilft wenig, wenn sich Schlafstörungen aufgrund von Stress und innerer Unruhe einstellen. Ein tägliches Abendritual kann helfen, Abstand zu den alltäglichen Sorgen zu gewinnen und besser zur Ruhe zu kommen. Grundsätzlich ist es ratsam alle technischen Geräte wie Smartphones, TV oder Computer aus dem Schlafzimmer zu verbannen (das dort entstehende Blaulicht suggeriert dem Körper nämlich, wach zu bleiben und stört die Innere Uhr des Menschen [3]). Eine Tasse Tee und ein Buch sind die weitaus bessere Alternative. Doch auch das Lesen kann sich nachteilig auswirken. Handelt es sich zum Beispiel um einen spannenden Thriller, kann das Einzuschlafen nach dem Lesen gleichermaßen schwerfallen. Weniger aufregende Lektüre ist empfehlenswert. Autogenes Training und Meditieren sind weitere effektive Methoden zur Optimierung der Schlafqualität.

Recherchequellen

[1] https://www.lattenrost.org/elektrischer-lattenrost/
[2] https://www.daserste.de/information/ratgeber-service/vorsicht-verbraucherfalle/tipps-fuer-den-matratzenkauf-100.html
[3] https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/schlafstoerungen/article/809562/wenn-blaulicht-schlaf-raubt.html

Bildquellen: „Burst“ unter pexels.com (Bild 1) / „MG_Pictures“ + „pixel2013“ unter pixabay.com (Bild 2+3)


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