Angstgefühle – Beklemmungen und Depressionen vorbeugen

Depressionen und Angstzustände sind heutzutage leider eine sehr häufige Erkrankungen. Insbesondere im Alter kann es passieren, dass Menschen plötzlich den Antrieb verlieren, keine Freude mehr empfinden und sich selbst einfach nicht mehr leiden können. Doch nicht immer liegt es an der psychischen – und durch die schnelllebige und werteverlustige Welt beeinträchtigten – Verfassung, sondern an den Hormonen. Serotonin und Dopamin sind zwei Glückshormone, die so manchem älteren Menschen fehlen. Doch auch in der zweiten Hälfte des Lebens kann man diese Glückshormone nutzen, um sich eine gute Stimmung zu bewahren oder sie wiederzuerlangen.

Glückshormone vertreiben Depressionen und Beklemmungen


Gute Gefühle und Glücksempfinden haben ihren Ursprung genauso im Gehirn, wie die Depressionen. Wenn der Mensch glücklich ist, so sind bestimmte Gehirnzonen aktiv und es werden sogenannte Neurotransmitter oder Glückshormone freigesetzt. Für Glücksgefühle sind die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin zuständig. Diese entstehen allerdings nicht nur durch geistige Prozesse, sondern ihre Produktion werden auch durch die Ernährung, Bewegung und Licht beeinflusst.

Ein Mangel an Dopamin oder Serotonin führt in der Folge zu depressiven Stimmungen. Ein entsprechend ausgerichteter, individueller Ernährungsplan kann dies ausgleichen. Ältere Menschen sollten mehr Fisch zu sich nehmen, denn die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren erhöhen den Pegel der Glückshormone. Auch Bewegung ist als Mittel gegen Beklemmungen nicht zu unterschätzen: die meisten Hobbysportler finden in der Bewegung ihren Ausgleich zum stressigen Alltag.

Dabei muss man keinen Leistungssport betreiben, um sich „glücklicher“ zu fühlen, vielmehr kommt es auf die Regelmäßigkeit an. Selbst das Fahrradfahren wirkt als Stresskiller und belohnt die Überwindung mit guten Gefühlen.

Botenstoffe des Glücks machen das Leben schöner


Der entscheidende Botenstoff für den Aufbau von Glücksempfindungen ist das Dopamin. Es sorgt für Wohlbehagen, Motivation, Antrieb, Intressiertheit und Begeisterung. Ohne genug Dopaminhormon machen wir nicht mal den kleinen Finger krumm und fühlen uns leer. Schon hat man eine chronisch schlechte Stimmung. Gleiches gilt für den Stimmungsaufheller Serotonin. Er ist zuständig für die emotionale Ausgeglichenheit, Gelassenheit, innere Ruhe und Zufriedenheit. Unter anderem kontrolliert dieses Hormon auch den Appetit und das Essverhalten, sowie das Gefühl der Sättigung und Angstfreiheit.

Wer also unter Depressionen und Angstzuständen leidet, sollte sich überlegen, ob er genügend diese Glückshormone produziert. Zur Unterstützung sollte man sich möglichst häufig an die frische Luft begeben, denn Sonnenlicht intensiviert die Produktion des Serotoninhormons. Noch größer wird der Effekt durch körperliche Aktivität. Um den Spiegel der Glückshormone von innen zu erhöhen, kann eine stimmungsaufhellende Ernährung genutzt werden. Bestimmte Lebensmittel wie Bananen, dunkle Schokolade, Avocado, Ananas, Amarant, Paranüsse, Sojabohnen, Papaya und Cashewkerne sollten daher auf dem Speiseplan stehen, da sie Beklemmungen aushebeln können.

„Jeder ist seines Glückes Schmied“


Ist man in ein Tief gefallen und kann sich die Gründe nicht eindeutig herleiten, hilft allein „positives Denken“ in einer negativ behaftenten Welt nur bedingt weiter – entgegen der Aussagen von Motivationstrainern, die oftmals durch fadenscheinige Tipps ihren Lebensunterhalt verdienen. Vertrauen Sie also lieber auf sich selbst – ernähren Sie sich gesünder, zwingen Sie sich zu etwas sportlicher Betätigung und schaffen Sie sich Freiräume, in denen Sie Natursparziergänge machen oder sich kulturell ablenken.

Meiden Sie „Trend“-Magazine, Fernsehsendungen oder Radiostationen, die den westlichen Menschen ununterbrochen mit Negativmeldungen und scheinheiligen Werten belästigen. Diese repräsentieren niemals das Optimum, sondern sollen die Menschen lediglich klein halten und davon ablenken, zu sich selbst zu finden! Stellen Sie sich selbst Aufgaben mit Fristen, die sie im Alltag bewältigen. Das schafft Erfolgserlebnisse, die widerum vom Körper mit Dopamin „belohnt“ werden und die Beklemmungen vertreibt. Und das wichtigste: hören Sie auf, sich mit anderen zu vergleichen. Diese urmenschliche Eigenschaft behindert die natürliche Entfaltung der Seele.


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