Unsere Kaufberatung zum schnurlosen Seniorentelefon 2017

Unsere Kaufberatung zum Seniorenhandy klärt die wichtigsten Bedingungen“Das klingt gar nicht gut” – viele Mobiltelefone können alles etwas, aber nichts richtig. Dazu kommt, dass die Tasten immer kleiner werden und Handys zunehmend nur noch mit einem Touchscreen bedienbar sind. Eine Ausnahme stellen spezielle Seniorenhandys dar. Was hier eine Rolle spielt hat unser Seniorenmagazin versucht zu entschlüsseln. Und hat interessante Tatsachen zu Tage gefördert.

Das Handy ist mittlerweile normaler Gebrauchsgegenstand, der die schnelle und flexible Kommunikation mit dem Partner, den Kindern oder Freunden möglich macht. Für Senioren ist die Bedienung der hochkomplexen Geräte jedoch mitunter problematisch. Zu kleine Tasten oder eine unübersichtliche Menüführung machen die Handhabung schwierig, manchmal gar unmöglich. Ein Seniorenhandy ist hier die bessere Alternative.

Das richtige Modell: wie gut ist die Benutzerfreundlichkeit?


Beim Ausprobieren sollten Senioren besonders auf Handhabung und Benutzerfreundlichkeit achten, damit das neue Telefon jederzeit und sicher genutzt werden kann. Das Handy sollte nicht zu klein sein. Ein- und Ausschalter sollten farblich abgesetzt sein. Klapphandys sind für Senioren besonders gut geeignet, da sich hier beim Zuschnappen automatisch die Tastensperre aktiviert, während diese bei anderen Geräteformen noch zusätzlich aktiviert werden muss.

Seniorentelefon schnurlos: Kontakte schnell angewählt

Daneben sollten Senioren vor allem auf den Aufbau des Menüs achten, das Telefonbuch sollte in wenigen Schritten erreichbar sein. Noch besser: Neben den Telefonnummern werden Bilder der Personen angezeigt. Schriftgröße und Lautstärke sollten sich manuell verändern lassen. So wird das Schreiben von SMS nicht zur Geduldsprobe. Bei Hörschwierigkeiten sollte ein Modell ausgewählt werden, das sich mit dem Hörgerät verbinden lässt. Neben dem Klingelsignal sollten außerdem Vibrationssignale möglich sein.

Seniorenhandy auf Größe und Bedienbarkeit prüfen


Auch Größe und Druckpunkt der Tasten spielt eine große Rolle. Ist das Gehäuse gummiert, liegt es besser in der Hand, Outdoor-Gehäuse überstehen auch Stürze. In welchen Situationen soll das Handy zum Einsatz kommen? Welche körperlichen und gesundheitlichen Einschränkungen sind vorhanden? Die Antwort auf diese Fragen entscheidet über mögliche Zusatzfunktionen. So sollte bei chronisch Kranken die Notruftaste vorhanden sein, bei sehr gebrechlichen Senioren ist die GPS-Funktion sowie Sturzerkennung und Lagesensor wichtig.

Expertenmeinung zum Thema Seniorenhandy

Senioren, die sich für ein Seniorenhandy entscheiden, nutzen ihr Mobiltelefon in der Regel relativ selten, daher ist es wichtig auch einen Handytarif zu wählen, der sowohl sämtlichen Ansprüchen gerecht wird als auch unnötigen Kosten vermeidet.

Ob man sein Mobiltelefon nun selten oder doch überdurchschnittlich viel verwendet, insofern man nicht zur Ausnahme gehört und trotz Seniorenhandy ein Poweruser ist, der stundenlange Telefonate in verschiedene Mobilfunk-Netze führt, sollte man statt zu einem Handyvertrag lieber zu einem Prepaid Tarif greifen. Auch wenn viele Handyverträge heutzutage auch ohne Vertragslaufzeit erhältlich sind und somit jeden Monat gekündigt werden können, sind Prepaid Tarife immer noch deutlich flexibler, risikofreier und genauso komfortabel und günstig wie Handyverträge.

Die 3 wesentlichen Vorteile von Prepaid gegenüber Handyverträgen:

  • Prepaid Tarife müssen vorher mit Guthaben aufgeladen werden und sind demnach völlig risikofrei, da keine Überschuldung möglich ist. Vorsicht vor Pseudo-Prepaid-Tarifen, die auch negatives Guthaben erlauben. Zudem kann wahlweise die Aufladung neben den herkömmlichen Methoden auch ganz komfortabel vorgenommen werden wie beispielsweise per SMS, per Anruf oder automatisch jeden Monat zu einem bestimmten Datum oder sobald nur noch wenig Guthaben vorhanden ist.
  • Nutzt man den Tarif nicht, fallen im Gegensatz zu einem Handyvertrag keine Kosten an. Ideal für Gelegenheitsnutzer aber auch für alle Nutzer, die manchmal eine Auszeit vom Handy nehmen. Beispielsweise, wenn man im Urlaub ist und daher sein Handy nicht nutzen kann.
  • Man bleibt flexibel: ändert sich das Telefonieverhalten, kann man bei den meisten Prepaid Tarifen jederzeit Flatrates oder Freiminuten hinzubuchen, um sich der aktuellen Situation mit dem Ziel die Kosten zu senken, anzupassen.

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SeniorenhandyUnsere Redaktion bedankt sich bei Matthias Müller vom Onlineportal prepaidvergleich.com für diese Expertentipps. Müller beschäftigt sich seit Jahren für verschiedene Verbraucherportale mit Mobiltelefonen und Tarifen.

Checkliste für den Kauf eines Seniorenhandys

Senioren sollten verschiedene Seniorenhandys ausprobieren, so fällt die Entscheidung deutlich leichter.

  • Tasten

    Diese sollten möglichst groß ausfallen. Zudem sollten die Symbole auf den Tasten groß genug sein, um auch im Halbdunkel gut lesbar zu sein. Noch besser: Die Tasten geben nach dem Drücken eine akustische Rückmeldung, auch Handys mit fühlbaren Tasten erleichtern die Handhabung erheblich. Daneben sollten möglichst viele Direktwahltasten vorhanden sein, diese werden mit Nummern oder Funktionen versehen, nach dem Betätigen der Taste wird etwa das Telefonbuch aufgerufen oder der Notruf gewählt. Eine separate Notruftaste ist ebenfalls von Vorteil.

  • Display


    Senioren mit besonders großen Sehproblemen sollten ein Modell ohne Display auswählen, bei diesem werden alle Funktionen ausschließlich über die Tasten gesteuert. Wenn es ein Seniorenhandy mit Display sein soll, sollte dieses möglichst groß sein. Ein kontrastreiches Display mit Displaybeleuchtung erleichtert das Lesen – auch im Dunkeln. Handydisplays arbeiten mit verschiedenen Technologien; so schonen CSTN-Displays zwar den Akku, die Wiedergabequalität ist aber schwach. LCD-Displays stellen besonders visuelle Inhalte gut dar, hierbei gilt: umso höher die Pixelzahl, desto besser die Bildqualität. OLED-Displays punkten mit ihrem hohen Kontrast, auch der Akku wird geschont. Für Senioren mit Prothesen oder motorischen Einschränkungen sind resistiv-kapazitative Touchscreens gut geeignet. Sie reagieren schon auf leichten Druck.

  • Vertrag oder Prepaid?

    Prepaid-Modelle sind besonders für Wenigtelefonierer geeignet. Zwar ist das Aufladen des Guthabens lästig, doch die Kostenkontrolle ist im Vergleich sehr hoch. Zudem bleiben Senioren so unabhängig, auch bei geringer Nutzung werden keine zusätzlichen Gebühren fällig. Die Flexibilität ist beim Vertragshandy deutlich eingeschränkt, der klassische Vertrag läuft mindestens 24 Monate. Zudem wird eine monatliche Grundgebühr fällig – unabhängig davon, wie viel telefoniert wird. Dank Flatrates ist das Telefonieren und simsen jedoch günstiger.

Genutzte Recherchquellen:

Bildquelle: auremar – Fotolia

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