Gold – die sinnvolle Anlagealternative?

Gold gilt als sicherste Anlage, die jedoch auch gewisse Nachteile mit sich bringtAn der Frage, ob Gold eine empfehlenswerte Geldanlage darstellt oder nicht, scheiden sich die Geister. Viele Fachleute halten Gold für absolut krisenfest und sehen in diesem Edelmetall die einzige Möglichkeit, das Vermögen vor schweren politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen wirksam zu schützen. Doch bei näherer Überprüfung lassen sich auch viele Argumente entdecken, die gegen Gold als Investment sprechen.

Absicherung gegen Inflation und andere Risiken

Weltweit gilt Gold als krisensichere Geldanlage, die vor einem Vermögensverlust durch hohe Inflation perfekt schützt. Als Sachanlage ist Gold von einem Verlust der Kaufkraft durch Geldentwertung nicht betroffen. Genauso kann Gold Privatpersonen vor den Folgen einer Währungsreform schützen, bei der ihre Ersparnisse wertlos werden.

Gold ist anders als Spareinlagen, Zertifikate und andere Geldanlagen nicht von der Solvabilität von Banken oder anderen Emittenten beziehungsweise von staatlichen Garantien abhängig. Die verfügbare Menge an Gold ist begrenzt und wächst jährlich nur um weniger als zwei Prozent. Aus diesem Grund kann davon ausgegangen werden, dass Gold immer einen gewissen Wert haben wird. Darüber hinaus ist Gold nahezu unzerstörbar und leicht zu transportieren. Das Edelmetall wird weltweit als Zahlungsmittel anerkannt.

Hohe Volatilität und weitere Schattenseiten

Auch wenn Gold niemals völlig an Wert verlieren wird, müssen hohe Kursschwankungen in Kauf genommen werden. So kam es zum Beispiel im letzten Jahr zu einem drastischen Einbruch des Goldpreises, der zu einem Wertverlust von mehr als einem Viertel führte. Im Gegensatz zu anderen Investmentformen erwirtschaftet Gold keine regelmäßigen Erträge. Während Geldanlagen regelmäßig Zinsen abwerfen, Aktien Dividenden und Immobilien monatliche Mieteinnahmen erwirtschaften, bringt Gold keinerlei laufende Rendite.

Vor dem Kauf von größeren Mengen an Gold zur Absicherung gegen politische und wirtschaftliche Risiken, sollte unbedingt auch bedacht werden, dass der Besitz des Edelmetalls untersagt werden kann. So gab es zum Beispiel in den USA während der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren ein staatliches Verbot des Goldbesitzes.

Empfehlung zur Anlagestrategie

Gold zählt zu den Anlagen, die von Inflation und anderen negativen wirtschaftlichen Entwicklungen nicht betroffen sind. Damit Gold tatsächlich seine Funktion als Krisenwährung wahrnehmen kann, ist der physische Besitz von Gold, zum Beispiel in Form von Goldbarren, dem Erwerb von Zertifikaten oder Anteilen an Goldminen vorzuziehen. Da Gold jedoch keine Rendite abwirft und starken Wertschwankungen unterworfen ist, sollten private Investoren je nach individueller Risikoneigung höchstens zehn bis zwanzig Prozent ihres Gesamtvermögens auf diese Weise anlegen.

Recherchequellen


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Anonymous kommentierte am 28. Dezember 2016 at 9:55

    Als ob ein Goldverbot jemanden dazu bringen könnte, deswegen keines zu kaufen… Griechenland zeigt uns vorbildlich, wie auch mit Warentausch dieses unsäglich bescheuerte Eurosystem umgangen werden kann. Gold erfüllt alle Funktionen einer stabilen Währung. Es ist u. a. langfristig wertstabil, lagerfähig und ein anerkanntes Zahlungsmittel in Krisenfällen. Vor allem fällt keine Märchensteuer an mit der der diktatorische Verbrecherclan in Berlin finanziert werden kann.

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