Rente in Deutschland – Zahlen, Daten und Fakten

Rente Zahlen Daten FaktenWie steht es um die Rente in Deutschland? Welche Rentenhöhe erwartet den durchschnittlichen Rentner? Und wie gestaltet sich die Zukunft des deutschen Rentensystems?

Umlageverfahren noch zeitgemäß?

Kaum ein Thema in Deutschland wird so heftig diskutiert wie die Altersrente. In den letzten Jahren ist das Rentensystem immer mehr unter Druck geraten. Das liegt vor allem am demografischen Wandel. Denn die Geburtenrate in Deutschland sank in den vergangenen Jahren stetig und liegt derzeit bei etwa 1,5 Kindern pro Frau. Das bringt das System ins Wanken, denn dieses ist aufgrund des Umlageverfahrens darauf ausgelegt, dass die aktuell arbeitende Generation die Rente der aktuellen Senioren bezahlt. Durch die steigende Zahl an Senioren und die sinkende Zahl an jungen Arbeitnehmern, ergibt sich eine Differenz in der Rente. Hinzu kommt, dass die Menschen durch die Fortschritte in der Medizin immer älter werden, folglich also auch länger Rente beziehen.

Der Altenquotient senkt die Durchschnittsrente

Zahlen Fakten RenteEine Kennziffer, die das Rentendefizit sehr gut beschreibt, ist der sogenannte Altenquotient. Um ihn zu berechnen, wird die Zahl der Menschen über 65 Jahre den potentiell Erwerbstätigen, also allen Menschen zwischen 20 und 65 Jahren, entgegengestellt. Mitte der 1990er Jahre lag der Quotient bei 0,25. Das bedeutet, dass vier Arbeitnehmer mit ihren Beiträgen die Altersvorsorge eines Ruheständlers finanzierten. Heute liegt dieser Quotient nur noch bei 0,33. Ein Rentner wird also nur noch von drei Arbeitnehmern getragen. In Zukunft wird der Altenquotient vorausichtlich weiter ansteigen.

Das Drei-Säulen-System

Um die gesetzliche Rente zu entlasten, wurde das sogenannte Drei-Säulen-System entwickelt. Die drei Säulen sind demnach:

Die gesetzliche Rente reicht in den meisten Fällen längst nicht mehr aus, um ein sorgenfreies Leben im Alter zu gewährleisten. Die betriebliche Rente, bei der ein Unternehmen monatlich einen gewissen Betrag für seinen Mitarbeiter zurücklegt, welchen er im Ruhestand als zusätzliche Rente ausbezahlt bekommt, ist jedoch noch längst nicht überall etabliert. Als Musterbeispiel für die private Altersvorsorge gilt die staatlich geförderte Riester Rente. Es gibt aber noch viele weitere Möglichkeiten, sich für das Alter abzusichern, zum Beispiel durch die folgenden Maßnahmen:

  • Kauf/Bau einer Immobilie
  • Aktien
  • Sparbuch
  • Bausparvertrag
  • Rürup-Rente

Wie hoch ist die monatliche Rente?

Die gesetzlichen Bezüge pro Monat, die einem Rentner zustehen, werden in einer komplizierten Rechnung ermittelt. Die wichtigsten Eckdaten dazu sind:

  • Das durchschnittliche Bruttoeinkommen
  • Die Anzahl der Beitragsjahre
  • Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
  • Der Faktor für die Alterung in Deutschland
Durch diese Rentenberechnung ergab sich im Jahr 2016 eine Durchschnittsrente von knapp 1.200 Euro im Monat. Dabei handelt es sich allerdings um einen Bruttobetrag. Die tatsächliche Rente fällt also noch einmal geringer aus, da Rentenabzüge für Steuern, Kranken- und Pflegeversicherung geleistet werden müssen.

Steht deutschen Rentnern die Altersarmut bevor?

Zahlen Fakten zur RenteStatistiken zeigen, dass die Anzahl der Rentner, die in Armut lebt, in den letzten Jahren zwar angestiegen ist, gemessen an der Gesamtbevölkerung ist der Anteil der Senioren, die in Armut leben, aber nicht gewachsen. Experten gehen davon aus, dass sich dies bis zum Jahr 2030 ändern wird. Dann werden ältere Menschen zunehmend mit Altersarmut zu kämpfen haben. Besonders betroffen sollen davon sein:

  • Langzeitarbeitslose
  • Geringfügig Beschäftigte
  • Alleinerziehende
  • Erwerbsgeminderte

Bildquelle: Gesina Ottner, beeboys & Thomas Reimer – Fotolia


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Margarete Easterday kommentierte am 28. Januar 2018 at 1:06

    Ich frage mich, weshalb wird nicht die komplette Rente den über 55 jährigen ausbezahlt, und diese Personen können dann selbst entscheiden, wie und vorallem wo- in welchem EU-Land- sie leben möchten, ohne an die ständige deutsche Gängelei und Gesetzgebung,gebunden zu sein. (30 Jahre BEITRÄGE bezahlt in D, aber kein ANSPRUCH AUF DIE RENTE !!!daß Personen noch mit sieben (7) Bandscheibenvorfällen, Nervenquetschung mit Rückenmarksverletzung, Gehbehinderung, sowie unkontrollierbaren Zuckerwerten durch Quetschung der Eingeweide,und POLYTRAUMA ,
    Nierenschrumpfung – bei der DEUTSCHEN RENTENKASSE (Bund) arbeitsfähig sind, bzw. sich für A R B E I T S U N F Ä H I G halten. ORGINALJARGON der BFA, vor Bundessozialgericht Berlin.
    Auslandsinvalidenausweis wurde vorgelegt, zählt jedoch nicht bei den DEUTSCHEN.
    Prozeßkostenhilfe für Rechtsanwalt wird verweigert, da nicht mehr in D wohnhaft.
    Schwerbeschädigten Feststellung nach der DEUTSCHEN TABELLE, wird nur vorgenommen (Auslandsversorgungsamt), wenn der „SIMULANT“ einen D E U T S C H E N Wohnsitz hat!!!! Oder in D steuerpflichtig ist.

    Diese Sache zieht sich nunmehr schon seit 6 Jahren, und diese Totalverweigerung aller Leistungen, auch eines Rechtsbeistandes verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes.
    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

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