24-Stunden-Pflege als Alternative zum Heim

24 Stunden Pflege

Auch im hohen Alter noch Zuhause leben können, diesen Wunsch haben die meisten Menschen. Immer mehr Senioren greifen daher auf eine 24-Stunden-Pflege zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die örtlichen Seniorenheime haben keinen freien Platz, Angehörige können die Pflege nicht übernehmen oder das vertraute Umfeld soll in jedem Fall erhalten bleiben. Bei einer 24-Stunden-Pflege werden alle diese Aspekte berücksichtigt. Die Pflege findet Zuhause statt, Familienangehörige werden entlastet und es muss keine Eingewöhnung in ein neues Umfeld erfolgen. Dennoch erfordert eine solche individuelle Betreuung Vorbereitung und einige Punkte sollten berücksichtigt werden.

Was sind die Aufgaben einer 24-Stunden-Pflegekraft?

Die Aufgaben einer 24-Stunden-Pflegekraft sind vergleichbar mit denen eines Pflegehelfers. Tätigkeiten wie das Reinigen der Wohnung, die Zubereitung von Speisen oder das Waschen der Kleidung werden übernommen. Daneben wird auch die Grundpflege durch eine 24-Stunden-Pflegekraft durchgeführt. Dieser Bereich umfasst bspw. die Hilfe beim Toilettengang oder bei der Körperpflege. Lediglich medizinische Leistungen wie der Verbandswechsel oder die Gabe von Spritzen dürfen aus rechtlichen Gründen nicht durchgeführt werden. Hierfür muss ein ambulanter Pflegedienst weiterhin in den Haushalt kommen.

Worauf muss ich bei der Suche nach einer 24-Stunden-Pflege achten?

Es gibt inzwischen unzählige Angebote für 24-Stunden-Pflegekräfte, besonders in Kleinanzeigenportalen und sozialen Medien. Hier ist jedoch in aller Regel Vorsicht geboten. Häufig handelt es sich dabei um Schwarzarbeit oder zumindest Arbeit zu menschenunwürdigen Konditionen.

Der sicherste Weg ist in aller Regel der über eine Vermittlungsagentur in Deutschland. Diese Agenturen verfügen über ein Netzwerk an Partnern in Polen und vermitteln darüber 24-Stunden-Pflegekräfte. Da es erheblichen Personalmangel am deutschen Markt gibt, ist die Zusammenarbeit mit ausländischen Pflegepersonal inzwischen immer verbreiteter.

Ein Vorteil der Nutzung von Vermittlungsportalen ist die Sicherstellung einer legalen Anstellung der 24-Stunden-Pflegekraft durch den osteuropäischen Dienstleister. Denn dieser entsendet das Personal zu den betreuten Senioren und ist für Qualifikation und Betreuung der Pflegekräfte verantwortlich. Die Sozialabgaben werden dadurch nicht in Deutschland, sondern im Heimatland entrichtet. Damit bleibt die Betreuung durch Globalisierungseffekte für deutsche Senioren bezahlbar und ist meist deutlich günstiger als das Leben in einem Seniorenheim. Als Nachweis über die rechtskonforme Beschäftigung sollten Sie sich in jedem Fall die sogenannte „A1-Bescheinigung“ vorzeigen lassen. Mit dieser bestätigt die Sozialversicherungsanstalt des Heimatlandes die ordnungsgemäße Abfuhr aller Abgaben. Bei einer Kontrolle durch den Zoll muss dieses Dokument ebenfalls vorliegen.

Was macht eine gute Vermittlungsagentur aus?

24 Stunden PflegeDie Vermittlungsagentur für 24-Stunde-Pflege übernimmt für Sie die vollständige Kommunikation mit den osteuropäischen Dienstleistern und vertritt gegenüber diesen Ihre Interessen. Bei Fragen zur Organisation oder Problemen in der Kommunikation sollten Sie sich jederzeit an Ihren Ansprechpartner wenden können. Achten Sie bei der Auswahl der Vermittlungsagentur auf eine gute Erreichbarkeit, im Idealfall 24 Stunden am Tag.

Auch sollte die Vermittlungsagentur faire Vertragsbedingungen für Sie (und die Pflegenden) ausgehandelt haben. Besonderes Augenmerk sollten Sie auf kurze Kündigungsfristen legen. An Feiertagen wird in der Regel ein erhöhter Tagessatz für die Betreuung fällig.

Was kostet eine 24-Stunden-Pflege?

Die Kosten für eine legale 24-Stunden-Pflege liegen zwischen 1.600 und 2.500 Euro. Von deutlich günstigeren Angeboten empfehlen wir Abstand zu nehmen. Hier ist es nicht möglich die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.

Zwar gibt es für die 24-Stunden-Pflege keine direkte Kostenübernahme, dennoch lässt sich ein Großteil der Aufwendungen durch Leistungen der Pflegeversicherung decken. Zentraler Aspekt ist hier das Pflegegeld, womit sich je nach Pflegegrad bereits 1/3 der Kosten decken lässt. Hinzu kommt das Verhinderungspflegegeld, womit weitere 2.418 Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. Außerdem kann eine 24-Stunden-Pflege unter Umständen auch steuerlich geltend gemacht werden. Hier kann sich der Besuch bei einem Steuerberater lohnen.

Die effektiven Kosten für eine 24-Stunden-Pflege liegen damit zwischen 900 und 1.900 Euro. Im Idealfall lassen Sie sich zunächst ein individuelles Angebot erstellen und verschiedene Personalvorschläge zusenden. Ein unverbindliches Angebot von unserem Partnerunternehmen erhalten Sie ganz unkompliziert über folgendes Formular:

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Stunden Pflege

Wovon hängen die Kosten für eine 24-Stunden-Pflege ab?

Welche Kosten konkret für die 24-Stunden-Pflege anfallen, hängt von den individuellen Wünschen des Kunden ab. Ausschlaggebend sind in erster Linie die Deutschkenntnisse des Personals. Soll die Betreuungskraft fließend deutsch sprechen, ist mit deutlich über 2.000 Euro zu rechnen. Rudimentäre Sprachfertigkeiten können dagegen bereits ab ca. 1.800 Euro erwartet werden. Der Anbieter sollte die vereinbarten Sprachkenntnisse gemeinsam mit den Kosten für die 24-Stunden-Pflege vertraglich festhalten.

Neben dem Sprachniveau spielt auch die Qualifikation des Personals eine zentrale Rolle. Aufgrund der besseren Verdienstmöglichkeiten entscheiden sich selbst ausgebildete Krankenpfleger und -pflegerinnen für die Seniorenbetreuung in Deutschland. Daneben gibt es jedoch auch Personal, welches lediglich Unternehmensinterne Schulungen durchlaufen hat. Prüfen Sie daher im Vorfeld wie tiefgreifend die Kenntnisse für Ihre Betreuungssituation sein müssen. Hier versteckt sich im Zweifel großes Einsparpotenzial, wenn bspw. ausschließlich eine Betreuung ohne Pflegeleistungen benötigt wird.

Eine 24-Stunden-Pflege ist kostengünstiger als ein Pflegeheimplatz
In Deutschland liegt der durchschnittliche Eigenanteil für einen Platz im Altenheim bei ca. 1.750 Euro. Hier wurden bereits alle Förderungen der Pflegekasse einbezogen. Im Gegensatz dazu ist die 24-Stunden-Pflege deutlich kostengünstiger. Mit ca. 1.600 bis 2.500 Euro müssen interessierte Familien rechnen. Hiervon können dann Leistungen aus der Pflegekasse abgezogen werden, sofern ein Pflegegrad vorliegt.
Darüber hinaus ist die Betreuung zu Hause meist deutlich intensiver und stärker auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. In vielen stationären Einrichtungen dagegen herrscht Personalmangel unter dem letztlich auch die Versorgungsqualität leidet.

Der Kostenvorteil einer 24-Stunden-Pflege kommt durch den Einsatz osteuropäischer Betreuungskräfte zustande. Diese sind bei einem Unternehmen im Heimatland angestellt und werden für die Seniorenbetreuung nach Deutschland entsendet. Hier muss zwar der geltende Mindestlohn gezahlt werden, jedoch fallen keine Sozialabgaben in Deutschland an. Die Sozialversicherungsabgaben werden im Herkunftsland entrichtet und liegen damit deutlich unter den Beiträgen bei uns.

Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine 24-Stunden-Pflege?

Eine direkte Kostenübernahme für die 24-Stunden-Pflege gibt es nicht. Das liegt daran, dass die osteuropäischen Dienstleister über keine Vereinbarung mit den deutschen Pflegeversicherungen verfügen. Um eine solche Übereinkunft mit den Kassen zu schließen, müssten sich die Entsendeunternehmen als Pflegedienst registrieren lassen, womit Sie verpflichtet wären immer ausgebildete Fachkräfte verfügbar zu haben. Die Pflegeausbildung der meisten Betreuungskräfte aus Osteuropa wird jedoch in Deutschland nicht anerkannt. Auch eine regelmäßige Prüfung durch den MDK ließe sich aufgrund der großen räumlichen Distanz zwischen den Einsatzorten kaum umsetzen.

Neben dem kostenseitigen Nachteil dürfen 24-Stunden-Pflegekräfte daher auch keinerlei medizinischen Dienstleistungen erbringen. Hierfür muss weiterhin ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen werden.

Auch wenn eine direkte Kostenübernahme für eine 24-Stunden-Pflege nicht möglich ist, kann ein Großteil der Aufwendungen über Leistungen der Pflegeversicherung gedeckt werden. Wichtigster Punkt ist dabei das Pflegegeld. Daneben kann für eine 24-Stunden-Pflege auch die Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden, immerhin 2.418 Euro pro Jahr. Die Effektive monatliche Belastung liegt dann noch zwischen 900 und 1.900 Euro, abhängig von Pflegegrad und Anforderungen an die Betreuungskraft. Damit ist die Pflege zu Hause für die meisten Menschen aus eigenen Mitteln finanzierbar.

Ein individuelles Angebot für Ihre 24-Stunden-Pflege erhalten Sie unverbindlich und kostenfrei über das Formular unseres Partnerunternehmens:

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Bildquelle: Sandor Kacso & auremar – Fotolia


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