Nordic Walking – sportliches Wandern in aller Munde

Wir – die modernen Menschen – steigen morgens in unser Auto, fahren zu unserem Arbeitsplatz und verbringen dort acht Stunden im Sitzen. In der Mittagspause sitzen wir beim oft viel zu reichlichen Essen… wo bleibt der Ausgleich? Nordic Walking begeistert inzwischen viele.

Wo wir noch auf unserem Hintern sitzen? Im Auto, auf dem Weg nach Hause. Dort sitzen wir – ein wenig später – beim Abendessen, um uns dann endlich vor den Fernseher zu sitzen und den Tag – mit ein paar Knabbereien – im Sitzen ausklingen zu lassen. Nicht wenige sitzen auch oft und lange in den Wartezimmern der Ärzte: Das viele Sitzen entspricht nicht unserer Natur – der frühe Mensch bewegte sich den ganzen Tag. Er sammelte, jagte und legte jeden Tag viele Kilometer zurück. Unser Körper, Bewegungsapparat und Organismus ist immer noch so konstruiert und programmiert. Die Folgen sind bekannt: Sogenannte Zivilisationskrankheiten nehmen immer mehr zu. Die Fitnessstudios schießen „wie Pilze aus dem Boden“ und die Anzahl der Physiotherapie Praxen nimmt ständig zu.

Es ist Zeit, weg zu laufen!

Der gesundheitsbewusste Zeitgenosse tut alles, was ihm empfohlen wird: Und hetzt (mit dem Auto) vom von der Gymnastik zum Rückenmuskeltraining, vom Fitnessstudio zum Yogakurs – Entspannung tut not, denn auch die Seele ist „sitzen geblieben“. Wer mit den Jahren erfahren hat, dass „ein Körper wie Brad Pitt“, oder eine Figur „wie Claudia Schiffer“ keineswegs der Schlüssel zum Lebensglück ist und auch der Gesundheit wenig dient, lässt das einfach hinter sich und läuft an allem vorbei. Nicht zu schnell: Jogger scheinen ständig auf der Flucht zu sein. Der erfahrene Mensch ist das nicht – auch unsere Vorfahren sind nicht ständig gerannt. Zügiges Gehen – oder Walken – über längere Strecken ist das, was unserem Körper entspricht – und es ist nicht nur ein ideales und effektives Herz-Kreislauf Training, das viele nachgewiesen positive Wirkungen auf Körper und Seele hat. Es ist eine Ausdauersportart, die auch der weniger oder gar nicht Trainierte beginnen kann – und bis ins hohe Alter pflegen. Nordic Walking ist eine Variante, die besonders empfehlenswert ist.

Nordic Walking – mehr als Walking

Nordic Walking ist die effektivere Variante des Gehens/Walking: Durch das Mitführen von zwei Stöcken, die Skistöcken ähnlich sind, wird nicht nur der gesamte Bewegungsapparat mobilisiert und die Beinmuskulatur in Anspruch genommen, sondern auch Oberkörper und Arme werden mit einbezogen. mit mit einbezieht. Es ist eine Ausdauersportart, die den ganzen Körper mobilisiert und trainiert, ohne ihm – partielle – Höchstleistungen abzufordern – und das ideale Ausdauertraining für jeden, in jedem Alter. Wer es ablehnt, auf dem Home-Trainer, Stepper, dem Laufband oder anderen Erfindungen der Neuzeit – im doppelten Sinne! – auf der Stelle zu treten und die Wand zu betrachten, sollte sich dieser Sportart widmen, die seit 1997 ihre offizielle Bezeichnung „Nordic Walking“ hat.

Wissen und Ausrüstung sind unverzichtbar

Denn bis dahin gehörte diese besondere Form des Walking zum üblichen und ständigen Sommertraining von Skilangläufern: Es war ein finnischer Sportstudent, Marko Kantaneva, der im Rahmen seiner Abschlussarbeit Bewegungsabläufe und Trainingseffekte untersuchte, um sie schließlich zu optimieren – und der Sportart Ihren Namen zu geben: Nordic Walking. Wer diese Sportart ernst nimmt – und das sollte man tun – ist gut beraten, die Bewegungsabläufe zu erlernen: Denn Nordic Walking ist keineswegs nur Walking mit zwei Stöcken. Diese müssen in entsprechendem Abstand und Verhältnis zum Körper und zur Gehbewegung/den Schritten geführt werden, um optimale Bewegungsabläufe zu gewährleisten. Erst so werden – neben dem Ausdauertraining – viele Muskelgruppen in Anspruch genommen und gestärkt, was auch verbreiteten Volkskrankheiten vorbeugt. Und auch auf die entsprechende Ausrüstung und Sportkleidung sollte Wert gelegt werden: Sowohl die Beschaffenheit/Länge der Stöcke, wie auch die besonderen Eigenschaften der Schuhe samt orthopädischer Einlagen haben großen Einfluss auf die Bewegungsabläufe und die Effizienz des Trainings insgesamt.

Wer diese Sportart so betreibt und pflegt, wie sie angedacht ist, tut mehr für sich, als mancher andere. Und das ganz ohne den Druck, hier oder dort erscheinen zu müssen, ganz ohne Teilnahmegebühr, an der frischen Luft und in der Natur – ob es regnet, oder schneit. Wie gut das tut, spürt jeder schnell selbst und geht schmunzelnd und zügig an Fitnessstudios vorbei. Nordic Walking tut gut.


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