Seniorengerechtes Schlafzimmer: So geht barrierefrei

Schlafzimmer barrierefreiSei es, weil ein älteres Familienmitglied einen Umzug vollzieht oder aber eine bestehende Wohnung altersgerecht umgebaut werden soll – irgendwann stellt sich für viele Menschen die Frage, wie ein Schlafzimmer aussehen sollte, dass den Ansprüchen eines älter werdenden Menschen gerecht werden kann. Unsere Redaktion hat hierzu nach den wichtigsten Merkmalen gefahndet und überdies spannende Einblicke in die Schlafgewohnheiten unserer Altvorderen gewonnen.

Wichtige Aspekte bei der Einrichtung des Schlafzimmers

Bei der Einrichtung des Schlafzimmers sollte zunächst darauf geachtet, dass der Raum in der Nähe des Sanitärbereiches liegt, sodass der Gang zur Toilette oder zum Waschbecken kein Problem darstellt. Die Durchgänge hier sollten mind. 80 – 90 cm breit sein. Im Schlafzimmer selbst sollten verwinkelte Bereiche vermieden werden und auch die Schlafzimmermöbel entsprechend den Bedürfnissen in puncto Höhe und Erreichbarkeit ausgewählt werden.

SturzgefahrDa sich die Stolpergefahr mit wachsendem Alter bei vielen Menschen erhöht, sollte der Zimmerboden ohne Schwellen auskommen und rutschhemmend sein, Stolperfallen aller Art sind unbedingt zu vermeiden. Auch eine optische Unterscheidbarkeit zu Wänden und Türen ist ratsam, um eventuell nachlassender Sehkraft entgegenzuwirken.

Ein Belüftungen sollte durch einfach erreichbare Fenstergriffe oder ggfs. eine automatische Steuerung problemlos möglich sein. Darüber hinaus hilft eine Wärmeisolierung nicht nur dabei, Energie zu sparen, sondern auch eine konstante Raumtemperatur aufrecht zu halten. Experten empfehlen eine Schlaftemperatur von ca. 16 bis 18 Grad.

Übrigens: Im Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) ist im § 4 der Begriff „barrierefrei“ folgendermaßen erfasst:

Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.

Bei der Konzeption des barrierefreien Schlafzimmers sollte überdies nicht die Ausstattung mit Steckdosen vernachlässigt werden, damit therapeutische Hilfsmittel oder sonstige Elektrogeräte ohne Umstände – und ohne Stolperfallen durch Kabel – zum Einsatz gebracht werden können. Nichtsdestotrotz sollte man sich auch mit dem Thema Elektrosmog auseinandersetzen und daher ggfs. mit Mehrfachsteckern arbeiten, die sich bei Bedarf aktivieren und deaktivieren lassen.

Ein Telefonanschluss, oder zumindest ein Hausnotrufsystem, runden die räumlichen Vorkehrungen ab. Auch sollte das Deckenlicht vom Bett aus bedienbar sein und eine gesetzliche Pflicht zur Implementierung eines Rauchmelders besteht ohnehin.

Genügend Schlaf auch im gehobenen Alter

Schlafen im AlterEs gilt als allgemein bekannt, dass der Schlaf im Alter in der Regel leichter wird und sich der Anteil des Tiefschlafs verringert. Auch das Phänomen senile Bettflucht präge sich mit steigendem Alter aus, weil das Schlafhormon Melatonin weniger ausgeschüttet würde. Damit verändern sich auch Schlafgewohnheiten und viele Senioren gehen gegen 22 Uhr ins Bett und erwachen bereits nach sechs Stunden Schlaf um 4 Uhr morgens.

Grundsätzlich ist es für alle Altersgruppen gesund, nicht zu spät ins Bett zu gehen, da viele Schlafexperten darauf schwören, der Schlaf vor 24 Uhr sei der gesündeste. Auch auf das Essen sollte mit dem Hereinbrechen der Nacht verzichtet werden, da der Körper sonst mit Verdauungsprozessen beschäftigt ist bzw. nochmals kurz vorm Schlafgehen „aktiviert“ werde.

Recherchequellen:

Bildquellen: Monkey Business, Picture-Factory – Fotolia


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