Die Wohngebäudeversicherung – eigene Immobilie verlässlich gegen Schäden wappnen

Immobilienbesitzer sind mit einer Wohngebäudeversicherung gut beratenUnter den deutschen Hausbesitzern gilt die Wohngebäudeversicherung längst als Standardschutz. Die Statistiken über Brände, Wasser- und Sturmschäden sprechen eine deutliche Sprache. Doch was viele nicht wissen: es gibt beträchtliche Unterschiede bei den Produkten einzelner Versicherer.

Unwetterschäden als Alltagserscheinung

Das aktuelle Orkantief „Christian“ beherrscht dieser Tage die Medien. Es fordert bereits Todesopfer, richtet Schäden in Millionenhöhe an Autos und Immobilien an. Es beweist auf tragische Art und Weise: auch in unseren Breitengraden ist ein Versicherungsschutz gegen Stürme „leider“ eine sinnvolle Absicherung.

Doch auch ein Rohrbruch in der eigenen Immobilie ist eine reale Gefahr. So gehen über 75% aller Leitungswasserschäden auf Rohrbruch zurück, die jährliche Erstattungssumme der Versicherer liegt bei Schwindelerregenden 1.000.000.000 Euro.

Wie wahrscheinlich ein Rohrbruch ist, hängt vor allem vom Alter des Gebäudes ab. Doch auch Frosteinwirkungen, falsche Eingriffe in das bestehende Leitungssystem, schlecht durchgeführte Sanierungsmaßnahmen und sogar die Wasserqualität können einen Schaden an den Leitungsrohren herbeiführen.

Unsachgemäße Montage – etwa Verpressungen bei Edelstahlrohren – zählt dabei zu den tückischsten Ursachen – ein Fehler der selbst Fachleuten unterlaufen kann. Und sich zum Leid des Hauseigentümers im Schadensfall nicht immer eindeutig feststellen lässt.

Immobilie ohne Wohngebäudeversicherung: brandgefährlich

Besonders Elementarschäden können die Wohngebäudeversicherung teuer machenEine weitere Gefahr für die eigene Immobilie stellt Feuer dar. 200.000 Brände werden jährlich gemeldet. Brandbedingte Großschäden verschlingen im Durchschnitt Summen von ca. 5 Millionen Euro. Ein fehlender Rauchmelder oder ungünstige Zufälle können den Immobilienbesitzer somit schnell in den Ruin treiben.

All diese Gründe sprechen für eine Wohngebäudeversicherung. Schließlich gilt übereinstimmend: Immobilie als Altersvorsorge sei die ideale Geldanlage. Aufgrund des hohen Bedarfs haben sich in Deutschland alle größeren Versicherungsgesellschaften mit entsprechenden Produkten am Markt platziert. Doch in den Tarifen gibt es mitunter große Abweichungen im Leistungskatalog.

So errechnen sich die Kosten für Wohngebäudeversicherungen in der Regel aus dem Alter der Immobilie und ihrer Größe. Auch die Region spielt eine wichtige Rolle für die Mathematik hinter den Versicherungsbeiträgen, wie etwa die „Jahrhundertflut“ bewiesen hat.

Weitere Aspekte sind die Versicherungssumme, die Luxuriösität der Ausstattung (Photovoltaik, Edelholztüren, Schwimmbecken, aber auch hochwertige Anlagen wie ein Treppenlift) und der Gebäudetyp. Dabei können schon Details wie Spitzdach, Flachdach oder Pultdach den Versicherungsbeitrag beeinflussen.

Befindet sich eine Immobilie noch in der Bauphase, so gibt es spezielle Zusatzversicherungen wie die Rohbauversicherung. Denn auch während der „Erschaffung“ des eigenen vier Wände kann es zu einem Unglück kommen.

Teufel steckt im Detail – Versicherungsbedingungen prüfen

Vor einem Versicherungsabschluss gilt es den Vertrag auf spezielle Anforderungen zu prüfen. Im Beispiel: Der Gothaer-Direktversicherer Asstel (www.asstel.de). In den entsprechenden Tarifen werden Aufräumkosten ausgewiesen, wenn auch mit prozentualer Beschränkung. Andere Gesellschaften führen diesen Punkt gar nicht an. Nur der eigentliche Wiederaufbau wird erstattet. Ein Detail, welches die Betroffenen – obwohl versichert – in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten bringen kann.

Auch beim Schutz vor Naturkatastrophen gilt es die Augen offen zu halten: Versicherungsnehmer sollten unbedingt auch über eine ergänzende Elementarschadensversicherung nachdenken. Gerade in Süddeutschland stellen Lawinen oder Schneedruck eine Gefahr dar, sind aber nicht immer bei der normalen Wohngebäudeversicherung enthalten.

Versicherungswechsel: Ersparnisse bis zu 500 EUR möglich

Im Marktvergleich aller Gebäudeversicherer bestehen durch diese Leistungsabweichungen erhebliche Unterschiede. Doch die teuerste Police muss nicht zwingend die bestmöglichste sein. Je nach Rahmenbedingungen und Standort der Immobilie können gewisse Gefahrenpotentiale als sehr gering eingestuft werden. Daher schreibt auch die Verbraucherzeitschrift Finanztest: „Durch einen Wechsel können Hauseigentümer mehr als 500 EUR im Jahr sparen!“.


1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 1 abgegebenen Stimmen.


Bewerten Sie diesen Artikel - Hinterlassen Sie gerne auch ein Kommentar!
Loading...

Kommentar schreiben

(auch anonym möglich)

Hier haben Sie die Möglichkeit den Beitrag (wenn Sie mögen anonym) zu kommentieren und Ihre Erfahrungen und Meinungen zu schildern. Wir freuen uns über jeden Kommentar! Bitte beachten Sie jedoch, dass wir politische Hetze gegenüber Minderheiten und Aufrufe zu Gewalt nicht veröffentlichen werden.

Rentner, Senioren, ältere Menschen, goldene Jahre, Herbst des Lebens, Silver Surfer - Bezeichnungen für die Leser dieses Magazins gibt es viele. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir in unseren Publikationen so weit wie möglich mit neutralen und wertfreien Bezeichnungen arbeiten bzw. allgemein an "den Leser" adressieren.
Seniorenbedarf.info