Schutz von Wertgegenständen: Wertvolles außer Haus einlagern?

Einbruch SchutzDie Zahl der Einbrüche ist in den letzten zwei Jahren rückläufig, allerdings immer noch erschreckend hoch. Im Vergleich zum Jahr 2006 ist sie um knapp ein Drittel gestiegen. Hinzu kommt, dass die Aufklärungsrate von Einbruchsdelikten bei weniger als 20 Prozent liegt [1]. Wem Schmuck, Kunstgegenstände oder andere Wertsachen entwendet werden, der sieht diese meist nicht mehr wieder. Sicherer ist es daher, wertvolle Gegenstände und Besitztümer nicht im eigenen Haus oder in der Wohnung zu verstecken, sondern sie in einem Tresor zu verschließen. Auch empfiehlt es sich, wenn Sie ein Schließfach bei einer Bank mieten und die Wertsachen dort sicher lagern.

Kein Versteck ist vor Diebesbanden sicher

Gerade ältere Menschen besitzen verhältnismäßig viele Wertgegenstände. Dies verwundert nicht, denn schließlich lohnen sich bei den dauerhaft niedrigen Zinsen bzw. Negativzinsen für Staatsanleihen derartige Geldanlagen wieder besonders. Doch anstatt geerbte Schmuckstücke oder Goldmünzen bei sich daheim im Schrank oder gar in der Matratze zu verstecken, sollten Sie lieber auf Nummer sicher gehen und wertvollen Besitz außerhalb der eigenen vier Wände aufbewahren. Selbst bei einem in puncto Sicherheit gut ausgestatteten Haus ist ein Einbruch nicht auszuschließen. Sind erst einmal professionelle Diebe im Haus, ist kein Versteck mehr sicher.

Banken bieten für diesen Zweck Schließfächer zur sicheren Aufbewahrung Ihrer Wertgegenstände an [2]. Zu diesem Bankschließfach haben ausschließlich Sie und von Ihnen bevollmächtigte Personen Zutritt – noch nicht einmal die Bankmitarbeiter können das Schließfach alleine öffnen oder wissen, was sich darin befindet. Der Eingangsbereich zu den Schließfächern ist meist mit Videokameras gesichert; im Tresorraum selbst herrscht jedoch absolute Diskretion. Zugang zu Ihrem Fach können Sie auf unterschiedliche Weise bekommen:

  1. Mittels Schlüssel: Hier müssen Sie sich zusätzlich vor jedem Zugriff ausweisen und eine Unterschrift leisten.
  2. Mittels elektronischer Chipkarte und PIN: Diese hat den Vorteil, dass Sie auch außerhalb der Öffnungszeiten Zugang zum Schließfach haben.
Natürlich gibt es das Schließfach nicht umsonst. Ein kleines Fach mit einem Volumen von ca. 7 Litern kostet im Schnitt zwischen 20 bis 30 Euro; ein großes, in dem Sie beispielsweise ein Gemälde aufbewahren können, kann gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr kosten.

Im Schadensfall sollte das Schließfach versichert sein

SchliessfachAuch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, können Wertgegenstände in einer Bank Schaden nehmen oder von dort entwendet werden. Dagegen sollten Sie abgesichert sein, denn das sicherste Schließfach nützt Ihnen nichts, wenn Ihre Besitztümer z. B. durch einen Wasserschaden oder Brand beschädigt werden. Auch ein Bankraub der größeren Art ist niemals ganz auszuschließen, wie ein spektakulärer Raub in der Berliner Volksbank in Steglitz im Jahr 2013 zeigte, bei dem Diebesgut in Millionenhöhe erbeutet wurde. [3]

Sind Sie für solche Fälle nicht versichert, haftet niemand für den Verlust, denn die Bank ist nur verpflichtet, für einen Schaden aufzukommen, den sie selbst verschuldet hat. Daher sollten Sie in Erwägung ziehen, eine Versicherung abzuschließen. Hier haben Sie drei Möglichkeiten:

  1. Sie schließen direkt eine separate Versicherung bei der jeweiligen Bank ab
  2. Der Versicherungsschutz ist bereits in den Kosten für das Schließfach mit inklusive
  3. Ihre Hausratversicherung deckt Schäden dieser Art

Um im Zweifelsfall einen Verlust ersetzt zu bekommen, ist es wichtig nachzuweisen, was sich in Ihrem Schließfach befand. Am besten fertigen Sie eine Inventarliste an und legen eine Kopie mit hinein. Auch Fotos vom Inhalt des Faches sind hilfreich. Bargeld hingegen wird von den meisten Banken nicht mitversichert. Auch sollten Sie Bargeld nach Möglichkeit nicht in einem Schließfach lagern. Am besten ist dieses nach wie vor – trotz niedriger Zinsen – auf einem Konto aufgehoben – oder als Investition in die Zukunft.

Recherchequellen


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