Schlafstörungen – wie äußere Faktoren Einfluss auf den gesunden Schlaf nehmen können

Anhaltende Schlafstörungen können mitunter leicht behoben werdenMehr als jeder Vierte Deutsche leidet regelmäßig an Schlafstörungen oder unruhigem Schlaf. Die Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) geht sogar davon aus, dass 30 bis 50 Prozent der über 60-Jährigen nachts nur unzureichend Ruhe finden. Eine alarmierende Zahl, doch glücklicherweise ist schon mit einfachen Mitteln möglich, den eigenen Schlaf zu verbessern.

Störungsarten äußern sich unterschiedlich

Die Medizin unterscheidet bei Schlafstörungen in unterschiedliche Störungsarten. Sogenannte Insomnien (Ein- und/oder Durchschlafstörungen) äußern sich durch häufiges Erwachen in der Nacht, durch Wiedereinschlafschwierigkeiten und das allgemeine Gefühl, nicht richtig ausgeschlafen zu sein. Hypersomnien hingegen machen sich durch vermehrte Tagesschläfrigkeit bemerkbar. Man hat Probleme tagsüber wach zu bleiben, kämpft gar mit ungewolltem Einnicken mitten am Tage. Parasomnien werden schließlich jene Störungen genannt, die allgemein als Schlafwandeln, Sprechen im Schlaf und Zähneknirschen bekannt sind. Doch auch ein Ungleichgewicht des Schlaf-Wach-Rhythmus gilt als verbreitetes Symptom. Betroffene haben Probleme tagsüber wach zu bleiben, finden dennoch abends erst spät in den Schlaf oder werden gar erst nach einer mit Aktivitäten verbundenen Nacht richtig müde.

Häufige Ursachen von anhaltenden Schlafstörungen

Es gibt ganz unterschiedliche Faktoren, die die Schlaffähigkeit beeinträchtigen. Dabei unterscheidet man generell in folgende Ursachen:

  • Aufgrund von körperlichem Gebrechen auftretende Schlafstörungen

    Beispiele für Auslöser: Hormonelle Ungereimtheiten oder schwerere Erkrankungen wie Parkinson

  • Psychiatrisch bedingte Schlafstörungen

    Beispiele für Auslöser: Demenz oder Beklemmungen

  • Schlafstörungen unter Umwelteinflüssen

    Beispiele für Auslöser: Monderscheinungen oder Lichteinfluss

  • Schlafstörungen bedingt durch Medikamente und Drogen

    Beispiele für Auslöser: Alkohol oder Beta-Blocker

  • Psychische Belastungen als Ursache

    Beispiele für Auslöser: Berufswechsel oder Todesfälle

  • Verhaltensbedingte Schlafstörungen

    Beispiele für Auslöser: beeinträchtigende Gewohnheiten oder Sport vorm Schlafengehen

  • primäre oder chronische Schlafstörungen

    keine erkennbaren Ursachen

Mittel und Wege – das richtige Ritual und die passende Matratze helfen

Wie bereits aus den Ursachen für Schlafstörungen abzuleiten ist, sollte grundsätzlich auf aufreibende Tätigkeiten vor dem Schlafgehen verzichtet werden. Dazu gehören Sport, ausgedehntes Essen, aufreibende Gespräche oder auch mitreißende Unterhaltungsmedien. Wie bei einem Säugling sind Schlafrituale sehr hilfreich, um dem Körper zu signalisieren, dass der Schlafmodus beginnen soll. Das Schlafzimmer sollte ein „Rückzugsort der Ruhe“ sein, nicht geheizt werden und nachts mit wenig Licht frequentiert werden.

Unverkennbar wichtig ist auch die Ausstattung des Bettes selbst. Sind Lattenrost und Matratze nicht auf den Körper ausgerichtet, so kann das Wirbelsäule und Bandscheibe sogar belasten – anstatt diese zu entlasten. Gewisse Körperpartien gilt es zu stützen, während Körperteile wie das Gesäß, die Hüfte oder die Schultern in die Matratze einsinken können. Auch das Material ist relevant – manche Menschen haben weniger Probleme mit hochwertigen Federkernmatratzen, während sie mit Matratzen aus Schaumstoff oder Latex schlechte Erfahrungen sammeln. Die hohen Anschaffungskosten für qualitative Matratzen, Lattenroste und Oberbetten können mithilfe von Internetportalen wie Matratzendiscount.de umgangen werden. Auch der Transport und die Vor-Ort-Installation der mitunter sperrigen Produkte kommen speziell Senioren entgegen.

Um Schlafproblemen vorzubeugen sollte also geprüft werden, ob die Probleme eventuell durch äußere Faktoren bedingt sind und gegebenenfalls nur temporär auftreten. Halten die Störungen an, kann mit einem Wechsel der Schlafzimmermöbel und der Schlafgewohnheiten bereits Erfolg erzielt werden. Wenn aber dauerhafte und stark beeinträchtigende Probleme auftreten, ist ein Gang zum Hausarzt wichtig, welcher dann je nach Fall einen Neurologen, Psychologen oder Psychotherapeuten einschaltet.


Foto / Bildmaterial: ‘Late Afternoon ’ von der Fotografin Deborah Morrison, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de


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