Die Lebensqualität erhalten – Gelenkschmerzen in den Griff bekommen

Gelenkschmerzen

Schmerzen, die Menschen bei der Ausführung von alltäglichen Tätigkeiten stark beeinträchtigen: Bereits ab der Lebensmitte gehören Gelenkschmerzen zu den häufig genannten gesundheitlichen Problemen. Sind die Gelenkbeschwerden nicht mit einer Verletzung oder einer körperlichen Überlastung innerhalb der letzten 24 Stunden begründbar und klingt der Schmerz nach einigen Tagen Schonzeit nicht ab, so bedarf es zunächst einer gründlichen Ursachenforschung.

Gelenkabnutzung, entzündliche Prozesse im Körper oder Fehlstellungen des Gelenkes: Im höheren Lebensalter kommen oft verschiedene Ursachen zusammen. Einer wirksamen Therapie muss eine Blutuntersuchung und ein bildgebendes Verfahren wie eine Ultraschall-Untersuchung, ein CT oder ein MRT vorausgehen.

Gelenkschmerzen – Ursachen und Behandlungsansätze

Sind Gelenkschmerzen begleitet von Fieber, Schwellungen oder Rötungen, so ist der direkte Gang zum Arzt dringend empfohlen.

Schulter-, Ellenbogen-, Hand-, Hüft-, Knie- und Sprunggelenk: Unter den sechs großen Gelenken sind Knie und Hüfte mit zunehmendem Alter am anfälligsten für Beschwerden. Doch auch Schmerzen an einem oder mehreren der 300 kleinen Gelenke können die Lebensqualität einschränken. Bei älteren Menschen sind die Fingergelenke am häufigsten betroffen.

Ist Überanstrengung wie schweres Heben als einzige Ursache für die Gelenkschmerzen erkannt, so versprechen vorübergehende Schonung, Kälte- oder Wärmeanwendungen sowie rezeptfrei erhältliche Schmerzsalben eine rasche Besserung. Durch Bakterien ausgelöste Entzündungen lassen sich gut mit einem Antibiotikum therapieren, sodass die Gelenkbeschwerden schnell abklingen. Anhaltende oder wiederkehrende Gelenkschmerzen können ein Hinweis auf eine der rund 150 Grunderkrankungen des rheumatischen Formenkreises sein [1].

Die häufigsten mit Gelenkbeschwerden verbundenen degenerativen oder entzündlichen Rheuma-Erkrankungen sind:

  • Rheumatoide Arthritis / Polyarthritis
  • Arthrose
  • Fibromyalgie
  • Gicht
  • Lyme-Borreliose

Dieser Beitrag gibt Ratschläge für Menschen, bei denen eine Arthrose diagnostiziert wurde.

Gegen rheumatische Beschwerden werden traditionell verschreibungspflichtige Schmerzmittel mit hochdosierten entzündungshemmenden Substanzen eingesetzt. Rheumatische Erkrankungen entwickeln sich als chronisch verlaufende Autoimmun-Erkrankungen.

SchmerzmittelSo geht ein neuerer Behandlungsansatz dahin, bei der Schmerzausschaltung direkt am Immunsystem anzusetzen: Die Medikamentengruppe der Biologicals [2] verhindert entzündliche Prozesse, sodass Schmerzen erst gar nicht entstehen. Um die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Gelenkes bestmöglich zu erhalten oder zu verbessern, wird die medikamentöse Therapie von physiotherapeutischen Behandlungen wie Massagen oder Bädern sowie von aktiver Krankengymnastik unterstützt.

Gelenkbeschwerden beschreiben – Vorbereitung auf den Arzttermin

Gespräche mit Fachärzten wie Orthopäden oder Neurochirurgen gestalten sich aufgrund des Termindrucks in den Praxen oft unbefriedigend: So verlassen nicht wenige Patienten die Arztpraxis mit dem Gefühl, ihren Leidensdruck nicht in vollem Umfang geschildert zu haben. Wer vorausschauend handelt, bereitet sich auf die genaue Beschreibung seiner Beschwerden während des Arztgespräches vor.

Bei der Beschreibung von Gelenkproblemen helfen diese Stichpunkte:

Art des Schmerzes: brennend, stechend, pochend, drückend, plötzlich einschießend, in andere Körperregionen ausstrahlend
Begleitende Symptome: Fieber, Rötungen, Schwellungen, Unbeweglichkeit / Steifheit
Weitere Missempfindungen: Taubheit, Kribbeln, Schwächegefühl
Eintreten oder Steigerung des Schmerzes: täglich / mehrmals wöchentlich / seltener, zu bestimmten Tageszeiten / unregelmäßig, in Ruhelage / in Bewegung, bei bestimmten Bewegungen, ohne erkennbares Muster

Bei Gelenkbeschwerden an Sprunggelenk, Knie oder Hüfte sind zusätzlich Angaben über die Länge der ausführbaren Gehstrecke mit und ohne Schmerzen wichtig.

Gesundheitsfördernde Maßnahmen für die Gelenke

Den wenigsten Menschen sind lebenslang gesunde Gelenke in die Wiege gelegt. Einige Maßnahmen beugen schmerzenden Gelenken vor oder können die Lebensqualität bei bestehenden Beschwerden verbessern.

Generell empfohlen werden:

  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch einen Arzt bei anhaltenden Gelenkbeschwerden
  • Gelenkschonende Sportaktivitäten wie Gymnastik, Schwimmen oder Walken, aber Verzicht auf gelenkbelastende Sportarten wie Tennis, Squash ober Badminton
  • Vollständige oder teilweise Ernährungsumstellung von tierischen Produkten auf pflanzliche Lebensmittel
  • Verzicht auf Nikotin- und Alkoholkonsum

Recherchequellen

[1] https://www.shop-apotheke.com/ratgeber/gelenkschmerzen-was-kann-das-bedeuten/
[2] https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2017/10/12/biologicals-bei-rheuma-bestvertraegliche-arzneimittel


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