Radfahren bis ins hohe Alter: Tipps für den beliebten Freiluftsport

Fahrrad Senioren

Auch nach der Zeit des aktiven Berufslebens möchten viele Senioren noch unterwegs sein und das nicht unbedingt mit dem umweltvergiftenden Auto. Doch Treffen mit Freunden oder Stadtbummel sind zum Glück weder ans Alter noch an das Fortbewegungsmittel gebunden. Viele Wege lassen gut mit dem Fahrrad zurücklegen und so tut man etwas für die körperliche Ertüchtigung und ist gleichzeitig an der frischen Luft. Mittlerweile bauen immer mehr Städte die vorhandenen Fahrradwege aus oder legen neue an, um für mehr Sicherheit zu sorgen und den CO2-Ausstoß zu senken. Alle Zeichen stehen auf Fahrrad – Unser Seniorenmagazin gibt Tipps zum sicheren Radfahren.

Mobilität im Alter ist nicht nur eine soziale Komponente, sondern auch wichtig für die Gesundheit. Denn wer regelmäßig in Bewegung ist, stärkt Körper und Geist. Wer sich fit genug fühlt, kann auch aufs Fahrrad steigen und so von A nach B kommen. Für Sicherheit im Straßenverkehr sorgt nicht nur eine vorausschauende und risikoarme Fahrweise, sondern auch der Fahrradweg.

Wie Radwege in den Straßenverkehr integriert sind

Radwege sind durch Linien und Schilder gekennzeichnet und dürfen in der Regel nur von Fahrrädern befahren werden, können sich allerdings auf der Straße befinden. In solchen Fällen ist der Radstreifen zwar durch Linien von der Spur für Autos abgetrennt, dennoch sollte man diese stets im Blick haben.

Radwege können sich aber auch auf dem Gehweg befinden, dann sind sie beispielsweise durch Linien oder durch einen andersfarbigen Untergrund vom Fußgängerbereich getrennt. Beim Passieren von Querstraßen trifft man als Radfahrer zwar noch auf Autos, doch ansonsten entgeht man dieser Gefahrenquelle. Brenzlige Situationen entstehen vielmehr, wenn Passanten auf den Radweg laufen, ohne vorher zu schauen [1]. Deshalb gilt es auch hier achtsam zu fahren.

Fahrweise an den Untergrund anpassen

Nicht nur die Art des Radweges beeinflusst die Sicherheit für Radfahrer, sondern auch der Untergrund an sich. Befindet sich der Radweg auf dem Bürgersteig, wird man oft mit Kopfsteinpflaster oder Steinen konfrontiert [2]. Dementsprechend uneben ist der Belag, oftmals drücken außerdem Baumwurzeln das Pflaster hoch. Ältere Radfahrer sollten darum gut achtgeben und entsprechend langsam und umsichtig fahren.

Auch bei asphaltierten Radwegen ohne Löcher oder sonstige Hindernisse besteht immer die Gefahr eines Unfalls. Schließlich kann einen nicht nur die eigene Fahrweise gefährden, sondern auch die der anderen Teilnehmer. Selbst wenn man im Regelfall mit dem Schrecken davonkommt: Das Fahrrad muss nach einem Unfall nahezu immer die Werkstatt. Als entsprechend sinnvoll kann es sich erweisen, eine Fahrradversicherung abzuschließen – das gilt vor allem für Senioren, die mit einem teuren Elektrofahrrad beziehungsweise Pedelec unterwegs sind. Diese Räder unterstützen die Tretleistung elektronisch, doch ihre Anschaffung geht ins Geld. Darüber hinaus schützt eine Police auch vor Diebstählen, sodass man im Schadenfall abgesichert ist – nicht nur angesichts von deutschlandweit mehr als 300.000 Fahrraddiebstählen pro Jahr [3] handelt es sich also um eine womöglich sinnvolle Investition.

Fahrradfahren bei Regen und Sonne

Auch das Wetter beeinflusst die Sicherheit beim Fahrradfahren. Die klimatischen Gegebenheiten haben Auswirkungen auf die Sicht, den Untergrund und die eigene Verfassung. So sollte man weder an sonnigen noch an regnerischen Tage die jeweiligen Risiken unterschätzen. Radfahren bei Sonne ist zwar sehr angenehm, denn dann ist es trocken und warm. Doch treffen die Sonnenstrahlen beispielsweise auf Autoscheiben und werden gebrochen, können sie blenden. Deshalb gehört eine Sonnenbrille an sonnigen Tagen zur Grundausstattung. Auch der Fahrtwind ist tückisch, denn dadurch merkt man an heißen Tagen oft zu spät, wie aufgeheizt der Körper tatsächlich ist. Viel Trinken und regelmäßige Pausen sind wichtig, um den sensiblen Kreislauf zu schützen.

Regen schränkt nicht nur die eigene Sicht ein, sondern bewirkt auch, dass Radfahrer für andere Verkehrsteilnehmer weniger gut wahrnehmbar sind. Umso wichtiger sind eine funktionierende Beleuchtung und eine neonfarbene Warnweste, die man über die Regenjacke ziehen kann. Vorsicht ist auch bei nassen Fahrbahnen angebracht, denn es können sich Pfützen bilden. Dadurch steigt die Unfallgefahr immens.

Unabhängig vom Wetter gehören ein Fahrradhelm und festes Schuhwerk zur Grundausstattung. Beachtet man diese Tipps und passt sein Fahrverhalten den Gegebenheiten an, ist Fahrradfahren eine tolle Möglichkeit, sich auch im Alter fit zu halten und bereitet überdies immer wieder tolle Naturerlebnisse neben den Gewohnheiten des Alltags.

Recherchequellen

[1] https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-duesseldorf/radverkehr-allgemein/radwege.html
[2] https://www.abendblatt.de/hamburg/article210579493/Kopfsteinpflaster-oder-Radweg-wer-gewinnt.html
[3] https://www.cosmosdirekt.de/hausratversicherung/fahrradversicherung/


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