Dem Grauen Star vorbeugen – ist es möglich?

Grauer Star

Der Graue Star ist ein Schreckgespenst des Alters. Manche Spezialisten gehen davon aus, dass die Augenkrankheit irgendwann jeden betrifft. Auch wenn noch nicht zu 100% erwiesen ist, warum die graduell beginnende, dann stetig steigende Trübung der Augen auftritt, ist klar, was dabei passiert: Die Eiweiße in der Augenlinse kristallisieren aus, wodurch der Blick getrübt wird. Der Mensch unterliegt einem natürlichen Alterungsprozess und somit ist auch das Augenlicht eines Tages erloschen. Doch auch effektive Maßnahmen der Vorbeugung werden diskutiert.

Welche Symptome weisen auf den Grauen Star hin?

Zunächst gilt es herauszufinden, ob man eventuell schon betroffen ist.
Meist treten die ersten Symptome bei Personen zwischen 60 und 70 Jahren auf, ein Alter, in dem man zukünftig noch im Berufsleben steht, wenn es nach den Plänen der Bundesregierung geht. Doch der Graue Star kann schon wesentlich früher auftreten, in Einzelfällen sogar schon bei Menschen im Alter von Anfang oder Mitte 20. Wird der Star nicht behandelt, führt er zwangsläufig zur Erblindung.

Wenn man die weißliche Trübung im Auge bereits erkennen kann und der Patient das Gefühl hat, wie durch eine Milchglasscheibe zu blicken, dann beträgt seine Sehfähigkeit nur noch 20 bis 30 Prozent. In der Regel bemerkt man die entsprechenden Symptome jedoch schon früher. Die typischen Warnzeichen sollte man keinesfalls ignorieren, sondern zügig eine weitere Behandlung einleiten lassen.

Das sind die wichtigsten Signale:

Erhöhte Lichtempfindlichkeit

Wenn die Augen schlechter werden, fühlt man sich schnell beeinträchtigt und empfindet Licht als grell, das früher nicht störend war.

Das Erscheinen von Lichtblitzen

Es muss nicht einmal die Sonne sein, auch alltägliche Lichtquellen im Haushalt oder im Straßenverkehr werden immer öfter als blendend empfunden. Manche Patienten nehmen Lichtblitze wahr.

Die Sehstärke lässt nach

Im Alter wird das Sehvermögen nach und nach schlechter – ein schleichender Prozess, dem man nicht immer die nötige Aufmerksamkeit schenkt. Man sieht unscharf, die Farben der Umwelt verblassen vor dem Auge und die Welt erscheint weniger kontrastreich. All diese Symptome weisen auf den Grauen Star hin, doch sie erlauben kein abschließendes Urteil. Wer es genauer wissen will, kann sogar online einen ersten Augen Check-up machen, der von Augen-Spezialisten entwickelt wurde [1]. Dabei werden alle möglichen Symptome abgefragt, deren gehäuftes Auftreten einen eindeutigen Hinweis auf die Erkrankung gibt.

Wer diese oder andere Wahrzeichen bemerkt, sollte seinen Augenarzt aufsuchen und damit nicht bis zum nächsten, regulären Check-up warten, der ab dem 40. Lebensjahr jährlich stattfinden sollte.

Wie kann man dem Grauen Star vorbeugen?

Das Problem an dieser weit verbreiteten Krankheit ist, dass bisher nicht abschließend geklärt werden konnte, wie sie genau entsteht. Die bisherige materiell arbeitende Medizin ist nicht in der Lage das Phänomen abschließend zu erklären. Darum ist eine Vorbeugung nur insofern möglich, als dass man die bekannten gesundheitlichen Risikofaktoren nach Möglichkeit ausschließt. Damit tut man seiner Gesundheit jedoch ohnehin einen Gefallen. Denn die nicht empfehlenswerten Angewohnheiten bergen noch weitere, gesundheitliche Gefahren.

Auf Tabakkonsum verzichten

Rauchen verursacht eine Vielzahl an Krankheiten, von denen nicht wenige tödlich verlaufen können. Der Graue Star wird durch die Suchterkrankung ebenfalls begünstigt, wahrscheinlich, weil Rauchen die Durchblutung deutlich beeinträchtigt. Es ist nie zu spät, den Zigaretten den Rücken zu kehren – auch im Alter lässt sich das Risiko von Krankheiten dadurch noch senken [2].

Wenig oder keinen Alkohol trinken

Der übermäßige Genuss von Alkohol macht die Augen trübe [3]. Alkohol bindet das Wasser im Körper und lässt die Augen dadurch quasi von innen austrocknen. Dadurch verklumpen die körpereigenen Proteine schneller und die Trübung entsteht.

Vorsicht bei der Einnahme von Kortison

Die lange dauernde Einnahme von Kortison birgt das Risiko, an Grauem Star zu erkranken und hat auch sonst einige negative Auswirkungen.

Diabetes begünstigt Grauen Star

Die Volkskrankheit Diabetes, von der im Jahr 2016 immerhin 7,2 Millionen Menschen in Deutschland betroffen waren, ist ebenfalls ein Risikofaktor für die Linsentrübung.

Die Gefahr lauert auch im Mutterleib

Manche Menschen bekommen trübe Augen, obwohl sie von keinem der Risikofaktoren betroffen sind. Es kann sein, dass die Ursache schon viele Jahrzehnte zurückliegt, als sie noch gar nicht geboren waren. Infiziert sich eine Schwangere etwa mit Röteln, dann kann das Kind an Grauem Star erkranken. Hier kann die Medizin die Ursache nicht klar zuordnen.

Gesunde Ernährung

Nicht zuletzt ist die gesunde Ernährung zu nennen, die maßgeblich zur Verbeugung verschiedenster Krankheiten beträgt. Die Wirkung von verschiedenen Mikronährstoffen und die optimale Versorgung mit ihnen war in den letzten Jahren immer wieder Forschungsgegenstand. Auch ganzheitlich betrachtet lohnt es sich dem Körper viel Gutes zuzuführen und in Einheit mit seinem Körper zu leben, statt ihn als Feind zu betrachten.

Dabei kam heraus, dass Vitamin C, Vitamin E und Vitamin B2 einen entscheidenden Vorteil bieten, da sie alle, vor allem in Kombination, antioxidativ wirken. Zusätzlich hierzu helfen die Mineralien Zink und Selen, welche schädliche Schwermetalle im Körper binden können.

Das Phänomen Grauer Star

Der Graue Star ist eine weitverbreitete Krankheit, die nach Meinung von Experten jeden Bürger irgendwann betrifft. Man kann ihr allerdings vorbeugen, indem man bekannte Risikofaktoren ausschließt und bestimmte Krankheiten wie Diabetes konsequent behandeln lässt. Trüben sich die Linsen irgendwann dennoch, ist dagegen zwar noch kein Kraut gewachsen, aber die Forschung ist dabei, Mittel zu erforschen und zu entwickeln um hier auf Dauer eine Alternative zur OP zu schaffen. So lange heißt es: Gesund leben für längere Sehkraft. Und Gesundheit beginnt bei gesunden Gedanken.

Recherchequellen

[1] https://www.aumedo.de/aumedo-check-up/grauer-star-analyse/
[2] https://www.apotheken.de/news/10680-krankheit-und-tod-durch-rauchen
[3] https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_78522996/risiken-fuer-grauer-star-bierchen-und-diabetes-machen-die-augen-truebe.html


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