Augen-Akupunktur – erprobtes Verfahren bei Makula-Degeneration und Glaukom

Eine Augen-Akupunktur findet bei Augenerkrankungen EinsatzSeit nunmehr über 30 Jahren holen sich Menschen mit den unterschiedlichsten Augenproblemen Hilfe bei der Augen-Akupunktur. Hierbei geht es häufig um Glaukom, Makula-Degeneration, Augeninfarkt, Diabetische Netzhautschädigung, Hornhautverletzung, trockene oder tränende Augen, Weit- und Alterssichtigkeit und viele Augenerkrankungen mehr. Auch Ärzte interessieren sich für die Erfolge ihrer Patienten und informieren sich vermehrt über die in Deutschland noch eher unbekannte Therapiemethode.

Eingehend herzlichen Dank für die nun folgenden Informationen an Frau Beate Rinderer, Physikerin und Heilpraktikerin, die diesen Gastartikel eingereicht hat.

Augen-Akupunktur – wird dabei direkt im Auge behandelt?


Nein, es wird nicht im Auge akupunktiert. Der Name entstand nur dadurch, dass Augenleiden behandelt werden. Die zur Anwendung kommenden Akupunkturpunkte haben allerdings alle eine direkte Verbindung zum Gehirn. Dadurch wird die Reaktion des Auges direkt vom zentralen Nervensystem gesteuert. Der Ursprung liegt in den 1980er Jahren in der Augen-Akupunktur nach Prof. Dr. Boel (www.acunova.dk). Die Akupunktur konnte damals nur mit Nadeln durchgeführt werden, heute wird sie im Allgemeinen völlig schmerzfrei mit dem medizinischen Akupunktur-Laser durchgeführt.

Besteht ein Unterschied zur „normalen“ Akupunktur (TCM)?

Die Therapie ist mit der herkömmlichen, aus Asien stammenden Akupunktur (TCM) nicht zu vergleichen. Die Akupunkturpunkte sind völlig andere und auch die Technik ist eine andere. Die „normale“ Akupunktur wird darüber hinaus auch heute noch meist mit Nadeln durchgeführt.

Welche Erfahrungen gibt es mit der Augen-Therapie?

Die Forschungen und jahrelangen Erfahrungen von Prof. Dr. Boel haben gezeigt, dass diese Akupunkturtechnik die Augen gut unterstützen kann. Ob eine Verlangsamung oder Verhinderung einer weiteren Verschlimmerung, bzw. eine Verbesserung möglich ist und wie stark sie ausfällt, ist abschätz- aber nicht voraussag- oder garantierbar, sie hängt auch vom Allgemeinzustand der Person ab und wie gut die Verhaltensempfehlungen umgesetzt werden.

Welche Augenerkrankungen können mit der Augen-Therapie behandelt werden?


Es gibt über 10.000 unterschiedliche Augenerkrankungen. Viel wichtiger als die Diagnose ist die Reaktionsfähigkeit des Patienten auf die Therapie. Der Therapieschwerpunkt liegt bei Grünem Star, AMD trocken, AMD feucht, Augen-Thrombose, Diabetische Retinopathie, allgemein bei Netzhauterkrankungen, Hornhautverletzungen, trockene oder tränende Augen, Weitsichtigkeit bzw. Alterssichtigkeit und auch bei vielen anderen Augenerkrankungen.

Wie ist der Ablauf der Therapie?

Akupunktur auch für die Augen möglichVor der eigentlichen Therapie ist ein ausführlicher Ersttermin erforderlich, welcher ca. 1,5 Stunden dauert. Dort findet das Anamnese-Gespräch statt und es wird auch gleich getestet, ob der Patient auf die Therapie anspricht und der Körper mit der Therapie arbeitet. Dem Körper wird durch die Therapie ein hoch wirksames Werkzeug gegeben. Die Arbeit macht der Körper jedoch selbst. Die meisten Patienten reagieren sehr gut, d.h. die Chance zu helfen ist da.

Wenn der Patient beim Ersttermin auf die Therapie reagiert, folgt die Kur-Therapie. Das ist eine sehr intensive Therapie. Sie geht über drei Wochen. Der Patient wird an fünf Tagen die Woche behandelt, immer Montag bis Freitag – auch an Feiertagen! Es gibt zwei Behandlungen pro Tag. Wenn die erste Behandlung erfolgt ist, lassen wir sie mindestens 60 Minuten wirken und dann wird gleich ein zweites Mal behandelt. Die Akupunktierten Punkte ändern sich täglich, es ist ein sehr ausgeklügeltes und hochwirksames System.

Muss die Behandlung wirklich mit dieser Intensität erfolgen?


Es ist enorm wichtig, dass die Behandlung mit dieser Intensität durchgeführt wird. Wie bei einem Auto mit dem wir auf die Autobahn fahren wollen, müssen wir auch hier ordentlich beschleunigen. Wenn wir da nur einmal kräftig auf das Gaspedal treten und dann erst das Nächste Mal nach dem es wieder stehen geblieben ist, dann kommen wir nicht wirklich voran. Da hilft uns auch ein äußerst leistungsstarker Motor nicht wirklich weiter. Wir müssen also „auf dem Gas“ bleiben.

Natürlich ist es immer besser etwas zu tun, anstatt nur zu Hause auf dem Sofa sitzen zu bleiben, allerdings wenn man voran kommen will und Ziele hat, dann ist Stop and Go nicht unbedingt die zielführende Strategie – um bei dem Vergleich zu bleiben – wir geben in den drei Wochen täglich Gas, d.h. wir behandeln, wenn die vorhergehende Behandlung noch am Arbeiten ist. Es ist wirklich eine sehr intensive Therapie! Nach Abschluss der Therapie muss natürlich nicht mehr täglich „Gas gegeben werden“. Es empfiehlt sich jedoch eine regelmäßige Auffrischungs- bzw. Erhaltungsbehandlung.

Gibt es Nebenwirkungen?

Nein! Und es bestehen auch keinerlei Risiken etwas zu verschlimmern. Es gibt aber eine sehr positive Begleiterscheinung, die Brille ist nach der Therapie meist zu stark und es braucht eine schwächere Sehhilfe. Darüber freut sich dann nicht nur der Optiker.

Über die Autorin:

Foto der Autorin Beate RindererBeate Rinderer ist Physikerin und Heilpraktikerin. Nach Abschluss ihres Physik-Studiums 1986 hat sie als Ingenieurin mit dem Schwerpunkt Lasertechnologie gearbeitet. Bereits 1994 hat sie berufsbegleitend ihre Heilpraktiker-Ausbildung abgeschlossen. Seit 2006 ist sie selbständige Heilpraktikerin mit dem Behandlungsschwerpunkt auf Augenerkrankungen. Dank ihres Wissens als Ingenieurin und Laserspezialistin hat sie ihre eigene Laser-Akupunktur-Therapie entwickelt. Neben ihrer Praxis in Brackenheim gibt es seit April 2013 eine weitere Praxis in Neu-Isenburg.

Augen und Makula Spezialpraxis
Beate Rinderer, Heilpraktikerin
Frankfurter Str. 181
63263 Neu-Isenburg
E-Mail info@augen-spezialpraxis.de
Telefon: 06102 – 882 16 18
Internet: www.augen-spezialpraxis.de


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Die Kommentare und Meinungen unserer Leser (Leserbriefe)

  1. Hallo und vielen Dank für diesen anschaulichen Artikel. Er stellt die Augenakupunktur nach Boel klar dar. Die meiste Erfahrung konnte ich bisher mit der Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration sammeln. Und gerade bei der trockenen Form der Makuladegeneration gibt es ja sonst kaum Hilfe.
    Wichtig ist auch die erwähnte Erhaltungsbehandlung, da die Erkrankung sonst oft wieder voranschreitet.
    Gruß aus Karlsruhe
    Klaus Schleusener

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